Product Listing Ads

Bei Product Listing Ads (deutsch: Anzeigen mit Produktanzeigen) oder auch kurz PLA handelt es sich um Anzeigen, die neben dem Produktbild auch Produktinformationen wie Preis, Versandkosten oder einen kurzen Werbetext in der bezahlten Suche von Google anzeigen. Seit Ende 2011 ist Google mit den Product Ads in Deutschland online. Dabei sind diese PLAs auch in anderen Ländern eingeführt worden. Die Anzeigen werden dabei je nach Land nur in den Google Suchergebnissen (SERPs) oder unter der Produktsuche „Google Shopping“ angezeigt. Immer dann, wenn Nutzer nach einem entsprechenden Keyword oder einer Keyword-Kombination suchen, werden relevante Produkte über die PLAs angezeigt. Werbetreibende Händler müssen seit Februar 2013 dafür über die Pay per Click Methode für jeden Klick auf ihr eingeblendetes Produkt bezahlen. Dabei ist es nicht relevant, ob der Kunde das Produkt schlussendlich auch kauft.

Definition der PLA

Jeder, der über Google AdWords Konto und einem Google Merchant Center-Account (ehemals Google Base) verfügt, kann Product Listing Ads nutzen. Beide Konten müssen miteinander verbunden sein. Der Produktfeed wird im CSV-Format in das Merchant Center eingepflegt und über das AdWords Konto abgerechnet. Dazu bietet Google Merkmale wie AdGroups oder AdLabel an, um Produkte aus dem Feed zu segmentieren, damit das Produktportfolio sortiert und kategorisiert wird. Dies trägt zur strukturierten Darstellung der Produkt-Anzeigen bei und stimmt die Klickpreise auf das Portfolio ab.

Wichtige Tipps für Product Listing Ads

Wer als Händler die Product Listing Ads für sich nutzen möchte, sollte einige Tipps beachten, die zum Erfolg beitragen können. Zunächst muss die grundsätzliche Funktionsweise der PLA verstanden werden. Werbetreibende Händler können nicht beeinflussen, welche Anzeige ausgeliefert wird, da für PLA’s nicht auf einzelne Keywords geboten wird, wie es bei AdWords der Fall ist. Die Anzeigen werden auf Basis der unterschiedlichen Google-Shopping-Parameter ausgeliefert. Daher sind die Produktdaten für Händler wichtig. Zusätzlich dazu muss die Qualität und die Aktualität der Produktdaten gegeben sein. Dies sollte für Händler ohnehin ein wichtiger Punkt sein, allerdings ist es für die Product Listing Ads noch wichtiger, damit Google diese Produkte als relevant einstuft. Dabei macht die Aufbereitung der Daten zwar zunächst etwas Mühe, allerdings zahlt sich dies langfristig aus. Neben dem richtigen Titel, oder den richtigen Produktbildern gehören Name, Preis, Verfügbarkeit, Kategorie, EAN (deutsche Artikelnummer), Versandkosten und ein Link auf die Detailseite im eigenen Shop zu den wichtigsten Produktinformationen. Ist eine oder mehrere dieser Informationen gehlerbehaftet, so werden die Anzeigen nicht angezeigt.

Product Listing Ads

Vorteile von PLA für Händler

Noch vor einiger Zeit konnten Händler durch die regelmäßige Pflege und einen optimierten Daten-Feed die begehrten Positionen bei der Google Ergebnisliste ergattern. Für die Product Listing Ads müssen Händler allerdings für jeden Klick zahlen – trotzdem entstehen dadurch Vorteile.

Mithilfe der PLA entsteht ein größerer Einfluss des Händlers auf das Ranking. Um kleinere Online-Shops zu stärken und die Transparenz zu fördern, möchte Google sich mit diesem Bieter-Modell ausprobieren. Dabei müssen kleinere Shops im Ranking nicht mehr das Nachsehen gegenüber großen Anbietern haben. Wenn es um spezielle Produkte geht und die Bereitschaft besteht, für Klicks mitzubieten, können auch kleine Unternehmer an diesem Modell teilnehmen. Ein weiterer Pluspunkt für die Product Listing Ads ist das optimierte Tracking, dass Händler leichter erkennen lässt, welche Produkte oder Keywords für sie funktionieren.

Bedeutung für die Suchmaschinenoptimierung

Product Listing Ads haben keinen Einfluß auf die Positionierung der eigenen Seiten in den organischen Suchergebnissen, auch wenn dies, ähnlich wie bei Adwords Textanzeigen zum Teil vermutet wird. Daten aus PLA, z.B. besonders gut verkaufte Produkte können aber analytisch verwendet werden, um SEO Arbeiten auf bestimmte, besonders stark konvertierende Produktseiten zu fokussieren.

Quellen:

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