Qualitätsfaktor bei Google Ads verbessern – so geht’s!

Google Ads QF

Der Qualitätsfaktor bei Google Ads scheint oft mythenumwoben, da in seine Berechnung mehrere Komponenten einfließen. Daher ist es schwierig bestimmen zu können, welche Maßnahmen den Qualitätsfaktor um wie viele Punkte erhöhen oder senken. Wir versuchen den Schleier wenigstens teilweise zu lüften und erklären aus welchen Kriterien Google den Qualitätsfaktor berechnet und was es für Möglichkeiten gibt, den Qualitätsfaktor zu erhöhen.

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Was ist der Qualitätsfaktor?

Der Qualitätsfaktor wird auf Keywordebene im Google Ads Manager angezeigt. Er liegt zwischen 1 und 10 und ist ein Indikator für die Qualität der Anzeigen und Zielseiten. Dabei gilt – je höher, desto besser!
Google zieht zur Berechnung die voraussichtlichen Klickraten, die Anzeigenrelevanz und die Nutzererfahrung mit der Zielseite zurate. Der Score drückt letztlich die Nutzerrelevanz aus.

Dabei kann der Qualitätsfaktor trotzdem auch zwischen verschiedenen Kampagnen und Anzeigengruppen mit dem gleichen Keyword variieren. Dies hängt damit zusammen, dass sich die Creatives, welche aus Bildern, Videos, Audiodateien und anderen Formaten bestehen, Ausrichtung und Zielseiten unterscheiden.

Insgesamt soll der Qualitätsfaktor laut Google ein Leitfaden und keine präzise Metrik sein. Unternehmen sollen sich hauptsächlich auf die Erstellung von relevanten und hochwertigen Anzeigen fokussieren. Jedoch hat der Qualitätsfaktor in der Realität großen Einfluss auf Ihre Anzeigenposition, da ein hoher Qualitätsfaktor mit einem höheren Anzeigenrang belohnt wird. Dies bedeutet im Umkehrschluss auch, dass Sie mit einem hohen Qualitätsfaktor weniger für Klicks bezahlen. Gerade bei Keywords mit hohem Suchvolumen und folglich hohem CPC kann dies eine hohe Kostenersparnis bedeuten.

Ein weiterer Erfahrungswert aus dem Agenturalltag ist, dass der historische Qualitätsfaktor auch den jetzigen Keyword-Qualitätsfaktor beeinflussen kann und umgekehrt. Bei einem Konto mit einem in der Vergangenheit sehr niedrigen Qualitätsfaktor, kann es schwieriger sein diesen zu verbessern. In diesem Fall scheint es oft sinnvoller, ein neues Konto zu eröffnen.

Falls Sie dem Qualitätsfaktor bis jetzt noch nicht viel Beachtung geschenkt haben, erklären wir Ihnen nun, wie Sie ihn einsehen können und welche weiteren Optionen Sie bei der Auswertung Ihrer Keywords haben.

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Wo und wie wird der Qualitätsfaktor angezeigt?

Google Ads Qualitätsfaktor verbessernGoogle Ads Qualitätsfaktor verbessern

 

Um den Qualitätsfaktor einzusehen, gehen Sie zu Ihrem Keyword-Bericht und klicken oben rechts in der Tabelle auf das Spaltensymbol. Hier können Sie Ihre Spalten anpassen. Schauen Sie in den Abschnitt Qualitätsfaktor und wählen Sie Qualitätsfaktor, Nutzererfahrung mit der Landingpage, erwartete CTR und Anzeigenrelevanz aus, um den aktuellen Qualitätsfaktor einzusehen. Für die früheren Qualitätsfaktoren wählen Sie die gleichen Elemente mit dem Zusatz “Verlauf” aus.

Was können Sie tun, um den Qualitätsfaktor zu verbessern?

