SEO-DAY 2015 Recap › ADVIDERA

SEO-DAY 2015 Recap

Die Location des SEO-DAY 2015: Das kölner ReinEnergieStadion

Der SEO-DAY 2015 in Köln stand wieder vor der Tür und ADVIDERA war in Form von meiner Person vor Ort, um uns über neue Trends zu informieren. Und natürlich durfte das Networking auch nicht zu kurz kommen. Die Konferenz fand, wie schon in den vergangenen Jahren, im RheinEnergieStadion statt, auch wenn man das als Kölner eigentlich nicht sagen darf, für mich es ist ja immer noch das gute alte Müngersdorfer-Stadion. In diesem Jahr lockte der SEO-DAY gut 800 Besucher in die heiligen Hallen der Heimstädte des 1. FC Köln, so dass die Räumlichkeiten schon an ihre Grenzen gerieten. Sollte das Wachstum im gleichen Tempo weiter gehen, im Vorjahr hatte der SEO-DAY noch gute 600 Besucher angelockt, so muss sich der Veranstalter Fabian Rossbacher wohl bald nach neuen Räumlichkeiten umsehen. Falls sich jemand gefragt hat wie eine Konferenz in einem Station abgehalten werden kann. Natürlich fand das ganze in den VIP-Räumen statt, in denen es neben dem Catering auch jede Menge Räumlichkeiten für Besprechungen, etc. gibt. Dementsprechend war auch für das leibliche Wohl hervorragend gesorgt. An jeder Ecke gab es Getränke und kleine Snacks und ebenso gab es ein gutes Mittag- sowie Abendessen.

Veranstalter Fabian Rossbacher begrüßt die Teilnehmer und schon drängen die Massen in die Konferenzräume.
Veranstalter Fabian Rossbacher begrüßt die Teilnehmer und schon drängen die Massen in die Konferenzräume.

Versprochen wurde SEO Extrem, und tatsächlich war das Programm picke packe voll mit Top Speakern die sich im Timetable dicht gedrängt die Klinke in die Hand gaben. Wer aufeinanderfolgende Vorträge in unterschiedlichen Räumen sehen wollte, der musste sich schon beeilen um nicht den Beginn eines neues Vortrages zu verpassen oder überhaupt einen Platz zu bekommen. Das gelang mir nicht immer und so musste ich zwei Vorträge stehend verfolgen. Auf diese Weise bliebt auch leider oft keine Zeit dem Speaker noch die ein oder andere Frage zu stellen, oder sich mit anderen Besuchern noch über die Vorträge auszutauschen. Aber so ist das nun Mal an einem Tag der SEO-Extreme. Aber dafür blieb ja noch die recht ausgedehnte Mittagspause und auch das Abendessen. Tatsächlich muss man sagen, dass man kaum eine Konferenz finden wird, die so viel für das Geld bietet. Ein echter Preis-Leistung-Sieger.

Hier nun aber einige Auszüge aus den zahlreichen Vorträgen. Alle zu besuchen war für mich natürlich nicht möglich, immerhin gab es laut Timetable über 40 Vorträge zu bestaunen.

Online-Shop Live SEO-Audit

Eigentlich wollte ich ja offen gestanden zum Vortag von Dominik Wojcik, doch als ich dort ankam standen die Besucher schon bis vor die Tür. So blieb mir nichts anderes übrig als mich zum Expert II Panel zu begeben und dort Mario Träger von Webworks und einem Online-Shop Live SEO-Audit beiwohnen zu dürfen. Hier zeigte er, dass auch größere Shops wie Intersport oder Fressnapf noch sehr viele Fehler und einiges an Verbesserungsbedarf haben.

Hauptthemen waren:

  • Hausaufgaben bei den Onpage-SEO-Basics machen. Viele vergessen wie viel noch aus der eigenen Webseite rauszuholen ist.
  • Was bringen SEO-Texte überhaupt? Vergleichsdaten von URL’s mit und ohne SEO-optimierte Texten zeigten, dass die Sichtbarkeit von Seiten ohne SEO-Texte deutlich geringer ist als von Webpages mit optimierten Texten.
  • Page Speed und die Frage wie viel bringt eine Verbesserung der Ladezeiten. Laut Amazon machen 100ms bereits einen Unterschied von einem Prozent bei der der Conversionrate aus. Heutige Webseite laden vor allem langsam, da der Browser oftmals zu Beginn eine Menge CSS und JavaScript Dateien lädt. Hierauf sollte besonderer Fokus bei einer Page Speed Optimierung gelegt werden.
  • Duplicate Content Problematik auf Grund der Paginierung von Shop-Seiten und deren Umgehung mittels Noindex.

