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OMWest Barcamp 2019 Recap

omwest recap

Am 26.04.2019 fand das zweite OMWest Online Marketing Barcamp im AXA Gebäude in Köln statt. Die Konferenz dient zum Wissensaustausch zwischen Online-Marketing Profis, bietet aber auch für Anfängern einen großen Mehrwert. Nachfolgend erzähle ich über meine persönlichen Erfahrungen auf der Konferenz.

Frühstück

Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages, hat einst jemand schlaues gesagt. Dieses Statement wurde auch bei der OMWest als wichtig empfunden, denn direkt nach dem Einchecken konnte man sich die erste Tasse Kaffee nehmen und entspannt auf die Überführung zum Seminarraum warten. Schnell kam ich in Kontakt mit anderen Online Marketern und wir haben uns sehr nett unterhalten bis wir in den Flur geführt worden sind, wo auf uns ein ausgiebiges Frühstück wartete. Neben kleinen Snacks und Kaffee gabs auch jede Menge Obst. Ganz gesund. 🙂

Vorstellungsrunde

Im Seminarraum saßen gefühlt 300 Leute. Ich dachte mir, dass die Vorstellungsrunde etwas zu lange dauern könnte. In der Tat konnten sich alle 250 Teilnehmer innerhalb von ca. 35 Minuten vorstellen. Man musste einfach den Namen, den Twitter-Tag und drei Hashtags nennen. Die meisten nannten dabei ihre Tätigkeitsbereiche, wie z. B. Content-Marketing oder Einzelhandel. Mehrere Teilnehmer hatten Hashtag #Kaffee, was aufgrund der frühen Morgenstunde kein Wunder war.

Sessionplanung

Jeder konnte eine Session zu einem Online Marketing bezogenen Thema halten. Eine Session konnte sowohl ein Vortrag, als auch eine Diskussionsrunde, oder einfach Erfahrungsaustausch sein. Sehr viele Freiwillige haben sich zum Session-Halten gemeldet und die Boards mit geplanten Sessions waren rasch voll.

Erste Session: Julia Reuter über ein positives Nutzererlebnis

Julia war ausgezeichnet gut vorbereitet und erzählte uns, warum ein positives Nutzererlebnis wichtig ist und wie man dieses erzielen kann. Außerdem wurde von Julia die Wichtigkeit der Emotionen im Marketing betont. Dies hat mich schnell an das Buch “Youtube Marketing. Erfolg mit Online Videos” von Christian Tembrink und Marius Szoltysek erinnert, wo der große Stellenwert der Emotionen im Online Marketing auch betont wird.

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Julia erklärt die Wichtigkeit der richtigen Definition der Zielgruppe

Session 2. “Trau nicht den Statistiken, die du nicht selber gefälscht hast” von Patrick Ugol

Seit meinem Studium bin ich kein großer Fan von Statistik, aber der Titel hat mich so sehr angesprochen, dass meine Füße mich selbst in den richtigen Seminarraum geführt haben.
Patrick Ugol von Sistrix hat auf eine leicht verständliche Art und Weise erklärt, warum man keinen Statistiken trauen sollte. Das folgende Bild zeigt das deutlich: die Grafik links zeigt auf den ersten Blick eine vernünftige Steigerung. Die Grafik rechts hingegen keine große Steigerung. Was ist das Problem? Diese zwei Grafiken zeigen die gleiche Entwicklung über die Y-Achse. Optisch entsteht der Eindruck, dass der Wert sich so gut nach oben entwickelt hat. In der Tat war das aber nicht der Fall.

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Die gleiche Wertentwicklung kann auf zwei Wege dargestellt werden

Das nächste angesprochene Thema war Wahrscheinlichkeiten. Hauptstatement: man sollte alle Varianten zeichnen, insofern es möglich ist, um besseres Bild der Situation im Kopf zu haben.

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Wahrscheinlichkeiten sind unwahrscheinlich schwer
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Wahrscheinlichkeiten am Beispiel von Patrick erklärt

Der nächste Punkt, den Patrick angesprochen hat, bezog sich auf die Beziehung zwischen Korrelation und Kausalität. Auf dem Bild unten ist eine Grafik. Man sieht eine eindeutige Korrelation zwischen den Verkaufszahlen von japanischen PKWs in den USA und Selbstmördern, die ein Auto als Suizidmittel benutzt haben. Heißt das, dass Donald Trump gleich die japanische Autoindustrie angreift ? Nein! Denn es besteht keine Kausalität dazwischen, auch wenn die Grafiken so ähnlich verlaufen. Also, es sollte sich immer gefragt werden, ob die Werte, die in Korrelation gebracht werden, miteinander etwas zu tun haben.

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Kausalität zwischen Selbstmördern und Anzahl der verkauften Autos? Nö, gibt es nicht!

