Die besten SEO-Plugins für WordPress

Die besten SEO-Plugins für WordPress (Foto: mkhmarketing / Flickr Lizenz: CC BY 2.0)

WordPress ist schon lange das beliebteste CMS der Welt. In Zahlen ausgedrückt: bei rund 60 Prozent aller CMS Installationen handelt es sich um WordPress. Das sind fast ¼ aller Webseiten im Internet. Und auch wenn WordPress recht suchmaschinenfreundlich programmiert ist, so lässt es sich von Haus aus eher mäßig für Google & Co. optimieren. Die Eingriffsmöglichkeiten für den Webmaster sind im Rohzustand rudimentär. Wir haben uns deshalb eine Reihe von SEO-Plugins angesehen und für Sie getestet.

1.     WordPress SEO by Yoast

Wordpress-SEO-by-Yoast

Das beliebte und in einer kostenlosen Version verfügbare WordPress Plugin von Yoast verspricht ein All-in-One Tool für Onpage SEO zu sein und tatsächlich bietet es einen sehr großen Funktionsumfang. Dazu gehören unter anderen die folgenden Möglichkeiten.

  • Content Analyse und Optimierung
  • Einfache Integration der Google Search Console (ehemals Webmaster Tools) und Google Analytics.
  • Globale Vorlagen für Titel- und Metatags
  • Optimierung für Social Networks wie Facebook, Twitter, u.A.
    • Nutzung von Facebook Insights
    • Open Graph Daten hinzufügen
    • Vorschaubilder für Share definieren
  • Automatisierte Erstellung von XML-Sitemaps
  • Erstellung von Breadcrumps
  • Und vieles Mehr (Permalinks, RSS-Feeds, … )

Download unter: yoast.com
Eine sehr gute deutschsprachige Anleitung gibt es bei PerformicsAKM3 und WordPlus.de.

Als Alternativen stehen unter anderem das kostenpflichtige wpSEO und das in zwei Versionen erhältliche All in One SEO Pack zur Auswahl.

2.   WP Smush

WP-Smush-Wordpress

Zu große Bilder und Grafiken schaden der Ladezeit Ihrer Webseite und schrecken User auf Grund von schlechter Nutzererfahrung ab. Darüberhinaus wirken sie sich auch negativ auf das Ranking aus. Vor allem in Zeiten des zunehmend mobil genutzten Internets ein No-Go. Mobile Nutzer erwarten schnell ladende Webseiten und keine lahme Krücken. WP Smush reduziert voll automatisch die Größe aller hochgeladenen Bilder ohne dabei an Qualität zu verlieren. Auch bereits hochgeladene Grafiken können durch WP Smush verkleinert werden.

Download unter: wordpress.org

Als Alternative steht unter anderem das Plugin Optimus zu Verfügung, dass es, ebenso wie WP Smush, in einer kostenlosen und einer kostenpflichtigen Version gibt.

3.   Redirection

Relaunches oder Änderungen an der Permalink-Struktur einer Webseite produzieren oftmals zahlreiche 404-Fehler. Die alten Inhalte sind nicht mehr unter der alten URL erreichbar. Diese Fehler sind nicht nur aus Usability-Sicht ungünstig, sondern auch schädlich für die eigenen Rankings. Denn jedes Dokument das nicht mehr unter der alten Adresse zu erreichen ist verliert seine Rankings. Dies kann mit Hilfe von 301 Weiterleitungen aber verhindert werden. Je größer Ihre Seite desto aufwändiger wird eine manuelle Korrektur dieser Fehler. Hier hilft das WordPress Plugin Redirection. Ändert der Webmaster etwas an der Permalink-Struktur, wird automatisch eine 301-Weiterleitung gesetzt. Auch manuelle Umleitungen können mit Hilfe von Redirection deutlich komfortabler gesetzt werden, als das Arbeiten mit der htaccess Datei. Zu guter Letzt zeichnet das Plugin auch noch alle Seitenaufrufe auf welche auf einer Fehlerseite landen. So können Fehler recht schnell entdeckt werden.

Download unter: wordpress.org

4.   SEO Friendly Images

SEO-Friendly-Images

Das WordPress Plugin von Vladimir Prelovac fügt automatisch alt- und title-Attribute in alle Bilder und Grafiken innerhalb von WordPress ein. Diese sollten zwar im besten Fall von Hand gepflegt werden um optimale Ergebnisse zu erzielen. Dennoch bietet dieses Plugin eine Alternative für Situationen in denen die Pflege dieser Attribute nicht in abbildbar ist. Z.B. dann wenn ständig wechselnde Autoren auf der Webseite Artikel veröffentlichen und nicht sicher zu stellen ist, dass jeder diese SEO-Regel einhält.