SEA Daten für SEO nutzen

Von dem Vortrag von Carlo Siebert, seines Zeichens AdWords Freelancer und im Auftrag von SEMrush auf dem SEO-DAY hatte ich mir viel Versprochen. Immerhin arbeite ich als SEA/SEO Manager selbst oft an der Schnittstelle und betreue auch Kunden auf beiden Kanälen. Leider wurde ich persönlich doch etwas enttäuscht oder hatte einfach zu hohe Erwartungen von dem Expert Panel. Carlo Sieberts Intention war es die Lücke von SEA zu SEO zu schließen und jedem Zuhörer etwas zu bieten was er mitnehmen kann. Tatsächlich gab er einige Tipps wo man konkret Daten in AdWords finden kann. Da Carlo Siebert jedoch selbst leider zu wenig Erfahrung auf der SEO Seite zu haben schien, hieß es dann doch das ein oder andere Mal sinngemäß „keine Ahnung, ihr müsst dann sehen was ihr damit machen könnt“. Da er aber als Neuling um Welpenschutz bat, will ich an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen.

Mobile Ranking-Faktoren 2015

Markus Tober, Gründer von Seachmetrics stellte eine exklusive noch nicht vorgestellte Studie zu mobilen Ranking-Faktoren vor. Die Studie könnt ihr demnächst auf der Searchmetrics Webseite herunterladen. Passend zum Back to the Future Day in dieser Woche präsentierte er das Thema unter dem Motto Back to Relevance. Der Vortrag drehte sich aus meiner Sicht vor allem um UX Themen, welche zu einem besseren mobilen Ranking führen.

  • Das Verhalten auf den verschiedenen Geräte-Typen unterscheidet sich maßgeblich.
  • Backlinks auf mobilen Webseiten haben eine deutlich geringere Bedeutung als auf den Desktop Versionen.
  • Viele SEO’s/Webmaster vergessen bei ihrer Arbeit am PC, dass sie auch die Ergebnisse ihrer Arbeit auf den mobilen Geräten testen müssen.
  • Der Content muss für mobile Geräte deutlich strukturierter sein, um schneller erfassbar zu sein.
  • Menüs, Buttons, etc. müssen auf mobilen Geräten von geringer Anzahl sein und mehr in den Hintergrund rücken.
  • Der User will schnellst möglich an den Content, die Aufmerksamkeitsspanne ist viel geringer als auf dem Desktop.
  • Einkauf von Links zu mobilen Webseiten lohnt sich deutlich weniger, da Backlinks (Hyperlink) hier eine geringere Bedeutung haben.
  • Zu viele (interne) Links auf einer mobilen Seite überfordern den User.
  • Die Ladezeiten mobiler Webseiten müssen deutlich besser sein als die der Desktop Version.
  • Keywords im Title stirbt bzw. verliert an Bedeutung gegenüber Desktop.
  • Völlig unterschiedliche Suchvolumen von Keywords auf Mobil und Desktop.

Leider wurde nicht auf die Fragestellung rund um Responsive Design bzw. Responsive Content und den jeweiligen Vor- und Nachteilen eingegangen. Das war aber vermutlich der Einstufung als Einsteiger Panel geschuldet.

Nutzerzentrierter Content & SEO-Benefits: 10 Tipps

Ebenfalls im Einsteiger Panel präsentierte Marcel Kollmar, Leiter SEO & Content Marketing bei Otto, 10 Tipps für besseren Content und deren Vorteilen für SEO. Dabei wurden Themen wie Skalierbarkeit und Qualitätsmanagement im Bereich der Content Produktion angesprochen.

