Pop-Up ›› Erklärung & Funktion › ADVIDERA

Pop-Up

Pop-Ups (von englisch to pop up, zu deutsch: plötzliches Auftauchen) sind Fenster, die plötzlich eigenständig über der aktuellen Internet-Seite auftauchen. Hierbei kann es sich um Dialogfelder, erläuternde Ergänzungen zur Hauptseite, aber auch um Werbung handeln. Im Falle der Werbung gehören Pop-Ups in die Kategorie der Bannerwerbung, die den Besuch des Users auf der Website unterbrechen und seine Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Da Werbe- Pop-Ups von Usern zumeist als störend empfunden wird, haben diele Browser per default einen Pop-Up-Blocker integriert oder geben die Möglichkeit, eine solche Sperre zu installieren. Das Gegenteil von Pop-Ups ist das sogenannte Pop-Under, wo das Fenster nicht über, sondern hinter der Website öffnet.

Funktionsweise und Funktionen von Pop-Ups

Pop-Ups werden mithilfe eines JavaScript-Codes im Quelltext einer Website implementiert. Vorab legt der Programmierer fest, welche User-Aktion Pop-Ups auslösen soll. Es muss sich nicht einmal zwangsläufig um den Klick auf einen Link handeln. Oft genügt schon das bloße Aufrufen der Seite, der Klick auf eine leere Fläche oder das Hovern über ein bestimmtes Wort im Text.

Pop-Ups dienen nicht zwangsläufig der Werbung, sondern ergänzen in manchen Fällen den Inhalt der Seite. So können Sie Bestandteil des Webdesigns sein, Erläuterungen zum Inhalt der Hauptseite liefern, Interaktionen vorantreiben oder Dialogfelder zur Anmeldung beinhalten. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn sich User die Erlaubnis erteilen, die Aktuelle Seite mit ihrem Nutzerkonto eines anderen Dienstes (z.B. Facebook, Twitter …) zu verbinden. Das Fenster zur Genehmigung und Verknüpfung öffnet sich in der Regel als Pop-Up. Der Vorteil: Der User muss nicht die eigentliche Website verlassen, um dem Dienst die Erlaubnis zu erteilen, die Nutzerkonten zu verknüpfen.

Pop-Up zur Anmeldung
Pop-Up zur Anmeldung via Facebook im sozialen Netzwerk Pinterest

Immer beliebter in den vergangenen Jahren: Exit-Intent-Layer, also Pop-Ups, die sich vor dem Schließen der Seite öffnen und die Anmeldung zum Newsletter oder ein für den Kunden interessantes Produkt anbieten. Hier bietet das Pop-Up dem User jedoch einen greifbaren Mehrwert.

Sehr häufig werden Pop-Ups jedoch zur Werbung verwendet, die sich häufig als besonders aggressiv und aufdringlich erweist. Häufig verdeckt sie die gesamte Website, öffnet sich zeitverzögert oder beinhaltet automatisch abspielende Video- oder Audio-Elemente. Diese aufdringlichen Werbe-Pop-Ups werden von den meisten Usern als störend und als Spam empfunden.

Pop-Up-Blocker

Da die meisten User aggressive Werbe-Pop-Ups ablehnen, gibt es mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten, das Öffnen von Pop-Ups zu unterbinden. Viele Browser sind per default darauf eingestellt, Pop-Ups zu blockieren. Ist dies nicht der Fall, lässt sich mit wenigen Klicks eine entsprechende Einstellung tätigen. Auch AdBlock-Apps verhindern Pop-Ups.

Auf den Desktop-Versionen der Browser werden Pop-Ups mittlerweile fast immer unterbunden. Auf Smartphones und Tablets dagegen werden sie oft trotzdem geschaltet. Hier wirkt sich die aggressive Werbung aufgrund der kleineren Bildschirme noch drastischer aus, sodass die Werbung zum Teil das gesamte Display beeinträchtigt. Auf mobilen Browsern ist der Popup Blocker nicht immer voreingestellt, doch auch hier besteht die Möglichkeit, in den Einstellungen ein entsprechendes Setting anzuwählen.

Pop-Ups aus Marketing-Sicht

Sofern eine Website Pop-Up-Werbung nicht so penetrant benutzt, dass sie als Spam-Seite eingestuft wird, lässt sich nicht sagen, ob Google Websites, die Pop-Ups verwenden, schlechter ranken lässt. Allerdings ist die allgemeine Nutzererfahrung mit Pop-Ups eher negativ, sodass Werbung durch Pop-Ups aus Marketing-Sicht nicht mehr empfehlenswert ist. Das intrusive Auftauchen von Pop-Ups führt oftmals zu Beeinträchtigungen der Usability und somit bei den meisten Nutzern zu Ablehnung und schnellem Schließen der neuen Fenster. Die Werbebotschaft wird meist gar nicht wahrgenommen. So kann die Verwendung von Pop-Ups schlimmstenfalls zu vermehrten Absprungraten führen.

Die Alternative zum Pop-Up ist das Pop-Under, das sich hinter der aktuellen Seite öffnet, sodass es meist unbemerkt bleibt, bis der User die aktuelle Website schließt. Durch die etwas andere Funktionsweise stören sie, im Gegensatz zu Pop-Ups, nicht die Usability. Auch die Variante, dass die angestrebte Seite sich als neues Fenster öffnet und der Pop-Up auf der aktuellen Seite auftaucht, ist möglich. Allerdings werden auch Pop-Unders oft von Pop-Up-Blockern am Öffnen gehindert.

Will man unbedingt Pop-Ups nutzen, so sollte man sich dabei auf funktionale Pop-Ups verwenden, also auf Pop-Ups, die dem User Hilfe bei der Navigation bieten, Fragen beantworten oder ihm beim Anmelden für Newsletter unterstützen. Letztere erfreuen sich vor allem als Exit-Intent-Layer immer größerer Beliebtheit. Allerdings sollte man nicht die Banner Blindness der User unterschätzen: Sie klicken oftmals alles weg, was nicht unmittelbar mit dem für sie relevanten Inhalt zu tun hat. Deshalb sollte das Design subtil ausfallen.Ein großes No-Go sind aufdringliche Flash-Animationen, automatische Video- und Audioelemente. Sie führen potenziell zu mehr Ablehnung unter Nutzern. Besser: Das Design der Website aufgreifen und den Fokus auf den Mehrwert des Nutzer legen. Bei richtiger Anwendung können Newsletter-Pup-Ups und Exit-Intent-Layer zu einer messbaren Steigerung der Conversions führen.

Quellen

https://www.xovi.de/wiki/Pop-up
https://de.ryte.com/wiki/Pop-up
https://www.kontor4.de/beitrag/wieso-sind-popups-eigentlich-so-unbeliebt.html
https://omr.com/de/pop-ups-2-0/

Ihr Weg zu mehr Besuchern und Umsatz