Es gibt kein Geheimrezept, um den Qualitätsfaktor zu verbessern. Daher sind die folgenden Ausführungen als Handlungsvorschläge und nicht als Erfolgsgaranten zu verstehen. Um unsere Vorschläge so nachvollziehbar wie möglich zu machen, sind sie in drei Kategorien aufgeteilt: Klickrate, Anzeigenrelevanz und die Nutzererfahrung mit der Landingpage gegliedert. Da die Klickrate und Anzeigenrelevanz eng miteinander verbunden sind, kommt es hier zu Überschneidungen, die einem differenzierten oder auch strategischen Blick bedürfen. Bei der Klickrate wird davon ausgegangen, dass sie letztendlich den größten Einfluss auf den Qualitätsfaktor hat. Abschließend werden noch allgemeine Faktoren, die den Qualitätsfaktor beeinflussen, erläutert.

Klickrate

Die Klickrate ist angeblich eins der ausschlaggebendsten Faktoren zur Ermittlung des Qualitätsfaktors. Hier können wir folgende Hinweise geben:

1. Anzeigentexte gut formulieren

Anzeigentexte müssen auf die Suchanfrage passen. Dazu ist wichtig, dass sie gut formuliert sind und dass Sie die passende Antwort auf die Suchanfrage liefern. Dabei sollte die Anzeige passend zum Hauptkeyword formuliert werden. Seien Sie dabei konkret und heben Sie die Funktionen, Vorteile und andere USPs hervor.

2. Anzeigenerweiterungen nutzen

Anzeigenerweiterungen können automatisiert oder auch manuell erstellt werden. Sie bieten eine gute Möglichkeit dem Nutzer mehr Informationen und Kontaktmöglichkeiten zu zeigen und erhöhen die physische Größe Ihrer Anzeige.

3. Standortausrichtungen nutzen

Wenn Ihr Produkt oder Dienstleistung einen lokalen Bezug hat, kann es sinnvoll sein, Anzeigen lokal auszurichten. Dadurch stellen Sie eine lokale Relevanz her und können oft eine doppelt so hohe CTR erzielen.

4. Brand Keyword Kampagnen erstellen

Brand Keywords erklären sich fast von selbst, denn es sind Keywords, die Ihren Markenbegriff enthalten. Eine eigene Kampagne für Ihre Marke zu erstellen und auf die eigene Brand zu bieten, bringt eine hohe CTR mit sich, was sich schließlich positiv auf den Qualitätsfaktor auswirkt.

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5. Keywordplatzhalter verwenden

Die Verwendung von Keyword-Platzhaltern kann ratsam sein, muss es aber nicht. Keyword Platzhalter können die Klickrate erhöhen, da das Wort der Suchanfrage dabei automatisch in den Platzhalter eingefügt wird. Die Anzeige wird somit individueller für Nutzer und kann eben dazu führen, dass Sie öfter geklickt werden. Dies bringt jedoch nichts, wenn Nutzer keine gute Erfahrung auf Ihrer Landingpage haben oder die Anzeige so formuliert ist, dass sie durch ein automatisches Keyword unverständlich wird.

6. Suchanfragenbericht auswerten

Anhand des Suchanfragenberichts lässt sich auswerten, welche Suchbegriffe zur Anzeigenschaltung geführt haben und welche weiteren Begriffe relevant für die Anzeigengruppe sein können. Dasselbe gilt auch für Begriffe, die nicht relevant für die Anzeigengruppe sind und ausgeschlossen werden können. Durch diese stückweise Optimierung kann die Klickrate erhöht werden.

Anzeigenrelevanz

Anzeigenrelevanz scheint auf den ersten Blick ein undurchsichtiger Begriff, jedoch ist bei genauerem Hinsehen ein Muster in Googles Ratschlägen zur Anzeigenoptimierung erkennbar.

1. Granulare Kampagnenstruktur und spezifische Anzeigengruppen

Eine granulare Kampagnenstruktur und entsprechend passende Anzeigengruppen helfen dabei, die Anzeigen so zielgerichtet wie möglich zu verfassen. Um Anzeigengruppen dabei so spezifisch wie möglich zu gestalten, sollte nur ein Produkt oder eine Dienstleistung fokussiert werden. Die Keywords innerhalb einer Anzeigengruppe sollten dabei homogen sein und die gleiche Frage beantworten. Im Hinblick auf die Anzahl der Keywords pro Anzeigengruppe gilt, dass weniger mehr ist. Falls bei der Auswertung der Keywords festgestellt werden kann, dass einige Keywords zwar viele Impressionen haben, aber wenig Klicks generieren, kann es auch sinnvoll sein, eine eigene Anzeigengruppe für dieses Keyword zu erstellen.

