Ad Hijacking

Die Suchmaschinenwerbung und Google Ads (früher AdWords) spielen eine wichtige Rolle im Internet. Somit steigt auch der online Markenmissbrauch im Web.

Ad-Hijacking (dt. Werbeanzeigen entführen) steht für geklaute Kopien von Werbeanzeigen anderer Unternehmen oder Marken, die letztlich zur eigenen Webseite führen. Betroffene Unternehmen zahlen dem Hijacker oder den Affiliate Betrügern Provisionen, sobald es zu einem Kaufabschluss zwischen Kunde und Webseite kommt und oft merken Opfer den Betrug nicht sofort.

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Bedeutung Ad-Hijacking

Beim Ad-Hijacking handelt es sich um exakte Kopien einer Werbeanzeige von Marken oder Unternehmen und die Einbindung eines Links zur eigenen Webseite. In der Regel gehört die kopierte Werbeanzeige einer erfolgreicheren Agentur und der hinterlassene Link führt zur Landing-Page des sogenannten Hijackers. So ist es für den Nutzer nicht erkennbar, dass der Anzeigentext im Internet kopiert wurde und die eigene Originalanzeige des Werbenden kann aus dem Suchmaschinenranking verdrängt werden.

Ad Hijacking

Die Ziele beim Hijacking sind Provisionen für Kaufvorgänge zu erhalten. Kommt es zu einem Kaufabschluss, erhält der Hijacker einen Gewinnanteil vom Markeninhaber. Diese Anteile sind meist höher als die Schaltung der Google Adwords Anzeigen und führen jährlich zu Millionen hohen Schäden.

Benefits und Nachteile für Ad Hijacker

Das Konzept des Ad-Hijackings sorgt nicht nur für schnelle und einfache Möglichkeiten an Profite mit wenig Aufwand zu gelangen, sondern bleibt in der Regel für lange Zeit unentdeckt, da die Hijacker ihre Vorgehensweise fast schon perfektioniert haben. Dennoch handelt es sich hierbei um ein betrügerisches Vorgehen und ist somit mit hohem Risiko verbunden. Mithilfe eines steigenden Angebots von diversen Schutz-Tools wie Xamine oder AdPolice wird es für die Entführer immer schwerer, langfristig unentdeckt zu bleiben. Dies führt letztlich dazu, dass Ad-Hijacking langfristig erfolglos ist.

Folgen für Unternehmen

Für den User ist es zu Beginn nicht ersichtlich, dass es sich um eine geklaute Anzeige handelt. Beim Klick auf den Link oder der Seite des vertrauten Unternehmens landet der Nutzer auf einer kuriosen Seite. Dies kann zum Imageschaden eines Unternehmens und weniger Vertrauenswürdigkeit führen. Bei betroffenen Unternehmen entstehen zudem hohe Kosten, da Betrügern Provisionen ausgezahlt werden, die oft lange unentdeckt bleiben.

Für Unternehmer gilt: Eine technische Überwachung schützt vor Betrug.

Rechtliche Vorgehensweise

Die Verwendung eines fremden Markennamens zu Eigenzwecken ist nicht erlaubt. Es handelt sich hierbei um eindeutigen Betrug. Dennoch ist es schwierig für Unternehmen den Betrüger zu finden und strafbar zu machen. Daher lohnt es sich schon im Vorfeld auf Maßnahmen und Schutzfunktionen zurückzugreifen. Somit können mithilfe bestimmter Tools die eigenen Werbeanzeigen überwacht und die Inhaber über verdächtige Anzeigen informiert werden.

Betroffene Unternehmen sollten bei Erkennung eines Betrugs alles dokumentieren und sofort geeignete Maßnahmen in die Wege einleiten. Bei einer Abmahnung ist es wichtig, viele Beweise so schnell wie möglich vorzulegen und gegebenenfalls die Verträge mit ihren Channel-Partnern und Affiliates anzupassen.

Wie funktioniert Ad-Hijacking?

Unternehmen verlieren Geld durch das Zahlen ungerechter Provisionen für Kunden, die eigentlich ihre eigenen werden sollten. Ohne davon zu wissen, verlieren Firmen Geld.

Doch wie funktioniert Ad-Hijacking? Der Affiliate Partner platziert die geklaute Kopie einer Anzeige und überbietet das Angebot von Firmen um einige Cent. Nun werden alle Kunden, die nach dem Keyword des Unternehmens suchen, auf die geklaute Werbung klicken und über die Kanäle des Hijackers geleitet. Dies liegt daran, dass die originale Anzeige durch den Hijacker in den Google Suchmaschinen und die eigenen Ad-Impressionen des Markeninhabers verschwinden.

Ad Hijacking Studie

Wie können sich Marken und Unternehmen vor Ad-Hijacking schützen?

