Blacklist

Eine Blacklist bezeichnet eine Liste von zensierten Inhalten. Im Rahmen der Suchmaschinen handelt es sich hierbei um Webseiten, die gegen Richtlinien verstoßen oder anstößigen Content beinhalten. Insbesondere minderjährige Nutzer sollen dadurch besser geschützt werden. Neben dem Jugendschutz wird Blacklist noch genutzt, um politische Zensur zu betreiben. So werden in Regimes wie Nordkorea und China Blacklists eingesetzt um Kritiken zu verstecken, wodurch die Meinungsfreiheit massiv eingeschränkt wird.

Blacklists bei Suchmaschinen

Jede Suchmaschine hat eine eigene Blacklist. Dadurch werden Webseiten und auch zugehörige IP-Adressen aus den SERPs ausgeschlossen. Da hierzulande vorwiegend Google genutzt wird, behandelt dieser Artikel auch dessen Vorgehensweisen und Eigenschaften.

Eine Webseite kann bei Google auf der Blacklist landen, wenn sie gegen Richtlinien und/oder den Jugendschutz verstößt. Die Suchmaschine löscht und sperrt die Webseite aus dem Index aus, sodass es nicht möglich ist, diese über Google zu finden, selbst wenn nach der spezifischen URL gesucht wird.

Gründe für den Blacklist Eintrag

Neben anstößigen Webseiten können auch Seiten, die massives Spamming betreiben, auf der Blacklist landen. Werden Daten nicht verschlüsselt, stuft Google dies auch als negativ ein und kann eine Webseite ausschließen. Dabei kann es sich um eine algorithmische oder eine manuelle Abstrafung handeln. Ist eine Seite erst einmal auf der Blacklist gelandet, kann sie mittels eines Reconsideration Requests wieder herausgenommen werden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Fehler und Verletzungen gegen Richtlinien behoben werden. Wie genau dies vonstatten geht, haben wir in diesem Artikel erklärt.

Allerdings gibt es noch weitere Gründe, warum Webseiten auf der Google Blacklist landen können. Das World Wide Web ist weltweit über Ländergrenzen hinweg verfügbar. Allerdings existiert es in keinem politischen, soziologischen oder ökonomischen Vakuum. Auch das Internet muss sich nationalen Gesetzen beugen. Daher können Webseiten in nationale Blacklists eingetragen werden, wenn sie nicht durch den länderspezifischen Filter kommen. Der Jugendschutz ist zum Beispiel nicht in jedem Land gleich geregelt. Daher wird die schwarze Liste an die jeweiligen Gesetzgebungen angepasst.

Blacklist in der Politik

Neben dem oben erwähnten länderspezifischen Filtern können Staaten Webseiten blockieren, um sich vor Kritikern zu schützen. Machthaber befürchten, dass die Meinungsfreiheit zu Unruhen führen und sie schlecht aussehen lassen. Berichten zufolge gibt es in Ländern wie China bereits Whitelists, also Listen, die explizit Erlaubnis darüber gibt, dass Webseiten aufgerufen werden können. Alle Webseiten, die sich nicht auf dieser Whitelist befinden, sind automatisch gesperrt.

Kritik an der Google Blacklist

Die Blacklist steht immer wieder in der Kritik, weil das Internet ursprünglich als freies Netzwerk gedacht war, in dem Ideen und Inhalte weltweit verfügbar gemacht werden. Die Zensur widerspricht diesem Prinzip natürlich. Die grundsätzliche Frage, die sich stellt, ist es, ob Zensur überhaupt betrieben werden sollte, und wenn ja, von wem?

Google ist schließlich nicht nur eine Suchmaschine, sondern auch ein milliardenschwerer Konzern. Ein Konzern, der viel Macht hat. Das schließt auch die Meinungsfreiheit ein, da sie Webseiten blockieren und damit praktisch unsichtbar machen können. Ist eine Webseite nicht über die größte Suchmaschine weltweit auffindbar, kann das zu massiven ökonomischen Folgen führen. Selbst bei einem irrtümlichen Eintrag trägt am Ende der Betreiber das Leid. Google hat nur gute Absichten im Sinn und wollen den Jugendschutz unterstützen. Das ist nur vorbildlich. Allerdings geht es hier um das Prinzip, da Internetriesen wie Google theoretisch die Möglichkeit dazu haben, Zensur zu betreiben.

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