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User Experience

User Experience (auch bekannt unter UX) bezeichnet das Nutzererlebnis mit einem Produkt, einer Dienstleistung oder einer Umgebung. Im Rahmen der digitalen Medien und der Webseitengestaltung wird häufig von User Experience Design gesprochen. Die User Experience ist ein wichtiger Aspekt des Online Marketings und steht in enger Verbindung mit der Conversion Optimierung, SEO und Webseitengestaltung wie dem Responsive Design. Eine gute User Experience stellt sicher, dass Nutzer einen Mehrwert im Produkt finden und damit positive Emotionen verbinden.

User Experience Allgemein

Allgemein bezeichnet die User Experience alle Erfahrungen, die ein Nutzer bei der Verwendung eines Produkts macht. Deswegen spricht man auch in anderen Branchen als bei digitalen Medien von User Experience, wenn es um das Interaktionserlebnis geht. Unabhängig davon, ob man bei der UX von einem Programm, einer Webseite oder eines Produkts spricht, gelten immer 3 Grundkonzepte:

1. Beständigkeit

Ein wichtiger Bestandteil der UX ist die Beständigkeit und Sicherheit des Produkts. Bei der Webseitengestaltung bedeutet das, dass die Website sehr sicher ist und nicht gehackt werden kann. Sie ist sicher programmiert und garantiert Nutzern, dass sie beim Besuch der Website keine Viren oder andere schädliche Dateien fangen. Webseitenbetreiber können dies insbesondere mit dem SSL Zertifikat belegen. Auch die Ladegeschwindigkeit gehört im Bezug auf interaktiven, digitalen Medien eine große Rolle bei der Beständigkeit.

2. Usability / Nutzbarkeit

Usability und User Experience werden häufig als Synonym verwendet. tatsächlich handelt es sich bei der Usability um den Kernbestandteil der User Experience. Im Online Marketing bezeichnet es das Konzept der Benutzerfreundlichkeit auf Web-Oberflächen, wie zum Beispiel Websites und Apps.

3. Emotionen

Ein wichtiger Faktor, der nicht direkt bei der Usability beachtet wird, aber bei der UX eine wichtige Rolle spielt, ist das Aussehen und die daraus hervorgerufenen und bereits bestehenden Emotionen des Users. In den Richtlinien der Mensch-Computer Interaktionen EN ISO 9241 wird der Unterschied zwischen Usability und UX klar dargestellt: die User Experience umfasst vorgefasste Meinungen und Erfahrungen so wie die Erfahrung während der Nutzung (Usability) und post-usus.

UX Design

Das User Experience Design ist ein Begriff aus dem Webdesign. Ziel des UX Design ist es, Webseiten und Apps nach Benutzerfreundlichkeit zu optimieren. Dafür werden insbesondere die Bedürfnisse von Usern so wie deren Interaktion mit dem Computer analysiert (Human-Computer interaction). Im Online Marketing wird UX Design genutzt, um Conversions zu optimieren oder andere Leistungskennzahlen wie zum Beispiel die Verweildauer zu erhöhen. Das fertige Produkt des User Experience Designs sollte folgende Eigenschaften erfüllen:

  • Nützlich: Eine Webseite oder eine App sollten dem User einen Nutzen liefern. Ihm sollte sofort klar sein, welche Inhalte eine Webseite behandelt.
  • Brauchbar: Das Produkt sollte brauchbar sein und den gesuchten Nutzen des Users auch erfüllen.
  • Wünschenswert: Die Webseite oder App muss so gestaltet sein, dass sie zur Zielgruppe und zum Produkt passt.
  • Navigierbar: Nutzer müssen sich gut auf dem UI zurechtfinden und auf alles einfach zugreifen können. So sollte zum Beispiel die Navigation gut zu finden und nutzen sein.
  • Zugänglich: Eine Desktop-optimierte Webseite reicht schon seit langem nicht mehr aus. Sie sollte auf allen Geräten zugänglich sein und ein responsives oder adaptives Design haben.

User Interface & Interaction Design

Ein wichtiger Bestandteil des UX Designs ist das User Interface (UI), welches die Benutzeroberfläche bezeichnet. Im UX Design wird es so optimiert, dass eine möglichst hohe Usability und damit positive User Experience erreicht wird.

Das Interaction Design (oder auch Interactive Design) bezeichnet einen Teilbereich in digitalen Medien, welcher sich gezielt mit der Mensch-Computer Beziehung auseinandersetzt. Obwohl das Interaction Design als eine eigene Design-Disziplin gilt, ist es in der Praxis und der Theorie kaum vom User Experience Design und dem User Interface zu trennen. Alle drei Konzepte haben das Ziel, dem User eine optimale Interaktion mit dem Computer zu bieten. Anders als das UX Design entwickelt das Interaction Design Produkte aber von Grund auf und optimiert keine bereits bestehenden Konzepte.

Mobile User Experience Design

Das UX Design beschränkt sich nicht nur auf Webseiten. In allen digitalen Medien spielt es eine wichtige Rolle, wie zum Beispiel Softwares. Insbesondere seit der erhöhten Nutzung von Apps wird UX Design zur Optimierung für Medien vieler weiterer Geräte genutzt. Statisiken der letzten Jahre belegen immer wieder einen stetigen Wachstum der Smartphone Nutzer in Deutschland und international. Aus diesem Grund ist Mobile User Experience und Usability in den letzten Jahren eines der bedeutsamsten Bereiche des Webdesigns geworden. Neben der Optimierung mobiler Webseiten ist auch die App-Entwicklung ein Kernpunkt der mobile Usability. Ein großer Vorteil in der mobile Usability ist die Möglichkeit auf Feedback. Nutzer können im App oder Play Store freiwillig Rezensionen über die App verfassen. Anders als bei Auswertungsmethoden für Webseiten und Softwares kann die User Experience bei Apps gezielt über Rezensionen erfasst werden. Vorgehensweisen wie AB-Tests vertrauen auf Besucherkennzahlen, Bounce Rate und Verweildauer. Hier müssen eigens Rückschlüsse gezogen werden, wie eine Website optimiert werden soll. Bei Applikationen können Nutzer aber ihre eigene Erfahrung (d.h User Experience) schildern und spezifische Kritikpunkte benennen.

Chancen für die Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Die Suchmaschinenoptimierung profitiert von der positiven Erfahrung des Nutzers. Eine benutzerfreundliche Webseite oder App kann viele Aspekte bzw. KPI verbessern, die zuvor als Kampagnenziel festgelegt werden. So kann sich zum Beispiel die Verweildauer erhöhen oder verringern. Die Bounce-Rate sollte in jedem Fall zurückgehen. Nutzer sollten sich auf einer User-Experience optimierten Website gut zurechtfinden und die gewünschte Aktion durchführen (z.B. Conversions oder Informationssuche). Weiterhin erhöht eine nutzer-orientierte Webseite die Wahrscheinlichkeit, dass Besucher nach einer Interaktion wieder zurückkehren. Bei Online Shops ist das besonders wichtig, um nicht nur Stammkunden zu gewinnen sondern auch Neukunden, die durch die Empfehlung anderer ihre Seite besuchen.

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