Download unter: www.prelovac.com

5.   W3 Total Cache

W3-Total-Cache

Die Geschwindigkeit einer Webseite ist schon länger ein gewichtiger Ranking-Faktor bei Google – nicht erst seit dem das Internet immer mobiler wird. Unter PageSpeed Insights lässt sich das Optimierungs-Potential der eigenen Webseite überprüfen. Das Cache-Modul W3 Total Cache ist ein WordPress Plugin, das dabei hilft den Speed der eigenen Webseite zu verbessern. Das auch von großen WordPress Seiten eingesetzte Plugin optimiert die Performance bis um den Faktor 10, reduziert Seiten, CSS-Dateien und JavaScript und hilft so Bandbreite und Server-Power zu sparen. Auch das Einbinden eines Content Delivery Network (CDN) wie z.B. CloudFlare ist möglich. Die Konfiguration ist umfangreich und nichts für Einsteiger. Aber auch mit den Standard-Einstellungen lassen sich gute Ergebnisse erzielen.

Download unter: wordpress.org

Alternativen: Hyper Cache Extended, Cachify oder WP-Rocket.

6.   Google XML Sitemaps

Google-XML-Sitemaps

XML-Sitemaps helfen Google zu verstehen wie eine Webseite strukturiert ist und alle Inhalte zu finden. Das ermöglicht es dem Crawler schneller und effizienter die Inhalte zu erfassen und Crawl Budget zu sparen. Ein Vorteil vor allen bei sehr großen Webseiten. Denn jede Webseite hat nur ein begrenztes Crawl-Budget, denn auch Google hat nicht unbegrenzt Server-Kapazitäten, und so können wirklich alle Inhalte optimal indexiert werden. Aber auch bei kleineren Webseiten kann es sinnvoll eingesetzt werden, wenn man diesem Dokument von Google Glauben schenken mag.

Download unter: wordpress.org

7.   Yet Another Related Posts Plugin (YARPP)

YARPP

Interne Links sind ein mächtiges SEO-Werkzeug und können zur massiven Steigerung von Rankings eingesetzt werden. Hier hilft das WordPress Plugin Yet Another Related Posts Plugin. YARPP verlinkt automatisch ähnliche und verwandte Artikel am Ende jeder Seite. Mächtiger ist nur die manuelle Optimierung der internen Link-Struktur mittels Techniken wie z.B. dem Content Siloing. YARPP kommt mit einer umfangreichen Dokumentation und ist in der kostenpflichtigen Variante in nahezu jedem Detail konfigurierbar.

Wer YARPP einsetzt sollte unbedingt eines der genannten Cache Plugins einsetzen, da YARPP eine sehr hohe Serverlast erzeugen kann.

Download unter: wordpress.org

8.   Table of Contents Plus

Table-of-Contents

Ein Plugin das immer mehr Verbreitung nicht nur unter eingefleischten SEOs findet ist Table of Contents Plus. Es hilft vor allem bei längeren Artikeln, Struktur in den Artikel zu bringen und erstellt ähnlich wie Wikipedia zu Beginn jedes Artikels ein Inhaltsverzeichnis. Außerdem erzeugt es automatisch Sprungmarken zu den Artikelabschnitten mit Hilfe der Überschriften, was eine schnelle Navigation zum Kinderspiel macht. Die so erzeugten Direktlinks werden bei passenden Suchanfragen sogar in den so genannten Sitelinks/Snippets der Suchergebnissen bei Google angezeigt und können für mehr Aufmerksamkeit und einer erhöhten CTR sorgen.

Download unter: wordpress.org

Bildquelle: mkhmarketing / Flickr Lizenz: CC BY 2.0

Ich arbeite bei ADVIDERA als SEA/SEO Manager. Ich habe BWL (B. Sc.) und Innovations- und Informationsmanagement (M.A.) studiert und bin zudem ausgebildeter Informatiker (Multimedia). Ich begeistere mich sich seit Jahren für Online-Marketing, Web-Entwicklung sowie neue Ideen und Trends im Digital-Business. Ich bin Google AdWords & Analytics zertifiziert und betreue unsere Kunden vornehmlich in den Kanälen SEA & SEO.

Comments (2)

  1. Boris says:

    Danke für die Infos 😉

  2. Udo says:

    Guter Artikel. Yoast Seo und Cachify habe ich vorher schon benutzt. Danke

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