Die 6 wichtigsten Rankingfaktoren

Rankingfaktoren

Für effiziente SEO-Maßnahmen müssen Sie immer auf dem neuesten Stand sein, welche Rankingfaktoren Spitzenpositionierungen bei Google hervorzaubern. In den vergangenen Jahren ist Google immer komplexer geworden, der Algorithmus komplizierter und undurchsichtiger. Wirbelten vor wenigen Jahren noch lange Listen mit mehreren hundert Rankingfaktoren durchs Web, so ist die Zahl der eindeutig benennbaren Faktoren mittlerweile geschrumpft. Experten stellten bei Seachmetrics die These auf, dass inzwischen zu viele Faktoren Einfluss auf die Suche nehmen; anschließend proklamierten sie, dass es keine allgemeingültigen Rankingfaktoren mehr gäbe.

Und nun? Gibt es jetzt gar keine Rankingfaktoren mehr? Doch. Es gibt weiterhin Variablen, deren Vorhanden- oder Nichtvorhandensein das Ranking positiv oder negativ beeinflussen können.  Welche Rankingfaktoren gelten also heute noch und was bedeuten sie für das SEO? In diesem Artikel verraten wir es Ihnen.

Beim Crawlen arbeitet Google keine fixe Checkliste ab, um die Relevanz und das Ranking einer Website zu bestimmen. Dafür ist die Suche tatsächlich zu komplex geworden; laut Searchmetrics variieren die Faktoren je nach Branche stark. Für das Online Marketing, insbesondere fürs SEO, heißt das, dass es immer schwieriger wird, eindeutige Kriterien zu benennen, die die Sichtbarkeit einer Website beeinflussen.

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1) Content

Content is King. Das dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Die Zeiten, in denen lange Texte mit Keywords verstopft wurden, um möglichst relevant zu erscheinen, sind längst vorbei. Durch seine Updates sorgt Google seit Jahren dafür, dass Websites mit nützlichen und gut lesbaren Inhalten, die relevant für die Suchanfrage des Users sind, Spitzenplätze in den Suchergebnissen erlangen. Seit einigen Jahren steht der holistische Ansatz ganz oben. Bedeutet: Ganzheitlicher Content, der sich einem Themengebiet von jeder Perspektive widmet, wird in der Regel bei jeder relevanten Suchanfrage ein gutes Ranking erzielen.

Relevanter Content steht also auf Platz 1 der wichtigsten Rankingfaktoren. Die Lesbarkeit von Texten ist ebenfalls eine wichtige Größe: Eine saubere Textstruktur, H1-Überschriften und strong-Tags erleichtern es nicht nur den Usern, sondern auch den Crawlern, relevante Inhalte zu identifizieren.

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Beispiel: Sucht man bei Google nach Rezepten für Zimtsterne, landet das Snippet von lecker.de ganz oben im Ranking:

Relevanter Content ist einer der wichtigsten Rankingfaktoren.

Die Zielseite bietet nicht nur eine knappe Backanleitung, sondern leitet den User Schritt für Schritt, mit vielen Bildern und ausführlichen Erklärungen, durch das Rezept – inklusive Ideen zu Abwandlung und Verzierungsvorschlägen. Der Zimtsternliebhaber findet hier also alles, was das Herz begehrt. Man beachte: Die Seite nutzt H1 und H2-Überschriften, in denen das Keyword vorkommt, und hebt wichtige Schlagwörter mit dem strong-Tag hervor. Zusätzlich zu Text und Bildern steht auch ein Video zur Verfügung. Dem Nutzer wird also multimedialer, vielfältiger Content geboten, nach SEO-Kriterien ist der Text gut aufbereitet, also belohnt Google ihn mit einem guten Ranking.

Weitere Faktoren, die für SEO-Maßnahmen beachtet werden sollten:

  • die Länge des Texts
  • Keywords in der Description
  • Keywords im Titel
  • Keywords in der H1

Wichtig: Content steht nicht für sich allein. Er beeinflusst auch andere Rankingfaktoren, wie etwa die Nutzersignale und und die technische SEO. Deshalb sollte bei einer Optimierung zuerst beim Content angesetzt werden.

2) Backlinks

Laut Searchmetrics nimmt die Bedeutung von Backlinks seit Jahren kontinuierlich ab. Bedeutet das nun, dass Backlinks kein Rankingfaktor mehr sind? Natürlich nicht. Wie Google-Mitarbeiter kontinuierlich bestätigen, spielen Backlinks weiterhin eine wichtige Rolle für die Sichtbarkeit – nur eben nicht mehr so, wie es vor Jahren der Fall war. Vor dem Google-Penguin-Update war Link-Kauf und das Zuspammen von Foren, Gästebüchern und Blog-Kommentarspalten mit irrelevanten Links eine gängige SEO-Methode, um das Ranking positiv zu beeinflussen. Mittlerweile straft Google solche Linkbuilding-Maßnahmen rigoros ab. Klasse statt Masse heißt das Zauberwort: Im Optimalfall sind Links themenrelevante Weiterempfehlungen. Websites mit einem natürlichen Linkprofil und wenigen eingehenden Links von Seiten mit hohem Trust Rank profitieren eher im Ranking als Seiten mit vielen, aber qualitativ minderwertigen Links.

