Popup Blocker

Unter einem Popup-Blocker versteht man ein Programm, welches das unerwünschte öffnen von zusätzlichen Fenstern (im engl.: Pop-Ups) auf einer Website verhindert. Bei den geöffneten Fenstern handelt es sich in den meisten Fällen um Werbefenster mit unerwünschten Bildern, Schriftzügen oder Werbevideos. Moderne Browser enthalten ein entsprechendes Programm bereits oder können als zusätzliches Plugin heruntergeladen und installiert werden. Popup-Blocker sind heute meist in Ad-Blocker mit weiteren Funktionen integriert. Bekannte Ad-Blocker für Firefox oder den Internet Explorer sind z.B. Adblock Plus oder der IEPro 7.

Funktionsweise

Pop-Ups sind in den JavaScript-Code einer Webseite implementiert und öffnen sich unabhängig von der Benutzereingabe. Steuert der User eine Internetseite an, auf der ein solcher Popup implementiert ist, öffnet sich automatisch ein neues Fenster. Das Tool analysiert beim Öffnen einer solchen Seite den JavaScript-Code und führt entsprechende Codes nicht aus. Popup-Blocker können bei Bedarf mit sogenannten Filterregeln ergänzt werden. Die Filterregeln lassen sich in den Einstellungen im Browser hinterlegen. Die sogenannten Blacklist-Filter beinhalten Seiten, deren Popups blockiert werden sollen. Pop-Ups sind jedoch nicht immer unerwünscht und es verbirgt sich nicht zwangsläufig nervende Werbung dahinter. In diesem Fall erlauben die Whitelist-Filter bestimmten Seiten, die Fenster erscheinen zu lassen.

Trotz eines Popup-Blockers kann es immer wieder vorkommen, dass auf bestimmten Seiten im Internet dennoch Werbefenster erscheinen. In diesem Fall reicht es meist aus, regelmäßig die Filterlisten zu aktualisieren und die Einstellungen der Blockierregeln anzupassen, damit das Plugin Werbefenster zuverlässig blockieren kann

Popups vs. Layer-Ads

Nutzer verwechseln Popups oft mit Layer-Ads (auch Hover-Ad genannt). Diese unterscheiden sich optisch nicht voneinander, dennoch sind es grundverschiedene Methoden. Layer-Ads lassen sich nicht mit einem Popup-Blocker blockieren, da diese als eigenständige Ebene auf der Webseite eingebettet sind. Aus diesem Grund sind Layer-Ads inzwischen immer weiter verbreitet und werden entsprechend für Werbung genutzt.

Vor- und Nachteile von Popup-Blockern

Für den Webmaster einer Website, der seine Seite ggf. über Werbeeinnahmen finanziert, bedeuten Popup-Blocker potentielle finanzielle Einbußen. Durch das nutzerseitige Sperren der Popups, sinken die Werbeeinnahmen des Webmasters. Viele Internetseiten wie z.B. Foren finanzieren sich ausschließlich über solche Werbeeinblendungen. Hier muss der Nutzer abwägen, ob er die Popups sperrt, oder diese zulässt und damit die Webseite ggf. unterstützt. Ein weiterer Nachteil für den Werbetreibenden ist, dass durch die Popup-Blocker die Reichweite in der Zielgruppe verringert wird und die Werbemaßnahmen somit weniger Wirkung zeigen.

Die Vorteile ergeben sich ausschließlich für den User selbst. Durch das Blockieren der Fenstereinblendungen müssen weniger Datenmengen übertragen werden, wodurch die Webseiten schneller geladen werden können. Außerdem muss der User sich nicht mit aufpoppenden Fenstern bemühen und diese manuell schließen, wodurch sich die User Experience deutlich erhöht.

Auswirkungen eines Popup-Blockers auf die SEO

Popups können beim Bewerten einer Webseite entscheidend sein. Damit die korrekte Bewertung und Analyse einer Website erfolgen kann, sollten hierfür sämtliche Popup-Blocker deaktiviert sein. Nur so kann bewerkstelligt werden, dass die entsprechende Seite so angezeigt wird, wie es vom Webmaster gewollt ist. Kommt es auf einer Internetseite zu häufigen Werbeeinblendungen, wird dies von Google und anderen Suchmaschinen negativ bewertet. Aus diesem Grund ist es für einen SEO wichtig, die Seite vollständig zu analysieren und zu bewerten.

Quellen

https://de.onpage.org/wiki/Pop-up_Blocker
https://www.unternehmer.de/lexikon/online-marketing-lexikon/popup-blocker

 

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