Follower

Ursprünglich beschreibt der Begriff Follower Nutzer beim Microblogging-Dienst Twitter, welche andere Profile abonniert haben, damit sie dessen Tweets direkt in der eigenen Timeline angezeigt bekommen. Die Nutzer folgen (follow) anderen Nutzern. Auf diese Weise können sie viel einfacher die Nachrichten bestimmter Nutzer verfolgen, auf Tweets reagieren, sie retweeten, favorisieren, auf den Tweet eingehen oder ihn einbetten. Jedoch wird auch im Zusammenhang mit anderen sozialen Netzwerken, wie Instagram oder Google+  Follower als Begrif für Abonnenten, Fans oder Leser verwendet.

Nutzen & Relevanz

Die Anzahl der Follower beschreibt die Bekanntheit und Reputation eines Profils in den sozialen Netzwerken. Auch die Reichweite des Profils wird oftmals über die Anzahl der Follower gemessen. Diese Zahl ist allerdings nur relevant, wenn die Follower für eine natürliche und echte Person stehen. Gerade die sozialen Netzwerke mussten sich in den vergangenen Jahren vermehrt mit Fake-Profilen auseinander setzen. Dabei werden Profile erstellt, hinter der sich keine natürliche Person verbirgt. Dieses Profil soll allein dazu dienen, dass die Anzahl der Follower erhöht wird. Die Relevanz für die gesamte Zielgruppe und die Online-Marketing Strategie werden dabei außer Acht gelassen. Auch inaktive Profile können die Gesamtanzahl der Follower eines Profils negativ beeinflussen, da sie ohne jede Interaktion im Kontakt zu dem Profil stehen. Aufgrund dessen büßen bekannte Profile auf den sozialen Netzwerken an ihrer Reichweite ein.

Follower auf Twitter

Alle Nutzer, die auf Twitter angemeldet sind und bestimmten anderen Profilen folgen, werden als Follower bezeichnet. Dabei kann jeder User auf einer Liste nachsehen, welche Profile ihm folgen. Der Grund dafür ist nicht nur, dass die neusten Tweets im Newsfeed angezeigt werden und es somit einfacher ist, mit ihnen zu interagieren, sondern auch, um sich untereinander private Direktnachrichten schicken zu können. Dabei kann zunächst jeder User entscheiden, wer den eigenen Tweets folgt. Dazu kann das Profil in den Einstellungen auf sichtbar oder privat gesetzt werden. Ist das Profil auf privat gestellt, müssen neue Follower zunächst bestätigt werden, bevor sie Einsicht in die geposteten Tweets erhalten. Darüber hinaus werden diese privaten Tweets nicht von Suchmaschinen indexiert, dass heißt, dass diese nicht über eine Suchmaschine wie Google gefunden werden können. Öffentliche Tweet werden hingegen auch bei Google für alle Sichtbar angezeigt. Für aktive Mitglieder auf Twitter ist es außerdem möglich, bestimmte Follower zu blockieren, damit diese die eigenen Tweets nicht mehr lesen können bzw. auch keine direkt Nachrichten mehr senden können.

Auch für den Microbloggin-Dienst Twitter gibt es unerlaubte Methoden, die viele neue Follower für das eigene Profil generieren können. Dabei werden beispielsweise mithilfe von Software von Drittanbietern mehr Follower ermöglicht. Allerdings kann dies zur Sperrung des Accounts führen.

Katy Perry hat derzeit die meisten Follower auf Twitter.
Katy Perry hat derzeit die meisten Followerer auf Twitter.

Follower auf Instagram und Facebook

Auch auf anderen sozialen Netzwerken, wie Instagram oder Facebook, werden die Abonnenten eines Profils oftmals Follower genannt. Allerdings schwanken die Bezeichnungen hierbei auch zwischen Abonnenten und Lesern. Zunächst wurde der Begriff zwar nur für den Microblogging-Dienst Twitter verwendet, allerdings ist das Prinzip auf anderen sozialen Netzwerken grundsätzlich dasselbe. Mit einem Klick können Nutzer ihren favorisierten Seiten oder Profilen folgen, so dass sie keine Neuigkeiten dieser Accounts verpassen. Je nach Plattform unterschieden sich dabei lediglich die Möglichkeiten der Interaktionen oder Reaktionen von Usern auf diese Beiträge.

Follower und die Suchmaschinenoptimierung

Ob und welchen Einfluss die Anzahl der Follower auf das Ranking in Suchmaschinen hat, dass ist ein immer wieder heiß diskutiertes Thema. Lange Zeit gingen sogar viele SEO Experten davon aus, dass hier ein direkter Zusammenhang besteht, dass hat Google jedoch offiziell dementiert (Video von Matt Cutts). Trotzdem sind Social Signals ein zusätzliches Mittel für eine relevante Social Media Strategie und eine optimierte Methode im Online-Marketing-Mix. Auf SEO haben Signale aus Sozialen Netzwerken allenfalls einen indirekten Einfluss. So gehen einige Experten davon aus, dass Interaktionen mit der Webseite, welche aus einem Social Network heraus initiiert wurden einen indirekten Ranking Einfluss haben können. Sowohl in der positiven als auch negativen Richtung. Zeigt sich, dass die Nutzer mit der Webseite zufrieden sind so können aus diesen Signalen heraus die Rankings steigen. Ob hier jedoch tatsächlich ein kausaler Zusammenhang besteht, dass ist sehr umstritten. Ein wenig kann man diese Problematik mit der Henne und dem Ei vergleichen. War die Webseite zunächst gut und hatte dann Erfolg auf einem Sozialen Kanal oder war es umgekehrt?

Links aus Social Networks sind in aller Regel jedoch kein direktes Ranking Signal, da diese meist mit dem Attribut nofollow versehen sind und so keinen PageRank vererben. Sie können jedoch wichtiger Bestandsteil eines natürlichen Linkprofils sein. Zudem zeigen sie, dass Interesse an den Inhalten der Webseite bestehen.

Follower Friday

Der Begriff Follower Friday beschreibt eine Methode, bei der Twitter-User seine Lieblingsprofile empfiehlt. Dies geschieht in einem Format am Freitag, mithilfe des Hashtags #ff oder #followfriday. Auch lesenswerte Webseiten können Nutzer mit ihren Followern teilen und damit die Reichweite der Inhalte oder Profile steigern, da so mehr User auf Inhalte aufmerksam werden. Mithilfe des Begriffes zeigt der Nutzer auf, welche Profile folgenswert sind, um diese zu empfehlen. Der Hashtag ermöglicht es den Nutzern, den Namen der favorisierten Profile unkommentiert in den Beitrag einzubinden.

Quellen

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