Ixquick

Die aus den Niederlanden stammende Metasuchmaschine Ixquick hat sich freiwillig dazu verpflichtet, private Daten von Nutzern nicht zu erfassen oder zu speichern. Dabei steht der Metasuchmaschine eine geschützte Anfrage per TLS-Verbindung zur Verfügung. Auch die Suchmaschine Startpage entstammt, genau wie Ixquick, der Surfboard Holding B.V., bezieht allerdings ausschließlich die Ergebnisse von Google. Zusammen verzeichnen Startpage und Ixquick mittlerweile mehr als 6 Millionen Suchanfragen täglich.

Wie funktioniert Ixquick?

Die Metasuchmaschine Ixquick listet nach der Eingabe durch ein bestimmtes Keyword des Users die Ergebnisse anderer Anbieter auf. Dabei werden hauptsächlich Yahoo und die russische Suchmaschine Yandex genutzt. Daneben werden auch andere Anbieter, wie zum Beispiel die Open-Source-Suche Gigablast, abgefragt und dem User angezeigt. Die zehn besten Ergebnisse werden von Ixquick jeweils mit einem Stern neben dem Eintrag angezeigt. Je mehr Sterne ein Ergebnis erhält, desto höher bewertet wurde es.

Jede Suchfrage, die von Nutzern der gängigen Suchmaschinen (z.b. Google) eingegeben werden, wird gespeichert. Dabei wird zusätzlich die IP-Adresse erfasst und Tracking-Cookies verwendet, um neben den Suchbegriffen, den Zeitpunkt der Suche und die ausgewählten Links aufzuzeichnen, die angeklickt wurden. Diese Informationen werden von den Suchmaschinen in gigantischen Datenbanken gespeichert und geben eine Vielzahl von persönlichen Daten der Nutzer preis. Neben Interessen, Familienverhältnisse oder dem Gesundheitszustand können diese Informationen zum Beispiel von Marketingexperten, je nach Standort genutzt werden.

Um dieses Problem zu umgehen, hat sich Ixquick als anonymisierte Metasuchmaschine etabliert, die dem User ein Recht auf Datenschutz und Privatsphäre einräumen. Die Suchanfragen, sowie die IP-Adressen, werden auf Ixquick nicht gespeichert.  Diese Privatsphäreeinstellungen haben Ixquick zum Beispiel schon den Europäischen Datenschutz-Gütesiegel namens European Privacy Seal eingebracht. Auch die Suche nach Bildern oder Videos ist auf Ixquick möglich. Die Videos werden dabei allerdings nur von YouTube abgefragt.

Mit den gleichen Datenschutz-Einstellungen betreibt Startpage eine Metasuchmaschine, die ihre Suchergebnisse von den Google Einträgen übernimmt. Allerdings können Nutzer dabei viele Features von Google, wie die Infobox der aktuellen Themen, nicht nutzen. Dieses Projekt entstammt auch von der Surfboard Holding B.V. und wurde zusammen mit Ixquick zu einer neuen Suchmaschine zusammengeschlossen, die auch Startpage benannt wurde.

Ixquick

Wie finanziert sich Ixquick?

Die Metasuchmaschine Ixquick finanziert sich über Werbung, die mit den Suchergebnissen angezeigt werden. Diese sind nicht personalisiert, wie es bei anderen Suchmaschinen üblich ist. Daher werden diesen Werbeanzeigen nicht mit einer vergleichbaren Relevanz behandelt und spielen auch weniger Geld pro Anzeige aus. Dafür werden die Daten und die Privatsphäre der Nutzer geschützt.

Ixquick und die sozialen Netzwerke

Viele Webseiten im Internet können mithilfe von Social-Media-Widgets Informationen über die Leser und deren Besuch auf der Webseite sammeln. Loggt sich der User innerhalb eines Monats nach dem Besuch der Website mit einem aktiven Social Media Widget bei Facebook oder Twitter an, wird der Browserverlauf gespeichert. Der Besucher muss dabei nicht einmal zwangsläufig auf „Like“ oder „Tweet“ klicken. Zwar werden laut Angaben von Twitter und Facebook die Daten anonymisiert und gelöscht, allerdings bleibt ein Restrisiko bestehen. Auf Ixquick werden zwar eigene Social Media Widgets angezeigt, diese blockieren allerdings die beschriebenen Spione. Nachdem der User über Ixquick auf die Buttons klickt, wird das Widget im Namen des Besuchers zugelassen und die Verantwortung an den User übergeben.

Quellen

Ihr Weg zu mehr Besuchern und Umsatz