2. Keywords richtig auswählen und nutzen

Anschließend an dem obigen Hinweis wollen auch Keywords gut gewählt werden. Am besten eignen sich Keywords, die sich direkt auf das Thema beziehen. Hier haben sich Keywords, die zwei oder drei Wörter (Longtail Keywords) umfassen als besonders effektiv erwiesen. Zum Identifizieren besonders spezifischer Keywords und Keywordgruppen eignet sich auch das n-grams Skript. Hiermit lassen sich sogenannte SKAGs (Single Keyword Ad Groups) finden. Wenn Sie sich auf ein Keyword fokussieren und verschiedene Keyword Optionen nutzen, behalten Sie mehr Kontrolle über die Anzeigenrelevanz. Mit diesem Fokus geht auch einher, dass Sie unterdurchschnittliche und unpassende Keywords gezielt ausschließen können, um sicherzustellen, dass Anzeigen nur für das entsprechende Keyword ausgespielt werden.

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Auch folgender Ratschlag gilt unabhängig von der Optimierung für einen höheren Qualitätsfaktor: Nutzen Sie die Keywords der Anzeigengruppe vor allem im Anzeigentitel und im Text. Wenn der Suchbegriff mit Ihrer Anzeige übereinstimmt, werden die Begriffe von Google hervorgehoben und dementsprechend auffälliger.

3. Testen!

Eine weitere goldene Regel ist das Testen von Ihren Anzeigen. Hier geht es vor allem darum, dass Sie mit verschiedenen Angeboten und Call-To-Actions (CTAs) experimentieren. Bei der Auswertung der Leistung, können Sie feststellen, welche Anzeigen eine bessere Performance erzielen und häufiger ausgespielt werden. Dementsprechend können Sie Ihre Anzeigentexte anpassen oder neue Anzeigen testen.

Neuer Call-to-Action

Nutzererfahrung mit der Landingpage

Die dritte wichtige Komponente zur Ermittlung des Qualitätsfaktors ist die Nutzererfahrung auf der Zielseite. Denn alle Optimierungsmaßnahmen Ihrer Anzeigen bringen nichts, wenn Ihre Zielseite irreführend, unverständlich und nicht passend zur Anzeige sind.

Es sollte für den Nutzer nachvollziehbar sein, wieso er oder sie auf die entsprechende Zielseite geleitet wird. Dabei sollte die Landingpage gut strukturiert und einfach zu navigieren sein. Auch die Ladezeit und Vertrauenswürdigkeit sind wichtig für die Nutzererfahrung in Anbetracht der Schnelllebigkeit der Online Welt.

Falls Sie Formulare verwenden, sollten diese so weit wie möglich vereinfacht werden.

Eine weitere Möglichkeit zur Verbesserung der Landingpages ist auch das Experimentieren mit verschiedenen Layouts, Texten und Überschriften. Implementieren Sie das A/B-Testing, als einen festen Prozess in Ihrem Unternehmen.

Auch sollte berücksichtigt werden, dass immer mehr Nutzer von mobilen Endgeräten Ihre Website aufrufen. Deswegen sollten Websites Smartphone optimiert sein. Das schließt die Navigation und Standortgeschwindigkeit, also den Ort an dem der Nutzer sich mit dem Mobiltelefon bei der Suche befindet, mit ein.

Fazit

Es gibt viele Stellschrauben, um Ihren Qualitätsfaktor zu verbessern. In diesem Blog-Beitrag sind die Einzelheiten zur Optimierung der Klickrate, Anzeigenrelevanz und der Nutzererfahrung mit der Landingpage beleuchtet worden. Besonders herausragend sind die Kampagnen und Anzeigenstruktur, das Pfeilen an den richtigen Keywords, Anzeigentexten und die Qualität Ihrer Landingpages. Zu guter Letzt sollten Sie die Nutzerrelevanz und den Suchintent Ihrer Websitebesucher im Kopf haben. Denn das ist im Online-Marketing trotz allem das Wichtigste!

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