Der letzte Punkt im Vortrag von Patrick war das Thema Mittelwert. Diesmal war es fast selbsterklärend. Ein Beispiel: im Durchschnitt verdient man in Deutschland, sagen wir mal 2000 Euro/mtl. Doch es gibt viele Menschen, die 20000 Euro/mtl verdienen und Studenten, die nur 700 Euro/mtl verdienen. Liefert so ein Mittelwert einen echten Mehrwert?

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Der gefährliche Mittelwert

Session 3. “VR und AR im Online Marketing. Einfluss auf SEO” von Jessica Wermke

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Beispiele von AR und VR

Der zweitinteressanteste Vortrag, den ich bei der OMWest erleben durfte. Hier ging es um die Entwicklung von digitalen Schaufenstern und virtuellen Realität, unter anderem VR-Shops.
Es gibt bereits beispielsweise eine App von Ikea, wo man ein Möbelstück mit Hilfe von einem Smartphone im Zimmer “platzieren” und beurteilen kann, ob das passt.
Leider sind wir alle zum Ende der Session zum Fazit gekommen, dass diese Technologien relativ lang brauchen, um in Deutschland implementiert zu werden, denn dafür fehlt es an sozialer Akzeptanz und die Kosten der Verwirklichung von diesen AR- und VR-Ideen sind hoch.

OMWest Recap
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Session 4. “Customer Feedback ist toll”

Diese Session fand in Form einer Diskussionsrunde statt. Der Speaker der Session hat ein bisschen über seine eigenen Erfahrungen zum Thema Customer Feedback erzählt. Wir konnten uns ganz gut über das Thema austauschen und waren uns einig, dass es nicht immer möglich ist, Kundenfeedback umzusetzen.

Session 5. Kommunikationsprobleme intern und extern

Die Überschrift erklärt sich von selbst. Nicht immer ist der Kunde gleich der Ansprechpartner. Daraus resultieren sich oft Probleme. Wie gehen Informationen aus den Telefonaten mit Kunden nicht verloren? Wie strukturiert man sie am besten? Und viele weitere Fragen zum Thema wurden besprochen.
Ein Statement von einem Teilnehmer, der mich ein bisschen überrascht hat und der aber viel Zustimmung im Raum fand war, dass es am effizientesten ist, Kunden bei Problemen anzurufen, anstatt anzuschreiben. Das Argument, dass bei einer Email Intonation und Emotion verloren gehen und auch eine nette Email böse ankommen kann konnte ich gut nachvollziehen. Aus meiner Sicht ist es aber der einzige Vorteil von Telefonaten.

Session 6. Best of Content SEO Fails von Thomas Mindnich

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So sollte man keine SEO-Texte schreiben

Thomas hat eine richtig lustige und humorvolle Session über die gängigsten SEO-Fehler gehalten. Wie ich von anderen Teilnehmern erfahren habe, war seine Session eine der am meisten erwarteten, was auch hohe Anzahl an Konferenz-Teilnehmern bestätigt hat.

Session 7. Zukunft des Homeoffice

Die letzte Session vor der offiziellen Schluss-Session war Session zum Thema Zukunft des Homeoffice. Die Runde war wirklich klein aber interessant. Jeder hat eigene Erfahrungen mit dem Homeoffice mitgeteilt. Bei einem Kollegen war das Problem, dass er sich im Homeoffice gar nicht konzentrieren kann und sich leicht ablenken lässt. Die andere Teilnehmerin klagte, dass ihr Umfeld das Thema Homeoffice anders wahrnimmt als es ist.
Wir haben erfahren, dass selbst AXA in kommenden Jahren viele Stellen auf Fernarbeit verlagern wird, ohne dass die Mitarbeiter ins Büro müssen.
Was bei mir ein wirkliches Wow ausgelöst hat, war, dass jemand erzählt hat, dass es Firmen gibt, die klare Vorgaben für das Homeoffice haben, wie z.B. dass man nicht im Bett arbeiten darf und unbedingt ein separates Zimmer haben muss.

Abschluss-Session

Bei der Abschluss-Session haben Verena und Michael (Veranstalter) ein Gewinnspiel gestartet, bei dem man wertvolle Geschenke gewinnen konnte. Ich habe leider nichts gewonnen, aber die Gewinnwahrscheinlichkeit lag ja auch bei 1:250 (in Erinnerung an den Vortrag von Patrick). Nach der Abschluss-Session wurden wir zum Essen eingeladen, wo man weiter Networking betreiben konnte.

Fazit

Das OMWest Barcamp ist eine tolle Veranstaltung, um sich in verschiedenen Bereichen des Online Marketings weiterzubilden und Erfahrungen auszutauschen. Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr auch mit dabei sein kann.

Was hat mir gefallen:

  • Coole Atmosphäre
  • Interessante Sessions
  • Verpflegung

Was hat mir nicht wirklich gefallen:

  • Die Mittagspause wurde nicht wirklich eingeplant
  • Viele interessante Sessions liefen parallel

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