  • Content alleine reicht nicht. Das Fundament und das Umfeld muss stimmen (Onpage, Links und Content bilden einen Dreiklang).
  • Relevanz schaffen in dem man bei der Content Produktion problemorientiert denkt, die Such-Motive des User berücksichtigt, einen Mehrwert schafft und aus unterschiedlichen Perspektiven denkt.
  • Ebenfalls wichtig ist die richtige Einbindung und Darstellung des Contents, da der beste Inhalt nichts bringt wenn er unten in der rechten Ecke zu sehen ist.
  • Reine SEO-Texte funktionieren immer schlechter, und sind somit als tickende Zeitbombe zu sehen.
  • Thema Kosten beim Content Zukauf: Wer billig kauft bekommt auch nur billig. Kostenspanne von 7 Cent (auf Plattformen) bis 1 Euro pro Wort (Verlage).
  • Briefing für den Content Redakteur ist als Zentrale Schaltstelle zu sehen, da ohne gutes Briefing kein guter Content entstehen kann.
    • Früher: Bitte 15x Keyword xy in Text einbauen.
    • Heute: Was sind die USP’s, was ist das Ziel des Inhalts, welches Format soll genutzt werden (Text, Video, Bilder, etc.), richtet sich der Text an Anfänger oder Experten, was ist das Kernthema, welche Motive stecken dahinter, welche Fragen hat die Zielgruppe an uns, welche Teil-Aspekte sollen behandelt werden und welche nicht, sowie ggf. rechtliche Fragen. Welchen Detailgrad soll der Inhalt erreichen. Hier liegt vor allem Potential im Longtail Bereich. Mit welchem Still und welcher Tonalität wird gearbeitet und wie soll die Struktur des Inhaltes aussehen. Weitere Themen des Briefings sollten Recherchen von Bild- und Videomaterial sein.
  • Den typischen SEO-Text unter dem eigentlichen Inhalt sollte man vermeiden („AGB-Still“). Gute Bespiele für die Vermischung liefern Parship, Ideals oder Ikea.
  • Content Aufbereitung für mobile Devices wird immer wichtiger. Im Idealfall Responsive Content nach Gerät und in der User Journey ideal platziert.
  • Natürlich sollte an Hand von Metriken geprüft werden, ob der erstellte Content auch wirklich funktioniert (BounceRate, PI’s, Umsatz, etc.).
  • Der Content sollte ebenfalls von Zeit zu Zeit auf den neusten Stand gebracht werden (besonders bei Evergreens).

Content Marketing: Vom leeren Blog zum Zitat in der FAZ

Auf Grund eines verspäteten Fliegers wurde der Vortrag von Markus Klöschen von Textprovider vorgeschoben, so dass ich meinen Tagesplan ein wenig abändern musste. Aber alles kein großes Problem.

  • Der Redaktionsplan als wichtiges, zentrales Mittel zur Erstellung von hochwertigem Content.
  • Berücksichtigung von saisonalen Ereignissen sowie ständige Anpassung auch im Hinblick auf aktuelle oder vorhersehbare Ereignisse wie z.B. dem Eintritt bestimmter gesetzlicher Veränderungen zum Stichpunkt-Tag X.
  • Frühzeitige Positionierung als Experte und gute Rankings zu diesem Content kann in der Konsequenz zu einem Zitat seitens der Journalisten führen. Als Beispiele hatte Markus Klöschen einen Vergleichs-Artikel Diesel gegen Benziner mitgebracht, welcher im Zuge der Abgas-Affäre bei VW in der Presse zitiert wurde.
  • Auf diese Weise kann ein extrem positiver Trust für die eigene Marke/Webseite aufgebaut werden.
  • Ein sehr gutes Mittel zur Positionierung als Experte sind Studien (Beispiel PornHub ;)).

What’s next SEO: Besucher in zahlende Kunden verwandeln

Im Panel von Mario Wolosz, seines Zeichens Gründer von Klick-Tipp, ging es um Vorteile von seriösem E-Mail Marketing sowie um die von Klick-Tipp entwickelte Technologie zur Steigerung der Effizienz. Leider war der Titel der Veranstaltung doch etwas missverständlich, ja sogar das SEO im Titel hätte man austauschen können, und wenn man Mario Wolosz nicht kannte, dann konnte es schnell zu einer Enttäuschung kommen, was dann natürlich auch bei einige Teilnehmern der Fall war. Dennoch ein sehr interessanter Vortrag und ein Denkanstoß Mal wieder mehr am eigenen E-Mail Marketing zu arbeiten.

