Offpage-Optimierung: Daten führen zum Erfolg › ADVIDERA

Offpage-Optimierung: Daten führen zum Erfolg

Visualisierung der Offpage-Optimierung durch Büroklammern

Früher war die Offpage-Optimierung einfach. Hauptsache so viele Links wie möglich auf die eigene Domain zeigen lassen.

Leichter konnte die Suchmaschinenoptimierung gar nicht sein. Es zählte die reine Masse an Links. Auf Qualität wurde keinen Wert gelegt.

Doch diese Zeiten sind spätestens seit dem ersten Penguin-Update aus dem Jahr 2014, genauer dem 24. April 2012 (Quelle), vorbei. Wer ernsthafte Suchmaschinenoptimierung betrieben hat, hat sich auch davor Gedanken um die Qualität der Links gemacht.

In der Offpage-Optimierung sollte es heutzutage nicht mehr rein um die Menge der eingehenden Links gehen, sondern vielmehr um die Außenwirkung des Unternehmens. Das Umfeld von Verweisen kann einen stark positiven, als auch negativen Einfluss auf die Marke haben.

Im heutigen Blogbeitrag möchte Ich Ihnen zeigen worauf Sie bei der Ausgestaltung des eigenen Linkprofils achten müssen. Wo liegen die Chancen und vor allen Dingen wo sind die Fallstricke einer Überoptimierung.

Der Link-Audit als Einstieg in die Offpage-Optimierung

Wer andere kennt, ist klug. Wer sich selber kennt, ist weise. – Laotse.

Genau diesem Ansatz folgen wir auch bei der Optimierung des eigenen Linkprofils. Zuerst ist es wichtig die Ausgangssituation zu kennen. Erst danach kann eine Optimierung folgen.

Ankertexte im Linkprofil von advidera.com

Im Bild sehen Sie die eingehenden Ankertexte auf unsere Domain. Auf den ersten Blick sieht alles sehr organisch aus. Sollte es auch, da wir selbst kein aktives Linkbuilding betreiben, aber dazu später mehr.

Welche Metriken im Linkprofil sollte man sich ansehen?

Wer die eigenen eingehenden Links analysieren will, muss wissen welche Metriken erhoben werden sollen. In der Praxis haben sich die folgenden Metriken als wichtig erwiesen:

  • Ankertexte sind der klick- und sichtbare Teil eines Links. Hierüber wird dem Nutzer und Google mitgeteilt worum sich das Linkziel dreht. Der Ankertext in Verbindung mit dem Linkziel erzeugt eine Relevanz zu einem Suchbegriff. An dieser Stelle versuchen Suchmaschinenoptimierer immer wieder zu manipulieren. Und genau an diesem Punkt greift auch der Penguin-Algorithmus. Werden die Ankertexte überoptimiert, sinkt das Ranking anstatt zu steigen. Daher ist es essentiell zu wissen wie die Ankertext-Verteilung im eigenen Linkprofil aussieht.
  • Deeplink-Ratio ist das Verhältnis von Startseiten zu Unterseiten-Links. In der Regel befinden sich in Shops oder auch im B2B-Umfeld die wichtigsten Inhalte in der Tiefe der Domain. Ein einfallsreicher Artikel wird in den seltensten Fällen auf der Startseite publiziert, sondern genau wie bei uns auch auf einer Unterseite. In den meisten Fällen hat eine gesunde Domain mehr Deep-Links als Startseiten-Links. Auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel.
  • Die Link-Status-Verteilung gibt Auskunft über die Verteilung von nofollow zu dofollow-Links. Links die mit dem rel=”nofollow”-Attribut gekennzeichnet sind vererben keine Rankingsignale. Ein solcher Link hilft also nicht bei einer besseren Positionierung in den Suchmaschinen. Ist ein solcher Verweis deswegen wertlos? Nein, denn noch immer können Nutzer mit dem Link interagieren. Es fließt weiterhin Traffic zu Ihrer Seite und Nutzer können die gewünschten Ziele auf Ihrer Webseite erreichen. Ein nicht manipuliertes Linkprofil hat in der Regel einen relativ hohen Anteil an nofollow-Links. Dies liegt daran, dass viele Content Management Systeme wie WordPress oder auch Forensoftware externe Links von Haus aus mit dem rel=”nofollow”-Attribut maskieren.
  • Aus welcher Art von Links besteht mein Linkprofil? Ich teile Links in drei Klassen ein. Textlinks, Bildlinks und Links aus Weiterleitungen. Hierbei beziehe ich mich immer auf den klick- und sichtbaren Teil des Links.
  • Von welchem Seiten-Typ erhalte ich Backlinks? Stammen die meisten Links aus Blogs, Foren oder doch anderen Quellen? Das Wissen über den Seiten-Typ bietet uns, vor allen Dingen im Vergleich zur Konkurrenz, die Chance zur Optimierung.