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Da Link nicht gleich Link ist, sind auch die verschiedenen Link-Arten wichtige Rankingfaktoren (Aufzählung nach abnehmender Wichtigkeit):

  • die Anzahl der Nofollow-Backlinks
  • generelle Anzahl der Backlinks
  • die Anzahl der Dofollow-Links

Linkaufbau bleibt also weiterhin eine wichtige SEO-Maßnahme.

3) RankBrain und User Signals

RankBrain ist eine künstliche Intelligenz, die 2015 in den Algorithmus implementiert wurde und die darauf abzielt, Suchanfragen besser zu verstehen und passende Suchergebnisse auszuspielen. Dabei orientiert sich RankBrain mit wachsendem Lernstatus an der gesprochenen Sprache. RankBrain ist auch in der Lage, anhand von Nutzersignalen zu analysieren, wie zufrieden User mit der Website sind. Die drei wichtigsten Nutzersignale sind:

Diese Signale geben Aufschluss darüber, ob Nutzer auf der entsprechenden Seite wirklich die Informationen finden, die sie mit ihrer Suchanfrage angestrebt haben, kann aber auch Rückschlüsse auf die User Experience zulassen (siehe Punkt 6). Entsprechend sollten die User Signals im SEO als Grundlage für die Verbesserung der User Experience und der Content-Relevanz genutzt werden.

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4) Technik

Technisches SEO wird immer wichtiger für gute Rankings. Ganz oben auf der Liste der technischen Rankingfaktoren:

  • Verschlüsselung: SEO-Experten haben eine Korrelation zwischen einer vorhandenen HPPS-Verschlüsselung und guten Rankings festgestellt.
  • Seitenladezeit: Ein schlanker Quellcode beschleunigt eine Website. Gerade im Hinblick auf mobile Nutzer, genauso aber für Desktop-User, ist eine schnelle Seitenladezeit ein Rankingfaktor.
  • Vorhandensein von H1 und H2-Überschriften: Klingt banal, ist aber wichtig. Die richtige Strukturierung von Content erleichtert den Bots das Crawlen der Seite und lässt auch auf eine gute Aufbereitung der Inhalte für den Nutzer schließen.
  • Anchor-Texte: “hier” oder ähnliche undurchschaubare Verweise kommen als Ankertext nicht mehr allzu gut an. Stattdessen sind Money- und Brand-Keywords als Ankertexte auf dem Aufstieg.
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5) Mobil-Freundlichkeit

“Mobile first”, lautet das Motto. Doch was bedeutet das? Dass Google primär die mobilen Versionen von Websites crawlt und ihre Usability und Nutzerfreundlichkeit bewertet. Die Optimierung auf mobile Endgeräte (Smartphones, iPads, Tablets) ist in mehrerlei Hinsicht wichtig: Erstens benutzen mehr User denn je mobile Endgeräte. Zweitens ist die Darstellung auf Smartphone und Tablet stark von den jeweiligen Betriebssystemen abhängig; der Seitenaufbau muss also entsprechend angepasst werden. Drittens nutzen User die Suche auf mobilen Geräten anders: Sie stellen andere Suchanfragen und bevorzugen andere Ergebnisse (z.B. AMPs oder kürzeren Content). Ein responsives Design, kurze Ladezeiten und angepasste Inhalte sind also ein Muss für mobilfreundliche SEO-Maßnahmen.

6) User Experience

Google schreibt sich auf die Fahnen, Suchergebnisse im Sinne des Nutzers zu sortieren. Dazu gehört auch, wie gut sich Besucher auf einer Website zurechtfinden. Als Kriterien hervorzuheben sind hier:

  • die Schriftgröße im Hauptbereich
  • die Anzahl der Bilder auf einer Seite
  • Interaktive Elemente
  • Interne Verlinkungen

Im SEO gehören diese Faktoren zur OnPage-Optimierung und sind durchaus Kriterien, die immer im Auge behalten werden sollten, um Besuchern die bestmögliche Erfahrung mit der Website zu gewährleisten. Google belohnt solche Maßnahmen mit verbesserten Rankings. Eine gute User Experience spielt wiederum in positive User Signals.

Fazit

Im SEO wird es immer schwieriger, herauszufinden, welche Faktoren ein gutes Ranking bei Google begünstigen. Die großen Player unter den Rankingfaktoren sind allerdings diejenigen, auf die Google in seinen Webmaster-Tools schon seit Jahren verweist: Qualitativ hochwertiger Content, vernünftiger Linkaufbau und Websites, die ganz auf die Bedürfnisse des Users abgestimmt sind. Das Ranking durch manipulative SEO oder durch Tricksen zu pushen, funktioniert nur noch selten – und das ist auch gut so.

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