  • These: kein E-Mail-Marketing = kein Umsatz
  • Automatischen Einsammeln von Mail-Adressen von Usern, die noch keinen Cookie haben.
  • Im Nachgang dann User-Ansprache mit hochwertigem Content der Nutzen orientiert ist.
  • Grund für dieses Vorgehen: weniger Druck „sofort“ zu verkaufen und es braucht im Schnitt sieben Kontakt bis zum Abschluss.
  • E-Mail Marketing bedeutet Besucher auf Knopfdruck.
  • Mit der von Klick-Tipp entwickelten Tag basierten Verwaltung der Assets können effektive Segmentierungen vorgenommen werden, und so gezielt Gruppen angesprochen werden. So werden keine unnötigen Mails (Bsp: BahnCard 100 Kunde bekommt Werbung für BahnCard 25), die oftmals als Spam empfunden werden, versendet. Das steigert die Öffnungsrate der Newsletter und senkt die Spam-Beschwerden welche oft zur Nicht-Zustellung führen (Stichwort „SenderScore).
  • Wichtig zum effektiven E-Mail Marketing ist ein eigener Mail Server inkl. eigener IP Adresse, da die IP Adresse als Haupt-Faktor bei der Spam Einstufung verwendet wird.
  • Tipp: Mails, die aussehen wie von Privat geschrieben (keine aufwendige Formatierung) haben die größten Erfolgsaussichten & als Absender sollte man die auch sonst genutzte Mail-Adresse verwenden.

Website-Relaunch: Eine unendliche Geschichte

René Dhemant von SISTRIX referierte über die häufigsten Fehler beim Website-Relaunch und verpackte seinen Vortrag regional typisch in die 11 Paragrafen des kölschen Grundgesetzes. Ein sehr humorvoller Vortrag.

  • Typische Folge nach einem misslungenen Website-Relaunch: Der Traffic bricht ein.
  • Die nicht vorhandenen oder falsche 301 Weiterleitung als Wurzel allen Übels.
  • Es wurden mehrere Beispiele für einen massiven Einbruch gezeigt. Unter anderem HRS (Fun-Fact am Rande: HRS sucht gerade SEO-Manager).
  • §1: Et es wie et es
    • Wirtschaftliche Ziele definieren
    • Arbeit mit Personas
    • Realistische Ziele setzen
  • §2: Et kütt wie et kütt!
    • Google benötigt Zeit
  • §3: Et hät noch immer jot jejange!
    • Aus Fehlern lernen
    • 301 für alle wichtigen Inhalte (Analytics nutzen)
    • Google Search Console nutzen
    • SISTRIX nutzen
  • §4: Wat fott es, es fott!
    • Nicht relevante Inhalte löschen (z.B. die keinen Traffic haben, die nicht Personas konform sind)
    • Beim löschen 410 Code nutzen
  • §5: Et bliev nix, wie et wor!
    • Schaffe neue Inhalts-Rubriken
    • Seiteninhalte konsolidieren
    • Auf Personas Konformität achten
  • §6: Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet!
    • Regelmäßige Kontrolle der eigenen Ziele.
  • §7: Wat wellste maache!
    • Nicht verfahren wie das Land Schleswig-Holstein: „Vorhandenen URLs konnten nicht weitergeleitet werden“.
  • §8: Maach et jot, ävver nit ze of!
    • Google liebt Kontinuität. D.h. nicht zu oft Relaunchen oder Inhalte verändern
  • §9: Wat sull dä Quatsch?
    • Deadlines für Ziele setzen
    • Nicht vor Zielerreichung Live gehen
    • Go-Live zur Not verschieben
  • §10: Dringste eine met?
    • Die IT ist dein Freund
    • Mind. einen aus der IT „warm halten“
    • Verständnis für die Problematik bei der IT schaffen
  • §11: Do laachs dich kapott!
    • Immer den Humor bewahren
SEO-DAY-2015-Sistrix-Vortrag
Vortrag von René Dhemant von SISTRIX beim SEO-DAY 2015

Content Marketing in the age of mobile

Im Panel von Sepia Ansari, Geschäftsführer von Catbird Seat und Dozent an der FH Würzburg, und Christoph Baur ging es unter anderen um die Auswirkungen des Mobile-Trends und die Marktmacht von Google im Search Bereich, sowie die optimale Bereitstellung von mobilen Inhalten.