Zur Erhebung dieser Daten gibt es viele Tools am Markt. Bei uns in der Agentur nutzen wir die LinkreasearchTools. Der Grund dafür ist die Aggregation von mehreren Datenquellen. Daraus ergibt sich das vollständigste Bild eines Linkprofils, im Vergleich zu anderer Software am Markt.

Da wir nun wissen welche Metriken in der Offpage-Optimierung von Bedeutung sind. Kann man aus diesen Daten eine Optimierung ableiten? Nein! Dies ist der Punkt an dem viele einen großen Fehler machen.

Auf Grundlage des eigenen Linkprofils und aus einem Bauchgefühl heraus, kann keine Strategie entwickelt werden. Eine Strategie, die auf Daten basiert, kann nur im direkten Vergleich zu den Top 10 Konkurrenten der jeweiligen Nische erstellt werden.

Jede Nische ist anders und es herrschen unterschiedliche Gesetzmäßigkeiten

“wieso komme ich mit meiner Domain nicht in die Top10? Bei einem anderen Projekt habe ich genau das gleiche gemacht!”

Es gibt weit über 200 Rankingfaktoren (Onpage und Offpage) die von Unternehmen mehr oder weniger aktiv beeinflusst werden können. Davon auszugehen, dass diese Faktoren für jede Nische gleich gewichtet werden, ist schlichtweg naiv. Searchmetrics hat diese Hypothese im Jahr 2016 durch eine Studie bestätigt (Quelle).

In der Offpage-Optimierung können wir die unterschiedlichen Gewichtungen sehr gut an den Ankertexten festmachen. So dürfen Money-Keywords in der Finanzbranche bis zu 63 % aller Ankertexte ausmachen, siehe Screenshot.

Ankertext-Verteilung im Finanzsektor

Im Vergleich dazu darf die maximale Ausprägung von Money-Keywords in der Metallindustrie nur ca. 10 % betragen.

Ankertext-Verteilung in der Metallindustrie

Die Rahmenbedingungen könnten also unterschiedlicher nicht sein. Das beantwortet auch die Frage, wieso es mit dem gleichen Vorgehen bei zwei unterschiedlichen Domains (Nischen) nicht funktioniert hat.

Die unterschiedlichen Gesetzmäßigkeiten gelten dabei nicht nur für Nischen. Sogar auf der Ebene der Suchbegriffe liegen differierende Ranking-Faktoren an.

Die Konkurrenz in der Offpage-Optimierung muss auf Basis von Suchbegriffen erhoben werden

Wir fahren regelmäßig für große und mittlere Unternehmen Link-Audits. Einen Satz hören wir nach einem Audit besonders oft: “Die von Ihnen genannten Konkurrenten stehen nicht im Wettbewerb mit uns”.

Oftmals werden Unternehmen aus der näheren Umgebung, mit einem ähnlichen Produktsortiment, als Konkurrenz gesehen. Jedoch sind dies nicht immer die Konkurrenten mit denen wir uns um die Top-Positionen in den Suchergbenissen duellieren.

In der Offpage-Optimierung muss die Konkurrenz über das Keyword definiert werden. Wenn also ein relevantes Ranking zum Suchbegriff “Kredit abschließen” gewünscht ist, dann sind die Top 10 Ergebnisse zu diesem Suchbegriff Ihre direkte Konkurrenz. Es spielt keine Rolle, ob sich das Produkt stark von Ihrem unterscheidet. Für den potenziellen Kunden stehen diese Webseiten auf der ersten Suchergebnis-Seite zur Auswahl und beeinflussen seine Kaufentscheidung.

Jetzt wissen wir, welche Webseiten unsere direkten Konkurrenten sind und können auf dieser Basis einen SOLL-IST-Vergleich anstreben. Die IST-Daten haben wir bereits in der Analyse des eigenen Linkprofils erhoben. Der Vergleich findet nun mit den gesammelten Daten der Top 10 Konkurrenten statt.

Diese Webseiten sind zu den von Ihnen gewünschten Suchbegriff in den Top 10 und machen demzufolge bereits einiges richtig. Die Top 10 Suchergebnisse geben die Rahmenbedingungen für die Offpage-Optimierung vor.

Probleme erkennen, Chancen nutzen

Die Gründe für ein schlechtes Ranking können man­nig­fal­tig sein. Anfangen bei einer fehlerhaften technischen Basis, über dünnen Content bis hin zu manipulierten Links.

