Re-Tweet

Als Retweet (RT) wird bei dem Kurznachrichtendienst Twitter das Weiterleiten eines bereits veröffentlichten Tweets (Nachricht oder Statusmeldung) von anderen User an die eigenen Follower bezeichnet. Der Retweet ist eine der am häufigsten genutzten Funktionen von Twitter und bietet eine Möglichkeit interessante Posts und Informationen weiter zu verbreiten. So kann ein Beitrag viral gehen.

Funktionsweise von Retweets

Es gibt drei Möglichkeiten einen Twitter-Beitrag zu retweeten: Ein automatischer Retweet, ein manueller Retweet und ein Retweet in den Kommentaren. Jeder Tweet, der im eigenen Newsfeed zu sehen ist, kann weitergeleitet werden. Auch Nachrichten von Personen, zu denen keine Verbindung besteht.

  1. Ein automatischer Retweet wird durch Anklicken des Retweet-Buttons durchgeführt. Dieser befindet sich meist direkt unter einem Beitrag. Der Tweet wird sofort mit allen Abonnenten geteilt und erscheint auf der eigenen Startseite, es ist jedoch nicht möglich ein eigenes Kommentar/ eigenen Text dazu zu verfassen. Diese Methode eignet sich am besten, um schnell Informationen bei Twitter mit anderen zu teilen ohne etwas hinzufügen zu wollen. Dem Urheber des Tweets wird angezeigt, wer seinen Beitrag geteilt hat. Die Tweets können aber nicht durch die Suchfunktion von Twitter ausgewertet werden.
  2. Beim manuellen retweeten (klassischer Retweet) wird die ursprüngliche Nachricht, die retweetet werden soll, kopiert und in den eigenen Statusbereich eingefügt. Ein manueller Retweet muss mit dem Kürzel RT für Retweet gekennzeichnet werden und zusätzlich mit @User den Usernamen des Urhebers angeben. Hier kann je nachdem, ob die vorgegebenen 140 Zeichen nicht überschritten werden, ein eigener Text dazu verfasst werden. Die Angabe des Urheber des Tweets gehört zu den ungeschriebenen Social Media Benimmregeln.
  3. Ein Retweet in den Kommentaren (Quote-Tweet) ist bei Twitter seit 2015 möglich. Beim Anklicken des im 1. Abschnitt erwähnten Retweet-Buttons unter einem Beitrag erscheint ein Pop-Up Fenster, das mit einem Kommentarfeld versehen ist in dem man z.B. eigene Gedanken hinzufügen kann. Auch hier werden die Microblogging-Prinzipien eingehalten und nur 116 Zeichen erlaubt.

Wo werden Retweets angezeigt?

Ein Retweet wird in der Timeline eines Twitter-Mitglieds angezeigt, je nachdem welche Beziehung zwischen den Usern besteht, das heißt z.B., ob sie sich gegenseitig folgen oder User A nur User B folgt usw. Wenn beide User sich gegenseitig folgen, werden ihnen Retweets genau wie Tweets vom jeweils anderen in ihrer Timeline unmittelbar angezeigt. Unter dem Tab Mitteilungen kann ein User sehen, wer seine eigenen Tweets geteilt hat. Die Funktion kann auch ausgeschaltet werden. Wie bei normalen Tweets sehen User dann keine Retweets von geblockten Personen und andersherum. Das Blockieren aller geteilten Beiträge von allen Usern ist bei Twitter jedoch nicht möglich. Nutzer können ihren Beitrag auch für das Retweeten sperren lassen, was durch ein Schloss Symbol am Beitrag zu erkennen ist. Dieser Tweet kann nicht mehr geteilt werden. Retweets erscheinen in Drittapplikationen häufig anders und werden nur angezeigt, wenn die App die Twitter-Retweet-API nutzt. Die eigenen Versionen, die verschiedene Apps entwickelt haben, werden nicht als offizielle Retweets gehandelt und nicht von Twitter unterstützt.

Retweets im Online Marketing

Anders als bei sozialen Netzwerken, ist es bei Twitter nicht ausschlaggebend, wie viele Fans ein User hat, sondern wie oft seine Beiträge retweetet werden. Je häufiger die Beiträge geteilt werden, desto mehr Einfluss hat er auf der Plattform. Dies fand eine koreanische Studie zu Twitter heraus. Viele Follower deuten auf eine größere Popularität des Users hin, tragen jedoch nicht zu seinem Einfluss bei, denn sie lesen einen Tweet meistens nicht. Ein Retweet bedeutet jedoch, dass der Tweet nicht nur aufmerksam gelesen wurde, sondern auch für gut befunden wurde. User, die sich mit den Inhalten der Tweets beschäftigen und diese auch aktiv verbreiten, sind besonders wertvoll. Die Häufigkeit der Retweets ist somit eine bessere Kennzahl für die Messung des Einflusses eines Users bei Twitter, denn sie gibt die tatsächliche Interaktion der Mitglieder mit einem Inhalt an. Das unterscheidet Twitter von anderen Social Media Kanälen, wo die Zahl der Abonnenten ausschlaggebend ist. Retweets können daher als Multiplikatoren für Beiträge genutzt werden. Wenn ein Tweet von einem Mitglied mit einer großen Fangemeinde retweetet wird, kann die Reichweite des Beitrags stark gesteigert werden. Dies ist häufig der Fall bei Kooperationen von Social Media Stars und Marken. Dadurch sollen Werbebotschaften und Produkte eine möglichst große Reichweite und Glaubwürdigkeit bei Twitter erreicht werden. Eine Studie hat herausgefunden, dass der Großteil der Retweets bei Twitter in den ersten 10 Minuten nach der Veröffentlichung des Beitrags erfolgen. Nach 30 Minuten ist die Hälfte der zu erwartenden Retweets schon getätigt worden. Tweets, die Links enthalten, werden dreimal häufiger retweetet als Tweets ohne Link. Das liegt vor allem daran, dass die Zeichenbegrenzung von 140 Zeichen mit dem Verweis auf externen Inhalt aufgehoben wird. Auch der Dienst mit dem eine URL verkürzt wird ist von Bedeutung für die Popularität eines Twitter-Beitrags. Links mit bit.ly oder ow.ly werden am häufigsten geteilt. Die Retweet-Funktion kann auch mit Hilfe von Bots missbraucht werden. Die sogenannten Bot-Profile teilen Tweets ausgewählter Nutzer automatisch. Dies verfälscht die Zahlen der tatsächlichen Interaktion und wurde durch Twitter mit einer Begrenzung auf 1000 Tweets am Tag versucht einzuschränken. Dazu werden auch die Retweets gezählt. Ein Tweet an sich kann immer noch beliebig oft geteilt werden.

Quellen

http://t3n.de/news/twitter-retweetet-was-wann-warum-fakten-retweet-258268/

https://support.twitter.com/articles/104996?lang=de

https://de.onpage.org/wiki/Retweet

http://www.twitter-leitfaden.de/fragen/was-ist-ein-retweet

http://de.wikihow.com/Richtig-retweeten

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