Google Account ›› Definition & Bedeutung › ADVIDERA

Google Account

Bei einem Google Account handelt es sich um ein Benutzerkonto des US-amerikanischen Unternehmens Google LLC., welches den einzelnen Nutzer für den weitreichenden Zugriff auf einige Online Dienste von Google authentifiziert und berechtigt.
Das Google Benutzerkonto ist ein Single-Sign-on-Dienst, d.h. der Benutzer hat nach einmaliger Authentifizierung Zugriff auf alle Dienste und kann sie von jedem Gerät aus nutzen, ohne dass er sich jedes Mal erneut anmelden muss.

Funktionen

Das Erstellen eines Google Accounts lässt sich ohne großen Aufwand einrichten. Nach Aufruf der Google Website muss der Benutzer nur seinen Namen und das Geburtsdatum angeben, eine persönliche E-Mail Adresse auswählen oder eine bereits vorhandene E-Mail-Adresse hinterlegen. Anschließend kann die Handynummer für die Erhöhung der Konto-Sicherheit oder für die Wiederherstellung eines Accounts deponiert werden. Sobald die Erstellung des Accounts erfolgreich abgeschlossen ist, stehen dem Nutzer verschiedene Google Anwendungen zur Verfügung, welche jeweils aktiviert und deaktiviert werden können. Zur Anmeldung werden nur die E-Mail Adresse und das Passwort benötigt.

Auf der Google-Konto-Webseite können unter anderem eigene Daten, Aktivitäten und Datenschutzeinstellungen verwaltet und geändert werden. Darunter persönliche Angaben wie Profil- & Kontaktdaten, aber auch App-Zugriffe, verbundene Geräte, Suchverläufe und Einstellungen für das Web und personalisierte Werbung. Dabei können unter „Meine Aktivitäten“ einzelne Google-Suchanfragen und Sprachbefehle gelöscht werden.

Unter der Schaltfläche „Hilfe“ können Hilfeleistungen aus sämtlichen Hilfeartikeln durchsucht werden. Innerhalb der Gesamtübersicht aller Hilfeartikel sind häufig auftretende Probleme verzeichnet, die den jeweiligen Google Produkten zugeordnet sind.

User-Aktivitäten in Google
User-Aktivitäten in Google

Google-Dienste

Es sind insgesamt eine Vielzahl an Webdiensten von Google verfügbar: Zum einen welche, die für jeden nutzbar sind und zum anderen welche, die für Unternehmen und Entwickler konzipiert wurden. Für einige von ihnen ist ein Konto obligatorisch. Im folgenden werden die Google Produkte aufgelistet, die den Zugang auf einen Account benötigen oder nicht.

Anwendungen, die ein Benutzerkonto erfordern:

  • Google+
  • Gmail
  • Blogger
  • Google Hangouts

Anwendungen, die kein Benutzerkonto erfordern:

  • Google Search
  • (YouTube)
  • Google Books
  • Google Finance
  • (Google Maps)

Weitere Anwendungen, die auf dem Markt angeboten werden:

  • Web History
  • AdWords
  • AdSense
  • Google Drive
  • Google Calendar
  • Google Wallet
  • Google Groups
  • Google News
  • Google Alerts
  • Google Sites
  • Picasa
  • Google Photos

Der Google-Dienst YouTube setzt jedoch ein Konto, um eigenen Content in Form von Videos hochzuladen, voraus. Auch für die Durchführung von diversen Änderungen in Google Maps ist ein Account notwendig. So z.B. das Festlegen einer Privat- oder Arbeitsadresse zur schnelleren Routenberechnung oder das Speichern von Lieblingsorten.

Da die überwiegende Anzahl der mobilen Endgeräte über ein Android-Betriebssystem laufen, beziehen Nutzer ihre Anwendungssoftware (mobile Apps) aus dem Google Play Store. Dieser setzt ebenso ein Benutzerkonto voraus. Wenn bereits ein Gmail-Konto besteht, kann der Account-Besitzer sich auch mit diesem über sein Android-Gerät anmelden, um den Google Play Store nutzen zu können.

Zusätzlich können Nutzer ein öffentlich zugängliches Google-Profil erstellen, mit dem sie ihre Selbstpräsentation in Google-Produkten für andere Google-Nutzer nach Belieben konfigurieren können. Des Weiteren lässt sich ein Google-Profil mit einem Benutzerprofil auf verschiedenen Websites für soziale Netzwerke und Imagehosting sowie mit Benutzerblogs verknüpfen. Damit kann beispielsweise Influencer-Marketing betrieben werden.

Vor- & Nachteile von Google Account

Google-Nutzer genießen den Vorteil, dass sie mithilfe eines Accounts Zugriff auf unzählige Webdienste von Google haben. Zudem erfolgt die Kontoeinrichtung mit Angabe von nur wenigen Daten, wogegen die Webdienste eine Vielzahl von Nutzungsmöglichkeiten bieten, wie z.B. das Abrufen von Mails, das Teilen von Dateien oder die Erstellung von Textdateien, Tabellen und anderen Dokumenten, die dann in Google Drive, dem Online-Speicher von Google, abgespeichert werden können.