Wir vergleichen das eigene Linkprofil mit den im ersten Schritt definierten Link-Metriken. Mit dem Ziel Probleme und Chancen zu erkennen.

Damit das ganze Etwas plastischer wird, greifen wir auf ein reales Beispiel zurück. Nachfolgend sehen Sie die Deep-Link-Ratio einer Domain aus dem Finanzsektor.

Deep-Link-Ratio einer Domain

Wie im obigen Diagramm sehr gut zu erkennen ist, zeigen zu viele Links auf die Startseite der Domain. In Regel befinden sich lesenswerte Inhalte jedoch in der Tiefe der Domain. Produkte in einem Shop oder auch Detail-Seiten einer Dienstleistung sind über Deep-Links erreichbar.

An diesem Punkt sollten Sie sich Gedanken über Ihre Seite machen. Sind Ihre Inhalte so schlecht, dass diese nicht verlinkt werden? Oder haben Sie vielleicht versucht ins Linkmarketing einzugreifen? Wie dem auch sei, Ihre Webseite spielt nicht in den Rahmenbedingungen Ihrer Nische.

Jetzt muss gehandelt werden. Es werden mehr eingehende Links auf Unterseiten benötigt. Wie dies erreicht wird, lasse ich bewusst offen. Eine Möglichkeit wäre hochwertige Inhalte zu erstellen, die von den Lesern Ihrer Seite gerne verlinkt werden.

Aufbauend auf dieser Systematik müssen alle weiteren Metriken wie Ankertexte, Link-Status-Verteilung, Seitentypen und Link-Art überprüft werden. Somit können Probleme erkannt und Chancen genutzt werden.

Vor allen Dingen die Ausgestaltung der Ankertexte bietet große Chancen, aber auch hohe Risiken. Ein Linkprofil mit einer hohen Konzentration von Money-Keywords (im Vergleich zur Konkurrenz) wird in den Rankings schnell herabgestuft. Eine Seite mit zu wenigen Money-Keywords (im Vergleich zur Konkurrenz) nutzt seine Möglichkeiten nicht.

Man bewegt sich auf einem schmalen Grat zwischen Überoptimierung und dem nicht genutztem Potenzial.

Diese Erkenntnis kann nur durch den Vergleich mit der Konkurrenz erlangt werden. Alle anderen Maßnahmen, die nur auf das eigene Linkprofil abzielen, können als Blindflug gesehen werden.

Woher erhalten Sie die Links zur Offpage-Optimierung?

Nun wissen Sie wie Ihr Linkprofil ausgestaltet werden muss. Der Weg dorthin ist nicht leicht und vor allen Dingen nicht von heute auf morgen erledigt.

Nachhaltiger Linkaufbau benötigt wie ein guter Wein – Zeit. Im Idealfall werden gar keine Links aktiv aufgebaut, sondern Sie werden von anderen Webmaster eigenständig verlinkt.

Wir möchten Ihnen nun zeigen welche Möglichkeiten Sie haben die Popularität Ihrer Webseite im Netz zu steigern.

Sehr gute Inhalte, nicht mehr.

Sowohl für die Suchmaschinenoptimierung, als auch für den Linkaufbau, sind sehr gute Inhalte der Schlüssel zum Erfolg. Wir selbst betreiben als Agentur kein aktives Linkmarketing, sondern fokussieren uns auf die Erstellung von Inhalten.

In unserem Glossar haben wir inzwischen weit über 300 Fachbeiträge zu Marketing-Themen geschrieben. Das Ergebnis? Wir erhalten fortlaufend eingehende Links aus einem themenrelevanten Umfeld. Unsere Rankings verbessern sich dadurch fortlaufend.

Entwicklung der Sichtbarkeit von advidera.com nach Sistrix.

Passiv Links einsammeln, das ist es auch, was Google sich wünscht. Links zu einer Webseite können als Empfehlung gesehen werden und sollten daher immer nur ein Nebenprodukt von hochwertigem Inhalt sein.

Worüber sollen Sie schreiben? Versetzen Sie sich dazu in Ihren Kunden. Welche Probleme haben Ihre Kunden? Bietet Ihr Produkt dazu die Lösung? Identifizieren Sie häufig gesuchte Themen in einer Keyword-Analyse.

Themen lassen sich immer finden. Werden Sie kreativ.

Werden Sie Teil der Community!

Geben ist seliger denn nehmen. Dieser Slogan trifft es beim Linkmarketing genau.

Gibt es Foren, Blogs oder Facebook-Gruppen in denen sich potenzielle Kunden treffen? Dann haben wir einen idealen Ort gefunden, um Menschen zu helfen.

