DNS-Server ›› Definition & Bedeutung › ADVIDERA

DNS-Server

Ein DNS-Server ist ein Server, der eine Datenbank mit öffentlichen IP-Adressen und deren zugehörigen Hostnamen enthält. Im Regelfall dient der DNS-Server als Übersetzer, indem die Hostnamen in IP-Adressen auflöst bzw. übersetzt werden. Das Resultat sind eine Reihe von Zahlen, die zu einer für den Menschen lesbaren URL werden. DNS-Server führen dabei eine spezielle Software aus und kommunizieren über gesonderte Protokolle miteinander.

Was sind DNS-Server?

Das Domain Name System (DNS) ist ein hierarchisches, dezentrales Benennungssystem für Computer, Dienste oder andere Ressourcen, die mit dem Internet oder einem privaten Netzwerk verbunden sind. Es verknüpft verschiedene Informationen mit Domain-Namen, die jedem teilnehmenden Computer/ Dienst zugewiesen wird. Ein DNS-Server wird allgemein als ein System zur Übersetzung eines geläufigen Domain-Namen aus den numerischen IP-Adressen verstanden. Zur Identifizierung und Lokalisierung der verschiedenen Computerdienste werden die dem DNS-Server zugrunde liegenden Netzwerkprotokolle benötigt. Durch die Bereitstellung eines weltweit verteilten „Directory Service“ (zu dt. Verzeichnisdienst) ist das Domain Name System (DNS) seit 1985 ein wesentlicher Bestandteil des Internets.

Das DNS delegiert die Verantwortung für das Zuweisen von Domain-Namen und das Zuordnen dieser Namen an verschiedene Internetressourcen, indem autoritative Nameserver für jede Domain festgelegt werden. Auch können Netzwerkadministratoren Berechtigungen für Subdomains ihres zugewiesenen Namensraum an andere Nameserver weiter delegieren. Dieses System beschreibt somit einen dezentralen Service und wurde eigens entwickelt, um zentrale Datenbanken zu vermeiden. Das Domänennamensystem spezifiziert auch die technische Funktionalität des Datenbankdienstes, der in seinem Kern liegt. Es definiert sich als Teil der Internet Protocol Suite des DNS-Protokoll, eine detaillierte Spezifikation der Datenstrukturen und des Datenaustauschs, die im DNS verwendet werden.

Funktionsweise

Eine häufig verwendete Analogie, um einen das Domain Name System nahezulegen, ist, dass es sich quasi als das Telefonbuch des Internets verhält, indem es ähnlich der Suche nach einem Namen im Telefonbuch, den Weg über die bekannte Rufnummer (hier IP-Adresse) wählt. In diesem Fall wird auch von einem sog. Reverse DNS Lookup (rDNS) gesprochen. Im Gegensatz zu einem Telefonbuch lässt sich der DNS- Server jedoch schnell adjustieren, sodass etwa im Falle des Standortwechsels eines Netzwerkdienstes, der Benutzer nicht beeinträchtigt und dieser weiterhin denselben Hostnamen verwenden kann.

Eine wichtige und allgegenwärtige Funktion des DNS-Server ist der Einfluss, den er auf dezentrale Internet-Services, wie Cloud-Dienste und Content-Delivery-Netzwerke hat. Wenn ein Benutzer über eine URL etwa auf einen dezentralen Internetdienst zugreift, wird der Domain-Name der URL in die IP-Adresse des sich in der Nähe befindenden Servers eingetragen. Die Besonderheit des DNS besteht darin, dass verschiedene Benutzer gleichzeitig unterschiedliche Übersetzungen für den selben Domain-Namen erhalten. Dieser Prozess beschreibt die Zuweisung proximaler Server und stellt zugleich den Schlüssel für schnelleres Surfen im Internet dar. Auch viele große Internetdienste machen Gebrauch von dieser Variante.

Die Bedeutung eines DNS- Servers für SEO

Wenn Sie jemals eine Website eingerichtet haben, haben Sie wahrscheinlich auch einen DNS-Eintrag erstellen müssen. Damit Ihr Webinhalt ,,in Echtzeit“ verfügbar wird, muss Ihre Domain auf einen Webserver verweisen, für den es einen entsprechenden Eintrag zu erstellen gilt. Entsprechend wird der gesamte Datenverkehr an Ihren Webserver weitergeleitet, mit dem Ziel Ihre Domain „aufzusuchen“. Erfolgt nun aber eine Änderung innerhalb dieses Datensatzes, können etwaige Leistungsprobleme auftreten. Ein Beispiel: Wenn Sie die IP-Adresse des Webservers ändern, besteht die Möglichkeit, dass ein bestimmter Strom von Daten Ihren Server nicht mehr erreichen kann. Das liegt daran, dass DNS-Einträge sich auflösender Nameserver in der Nähe Ihrer Endbenutzer zwischengespeichert werden. So können alte Datensatzkonfigurationen noch Minuten und sogar Stunden nach Änderung angesehen werden.