Im Großen und Ganzen funktioniert ein Google Account wie eine Schaltzentrale, von der aus alle Google Dienste verbunden sind. Das hat zur Folge, dass sich der Nutzer mit ein und denselben Login-Daten anmelden kann.

Weiterhin beläuft sich das Google Anwendungspaket auf den Onlinedienst, wodurch das Konto auf allen Endgeräten synchron bleibt.

Ein entscheidender Nachteil hingegen ist die daraus resultierende Abhängigkeit von Google für den Anwender, da mit der steigenden Anzahl an Anwendern für die jeweiligen Dienste gleichzeitig mehr personenbezogene Informationen gesammelt werden können. Denn mit der Einrichtung des Google Accounts stimmt der Nutzer automatisch den Nutzungs- und Datenschutzbedingungen von Google zu. Das Unternehmen kann so an weitgehende Informationen gelangen, die zur Schaltung von personalisierter Werbung genutzt werden.

Dies ist insbesondere bei Gmail der Fall, da seit 2014 nun Werbung durch die sogenannten Gmail Sponsored Promotions geschaltet werden kann, d.h. Werbeanzeigen werden direkt im Posteingang des Gmail-Users angezeigt.

Sicherheit

Um den Google Account ausreichend vor ungewollten Fremdeingriffen zu schützen, wird eine Zwei-Faktor-Authentisierung verwendet, bei der der Nutzer innerhalb von zwei Schritten seine Identität bestätigt. Dies erfolgt durch die Eingabe von E-Mail-Adresse und Passwort. Im zweiten Schritt werden die eingegebenen Daten durch die Anmeldung eines neuen Geräts nachgewiesen. Hierfür wird ein in der Regel sechsstelliger Verifizierungs-Code vorausgesetzt, welcher mit der Google-Authenticator-App generiert wird. Alternativ können Codes auch per SMS oder Anruf an das Mobilgerät gesendet werden.

Im Juni 2012 führte Google das Warnen vor staatlichen Angriffen ein. Wenn Google den Verdacht hat, dass ein Nutzer Opfer von staatlichen Phishing- oder Malware-Angriffen wurde, wird ihm bei seiner Anmeldung ein Warnhinweis angezeigt.

Nutzungsbedingungen & Datenschutz

Google verwendet zur Erhebung und Speicherung von Daten Cookies, Pixel-Tags, Browser-Webspeicher oder Anwendungsdaten-Caches, Datenbanken und Serverprotokolle.

Bei der Erstellung eines Accounts und anschließender Einwilligung der Nutzungsbedingungen werden Google folgende Rechte eingeräumt:

  • Google prüft die Inhalte auf ihre Rechtswidrigkeit oder auf die Verletzung von Richtlinien hin. Wenn Google von einem Verstoß der Richtlinien oder gegen geltendes Recht ausgeht, ist er dazu befugt, die Inhalte zu entfernen oder deren Darstellung abzulehnen.
  • Personenbezogene Daten: Name, Passwort, E-Mail Adresse, Telefonnummer, Zahlungsinformationen
  • Informationen, die der Nutzer bei Gebrauch von Google Produkten bereitstellt: z.B. Inhalte, die über die Nutzung der jeweiligen Dienste erstellt werden bzw. hochgeladen werden. Dazu gehören beispielsweise E-Mails, Fotos und Videos, Dokumente und Tabellen sowie verfasste Kommentare zu YouTube-Videos.
  • Informationen, die bei der Nutzung der Dienste erhoben werden: Daten über Apps, Browser und Geräte, bspw. Browsereinstellungen, Betriebssystem, installierte Apps oder Informationen zum Mobilfunknetz
  • Aktivitäten: gesuchte Suchbegriffe, Suchverlauf, angesehene Videos, Kaufaktivitäten oder Personen, mit denen kommuniziert wurde.
  • Standortdaten: GPS, IP-Adresse oder WLAN-Zugriffspunkte

Der Konto-Besitzer hat die Möglichkeit die Erhebung seiner Daten einzuschränken, indem er Änderungen in den Datenschutzeinstellungen vornimmt. Diese sind entweder unter der Übersicht des Kontos oder unter Daten & Personalisierung zu finden. Dort können jeweilige Vorgänge der Informationssammlung durch Google angepasst werden.

Relevanz für SEO

Googles Suchalgorithmen stellen den höchsten Anspruch an Präzision und Qualität im Vergleich zu anderen Suchmaschinen dar.

Für die Suchmaschinenoptimierung bieten sich folgende Tools an: Google Analytics, Google Trends, Google AdWords, Google AdSense oder die Google Search Console.
Dabei dient Google Analytics als Tracking-Tool für die Analyse des Datenverkehrs auf Websites. Die Funktion von Google Trends ist die Identifikation nutzerrelevanter Themen.
Die Dienste Google AdWords und Google AdSense werden von Werbetreibenden für Werbekampagnen oder auch als Recherchetool für Keywords verwendet. Die Google Search Console ist ein Webseiten-Analyse-Tool, welcher keyword-relevante Informationen aus verschiedenen Informationsquellen filtert. Dadurch erleichtert Google die Suchmaschinenoptimierung enorm.

Quellen

Ihr Weg zu mehr Besuchern und Umsatz