Case Sensitivity ›› Bedeutung & Anwendung › ADVIDERA

Case Sensitivity

Der Begriff “Case Sensitivity” leitet sich aus dem englischen ab und bedeutet im weitesten Sinne soviel wie die Empfindlichkeit bei der elektronischen Datenverarbeitung. Im engeren Sinne bezeichnet der Ausdruck die Sensitivität im Bezug auf Groß- und Kleinschreibung von Textelementen.
In der Informationstechnologie können Abweichungen in Groß- und Kleinschreibung einen bedeutenden Unterschied machen, daher ist es grundlegend, dass die Case Sensitivity je nach Anwendungsbereich angepasst wird.

Case Sensitivity bei Suchmaschinen

Die meisten Suchmaschinen, darunter auch Google, behandeln die Suchanfragen Case Insensitive. Das bedeutet, dass die Suchanfragen unabhängig von Groß- und Kleinschreibung behandelt werden. Die Google-Suche nach “Advidera” führt somit zu den gleichen Ergebnissen wie nach “ADVIDERA” oder “aDVideRa”. Für den suchenden stellt das zunächst eine Erleichterung dar, da bei der Sucheingabe weniger auf die Rechtschreibung geachtet werden muss. Andererseits kann diese Case Insensitivity ebenfalls zu Ungenauigkeiten führen. Ein anschauliches Beispiel für ein Missverständnis aufgrund fehlender Case Sensitivity, ist das Wort Ram. In herkömmlicher Schreibweise ist “Ram” eine hinduistischer Gottheit, während “RAM” (“Random Access Memory”) den Arbeitsspeicher für Computersysteme bezeichnet. Dieses Beispiel verdeutlicht, dass die Vernachlässigung der Groß- und Kleinschreibung vor allem bei Abkürzungen und Akronymen bei der Internet-Suche ein gewisses Fehlerpotenzial birgt.
Google plant für die Zukunft die Suche Case Sensitive dahingehend anzupassen, dass die Suchanfragen besser verstanden und je nach Kontext richtig zugeordnet werden können.

Case Sensitivity für URLs

Domainnamen sind in der Regel Case Insensitive. Das bedeutet, dass die URL www.advidera.com und WWW.Advidera.Com identisch sind. Mit dem Teil der URL, der hinter dem “.com” steht, kann es sich jedoch anders verhalten. Ob dieser Teil Case Sensitive oder insensitive ist, hängt dabei vom Server ab, der die Domain hostet. Server, die mit Windows betrieben werden, legen keinen Wert auf Groß- oder Kleinschreibung. Server, die mit Linux oder Unix betrieben werden sind hingegen Case Sensitive. Hier wird bei einem Deep Link zwischen großen und kleinen Buchstaben unterschieden.
Der zuständige Webmaster sollte daher möglichst genau informiert sein, auf welchen Servern die Webseite läuft und wie dementsprechend die Case Sensitivity konfiguriert ist.

Sonstige Verwendung

In anderen Fällen ist die Case Sensitivity unabdingbar. Bei der Festlegung von Passwörtern wird steht die Sicherheit im Vordergrund. Es liegt auf der Hand, dass ein Wort mit Unterschieden in der Groß- und Kleinschreibung mehr Variationsmöglichkeiten bietet. Das macht es deutlich schwieriger für Außenstehende das Passwort zu entschlüsseln.
Doch auch bei der Vergabe von Usernamen oder Dateinamen wird meist zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden. Diese Case Sensitivity ermöglicht eine höhere Anzahl verschiedener Kombinationen und vereinfacht es somit individuelle Bezeichnungen zu finden. Auch für Textbefehle und anspruchsvolle Programmiersprachen wie C+ oder Python bietet die Case Sensitivity mehr Unterscheidungskraft und Spielraum.

Umgehung von Insensitivity via Canonical Tag

Aufgrund von Case Insensitivity kann es passieren, dass eine URL fälschlicherweise als kleingeschrieben registriert wird. Diese Problematik kann unter Verwendung sogenannter Canonical Tags umgangen werden. Mit Hilfe dieser Canonical Tags kann die fälschlicherweise klein geschriebene URL direkt auf die originale URL verwiesen werden.

Quellen

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