Die Auswirkung der Geschwindigkeit des DNS-Servers auf das Online Marketing

Wenn Sie Online Marketing betreiben, besitzen Sie im Regelfall eine eigene Webseite oder einen Blog, über den Transaktionen und somit Einnahmen generiert werden. Fakt ist, dass sich Seitenladezeit auf die SERP-Ergebnisse auswirkt. Und obwohl die Dauer der Abfrage durch den DNS-Server grundsätzlich unter einer Sekunde liegt, besteht dennoch die Möglichkeit der Beeinflussung Ladezeiten auf der entsprechen Seite.

Wenn Ihr DNS-Server die IP-Adressen nicht auflösen kann oder länger als gewöhnlich benötigt, kann dies die Ladezeiten Ihrer Seite um Sekunden hinauszögern. Durch diesen Rückstau besteht die Chance auf höhere Absprungraten, weniger Kundenbindung und Markenvertrauen, und sogar Einbuße in Sachen Umsatz. Die meisten Domain-Register bieten deshalb ein ,,kostenloses DNS-Hosting“ an, sobald Sie eine Domain registrieren. In der Regel wird Ihr DNS aber nur auf zwei Nameservern gehostet. Wenn Sie also über viel Webseiten-Verkehr außerhalb Ihrer unmittelbaren Umfeldes verfügen, sollten Sie sich einen anderen Anbieter mit einem robusteren Netzwerk umschauen.

Die Änderung von DNS-Konfigurationen wirkt sich dabei nicht direkt auf die Suchmaschinenoptimierung aus. Jedoch wenn Änderungen nicht korrekt vorgenommen werden, kann dies in einer schlechten Benutzererfahrung resultieren. Entsprechend sollten Sie jedes Mal, wenn eine Datensatzänderung vornehmen wird, die TTL für diesen Datensatz vorzeitig absenken, damit Ihre alten Datensätze nicht auf auflösenden Nameservern zwischengespeichert werden.

DNS- Server und deren Sicherheit

Bei der Einführung der DNS Server, gab es anfangs keine großartigen Sicherheitsbedenken, da das Netzwerk zu Beginn für die Öffentlichkeit nicht zugänglich war. Die Ausweitung des Internets auf den kommerziellen Sektor veränderte jedoch die Anforderungen an etwaige Sicherheitsmaßnahmen.

So wurden über die Jahre  diverse Schwachstellen innerhalb er DNS-Software aufgedeckt und infolgedessen auch ausgenutzt. Etwa besitzen die Antworten der DNS Server keine kryptografische Signatur im traditionellen Sinne, was Betrügern eine große Angriffsfläche bietet. Jedoch gibt es hierfür mittlerweile zusätzliche Programme, mithilfe derer eine kryptografisch signierte Antwort generiert werden kann. Andere Erweiterungen unterstützen die kryptografische Authentifizierung zwischen vertrauenswürdigen Personen und werden häufig zur Autorisierung von Zonenübertragungen oder dynamischen Aktualisierungsvorgängen verwendet.

Auch werden Domain-Namen oft verwendet, um gleichermaßen sowohl Internetnutzern, als auch Unternehmen zu schaden. Eine bekannte Variante ist das minimale Abändern von URLs (beispielsweise wird ein Buchstabe oder eine zusätzliche Zahl wird in die URL Struktur eingebaut). Diese Methode wird in Fachkreisen oft auch als sog. Phishing verstanden. Leider erkennen viele Internetnutzer dies nicht immer sofort. Da oft die Benutzeroberfläche der „gefälschten“ Seite lediglich minimale Abänderungen aufweist und die falschen Webseiten dem Original dadurch nahezu identisch sind. Leider ist dieses Problem weit verbreitet, da auf internationalisierte Domain-Namen viele Zeichencodes gleich abgebildet werden.

Quellen

Ihr Weg zu mehr Besuchern und Umsatz