Hinweise für den Betrug zu finden, ist selbst für Experten mal eine Herausforderung, denn Ad-Hijacking ist nicht auf den ersten Blick erkennbar. Affiliates gehen heute deutlich spezialisierter und ausgeklügelter an die Sache heran. Betroffene Unternehmen sollten für einen erfolgreichen Markenschutz stets Ihre Anzeigen und Brand-Keywords kontrollieren und beobachten.

Es gibt einige Anzeichen und Techniken von Affiliate-Betrügern, die Personen im Marketing Bereich kennen und beachten sollten, wenn sie den Diebstahl ihrer Werbung verhindern und die Sichtbarkeit ihrer Marke im Web schützen wollen.

England-Trick

Betrüger haben in manchen Ländern wie Großbritannien kein Risiko, da dieser Betrug nicht überall strafrechtlich verfolgt wird.

Geo-Targeting

Beim Geo-Targeting achten die Verbrecher darauf, dass die geklauten Werbeanzeigen für Unternehmen zunächst nicht erkennbar sind. Dies machen sie, indem sie die Anzeigen für ganze Städte oder sogar Bundesländer, in denen das Unternehmen arbeitet und mitwirkt, ausschalten.

URL-Maskierung

Betrüger verstecken ihren Link, der zur eigenen Webseite führt. Die URL wird daher maskiert und verändert, um nicht aufzufallen.

Rechtschreibfehler und Tageszeiten

Mithilfe von Rechtschreibfehlern im Brand Keyword und der Ausspielung von geklauten Anzeigen in der Nacht oder an Wochenenden ist es häufig schwerer für Unternehmen Markenrechtsverletzungen nachzuweisen. Jedoch kann sich der Traffic bei diesen Methoden vermindern.

Bots

Bots rufen die Suchanfrage für eine Anzeige häufig auf und klicken nicht auf die Anzeige, um die Ad-Qualität und den Quality Score zu manipulieren. Sobald die geklaute Anzeige in der Suchanfrage auftaucht, klickt der Bot vermehrt auf die des Betrügers, sodass sie weiter im Suchmaschinenranking ansteigt.

Affiliate-Ausgaben

Steigende Umsätze der Affiliate Partner können dazu führen, dass diese ungerechte Provisionen einsammeln. Jedoch ist hier Vorsicht geboten, da Affiliate Partner auch fälschlicherweise angeklagt werden können.

Kleinere Suchmaschinen

Es gibt eine Vielzahl weiterer Suchmaschinen wie Yahoo, Baidu, Yandex, Bing und so weiter. Oft erhoffen sich Affiliates dadurch nicht erwischt zu werden, da Google meist die erste Wahl im Suchmaschinenranking ist.

Impressionen

Unternehmen können einen Betrug anhand sinkender oder verschwundenen Ad-Impressionen bei Google Analytics erkennen.

Fazit

Das Ad-Hijacking ist eine große Herausforderung für Unternehmen. Mit dem zunehmenden Verlust von Geld und Sichtbarkeit der Marke im Web ist es für Agenturen schwer den Affiliate Betrüger zu entlarven und strafbar zu machen. Daher lohnt es sich für Firmen im Vorfeld auf eine optimale technische Überwachung zurückzugreifen.

Mit der steigenden Digitalisierung steigt auch die Wahrscheinlichkeit für mehr Cyberkriminalität. Schützen Sie sich mit unserer Hilfe. Das Team von Advidera bietet noch mehr Informationen zu diesem Thema und unterstützt Sie als Ihre Google Ads Agentur dabei.

Häufige Fragen

Was bedeutet Ad Hijacking?

Ad-Hijacking ist das betrügerische Kopieren der Werbeanzeigen von Markeninhabern im Internet. Klickt der Nutzer auf den Link, so wird dieser unwissentlich auf die Kanäle des Hijackers weitergeleitet.

Welche Ziele verfolgen Ad Hijacker?

Die Ziele der Entführer sind Provisionen für Kaufvorgänge zu erhalten. Kommt es zu einem Kaufabschluss, erhält der Hijacker einen Gewinnanteil vom Markeninhaber. Dies führt zu einem hohen Schaden im finanziellen Bereich eines Unternehmens.

Wie schützt sich ein Unternehmen vor Ad-Hijacking?

Für Unternehmen und Marken ist es vorteilhaft schon vorab in Schutz-Tools zu investieren, denn diese können die eigenen Werbeanzeigen beobachten und bei Verdacht den Werbeinhaber informieren. Zudem sollten Inhaber bestimmte Anzeichen für Ad-Hijacking wie den England-Trick oder Rechtschreibfehler und ihre Affiliates Partner genaustens kennen. Ist der Täter entlarvt, so sollten sie die Betrüge dokumentieren sowie Abmahnungen und Anzeigen durchsetzen.

Quellen

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