Denken Sie nicht einmal im Traum daran direkt Ihre Werbung zu platzieren. Dies wird im Normalfall auf Dissonanz stoßen. Schalten Sie sich in Diskussionen ein und lösen Sie die Probleme der Nutzer.

Wenn Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung einen Teil zur Lösung beitragen kann, sehr gut. Stellen Sie es in einem Beitrag jedoch nicht in den Fokus.

Durch diese Methodik ist ein schneller Aufbau einer guten Reputation für Ihr Unternehmen möglich. Als Nebenprodukt werden in Postings, zur weiteren Hilfe, natürlich auch Verweise gesetzt. Da die gesetzten Links im direkten Zusammenhang mit der Problemlösung stehen, sind Verkäufe über die Verweise zu erwarten. Dies macht die Beteiligung an einer Community doppelt interessant.

Ebenfalls spielen diese Links positiv auf das Ranking ein.

Neben diesen zwei vorgestellten Möglichkeiten gibt es noch zahlreiche weitere. Es würde aber den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Wir möchten trotzdem noch auf einen Punkt eingehen. Links die man besser nicht legen sollte.

Finger weg, diese Links sind gefährlich

Die Suchmaschinenoptimierung ist nicht in Schwarz oder Weiß zu kategorisieren. Manche Methoden führen jedoch regelmäßig zu einer schlechten Positionierung. Wir möchten Ihnen zeigen, auf welche Taktiken Sie bereits heute verzichten sollten.

  • Webkataloge sind einfach nicht mehr zeitgemäß. In einer Zeit vor Google hatten redaktionell gepflegte Webkataloge wie DMOZ durchaus ihre Daseinsberechtigung. Sie stellten den Einstieg ins Web dar. Heute machen dies Suchmaschinen wie Google und Bing. Somit ist diese Form der Verzeichnisse heutzutage obsolet.
  • Ebenso wenig sollten Artikelverzeichnisse genutzt werden. Artikelverzeichnisse wurden nur aus einem einzigen Grund ins Leben gerufen – um Backlinks zu generieren.
  • Social Bookmarks sind ebenfalls ein Relikt aus der Vergangenheit. Browser beherrschten die Synchronisation von Lesezeichen noch nicht, das war die Zeit der Social Bookmark Portale. Über einen Login oder auch öffentlich, hatte man Zugang zu seinen persönlichen Lesezeichen. Inzwischen können alle modernen Browser (wie Chrome oder Firefox) die Lesezeichen zwischen Geräten synchronisieren. Social Bookmark Dienste wurden gezielt zur Manipulation der Suchergebnisse genutzt.
  • Reziproker Linktausch. Noch immer erhalten wir täglich Anfragen zu einem direkten gegenseitigen Verlinken. Im Einzelfall können solche Links durch Kooperationen Sinn ergeben. Google erwähnt den Linktausch explizit in seinen Guidelines mit folgendem Wortlaut: “Exzessiver Linktausch („Verlink auf meine Website und ich verlinke auf deine“) oder Partnerseiten zu dem ausschließlichen Zweck der gegenseitigen Verlinkung”. Daher ist die Menge an Links entscheidend.
  • Linkkauf über diverse frei zugängliche Plattformen. Es scheint so leicht, ich gebe das Geld, Du mir den Link. Bei einem Linkbroker kann sich jeder Nutzer, ohne Verifizierung, anmelden. Wieso sollte Google die möglichen Linkgeber dann noch nicht kennen? Diese Frage sollte sich jeder stellen.

Des Weiteren sollten Sie grundsätzlich von allen automatischen Linkaufbau-Methoden Abstand nehmen. Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass solchen Methoden zum Black-Hat-SEO gezählt werden. Die Folgen werden schlechte Rankings oder gar ein Ausschluss aus dem Index von Google sein.

Fazit

Wer heute noch blind Links aufbaut, darf sich nicht über sinkende Rankings wundern. Vertrauen Sie nicht auf Ihr Bauchgefühl, sondern schaffen Sie belastbare Daten.

Kennen Sie Ihr und das Linkprofil der Konkurrenz. Nur so ist es Ihnen möglich Probleme und Chance zu identifizieren.

Versuchen Sie nicht manipulativ Links zu erzeugen, sondern lassen Sie Ihre Webseite Links sammeln. Ein Backlink sollte immer nur ein Nebenprodukt aller Ihrer Maßnahmen sein.

Liebt Suchmaschinen und liebt Traffic. Immer auf der Suche nach neuen Trends und Taktiken, um Ihre Webseite zum Erfolg zu bringen. Sie möchten auch mehr aus Ihrer Webseite holen? Dann nehmen Sie noch heute Kontakt zu uns auf!

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