  • Google steht vor einem Problem, da die Suchanfragen bei Google nicht im gleichen Maße wachsen wie die mobile Internetnutzung. Grund: User halten sich mehr in Apps auf und der Traffic geht an Google vorbei.
  • Grundsätzlich gibt es drei Wege Mobile Inhalte bereitzustellen: zusätzliche URL, Responsive Design, Dynamic Serving.
  • Derzeit favorisiert Google noch Responsive Design, da hier immer der gleiche Code verwendet wird. Dennoch ist Responsive Design nicht immer perfekt auch aus UX Sicht. Besser ist Dynamic Serving.
  • Bei der Auslieferung von mobilen Inhalten ist Speed ein sehr wichtiger Faktor. Darum hat Google das Projekt AMP (Accelerated Mobile Pages ) ins Leben gerufen.
  • Google hat einige nützliche Tools zur ungefähren Definition der branchenspezifischen Customer Journey bereitgestellt: „The Customer Journey to Online Purchase“ und „Mobile in the Purchase Journey„. Früher brauchte es hierfür teure Marktforschung. Google kann diese Daten aus Milliarden von Suchanfragen extrahieren.
  • Ein großes Problem stellt heute noch das Cross Device Tracking dar. Mit Universal Analytics kann z.B. derzeit nur im eingeloggtem Zustand zuverlässig getrackt werden. Das sollte bei der Betrachtung der eigenen Zahlen immer bedacht werden.

Google Penalty Recovery

Der Ex-Google Mitarbeiter Kaspar Szymanski gab interessante Insight zu den Prozessen bei Google hinsichtlich einer manuellen Maßnahme.

  • Eine manuelle Maßnahme führt nicht automatisch zum vollständigen Index Ausschluss der ganzen Domain, auch der Ausschluss einzelner URL’s oder Teile der Domain ist möglich. Negativer Link Juice wird somit nicht vererbt.
  • Im Prozess ist es nicht vorgesehen, dass auch andere Projekte eines Spamers mit abgestraft werden. Es kann aber vorkommen, wenn der bearbeitende Spamfighter erkennt, dass der Webmaster weitere „böse“ Projekte hat und gerade Zeit dafür hat.
  • Jede manuelle Maßnahme ist auf Zeit ausgelegt, d.h. jeder kann eine zweite Chance bekommen.
  • Die meisten manuellen Maßnahmen werden auf Grund „böser“ dofollow Backlinks ausgesprochen.
  • Auch nach der Aufhebung der manuellen Maßnahme kann es bei erneuten Verstößen jederzeit wieder zu einer manuellen Maßnahme kommen.
  • Zur Sicherung sollten regelmäßig die Links aus der Search Console heruntergeladen werden.
  • Beim Linkaufbau sollte jeder aufgebaute Link dokumentiert werden, falls er in der Zukunft einmal abgebaut werden muss.
  • Sollte ein Request notwendig sein, ist die Formulierung des Wiederaufnahme-Antrags extrem wichtig. Hier sollte Sachlichkeit erst Regel sein, und es muss glaubhaft versichert werden nie wieder gegen die Webmasterrichtlinien zu verstoßen. Außerdem sollte man mind. 48 Stunden vor dem Wiederaufnahmeantrag das disavow-File bei Google hochladen.
  • Der eigene disavow-File oder der des Kunden sollte immer gepflegt und zwecks Kontrollierbarkeit auch auskommentiert werden.
  • Eine Wiederaufnahme bedeutet natürlich auch nicht automatisch die Wiederherstellung der alten Sichtbarkeit. Immerhin muss ja zumeist ein Großteil der Links gelöscht oder entwertet werden.
  • Und „so etwas wie gute Web-Kataloge gibt es nicht“.

Welchen Einfluss haben Social Signals auf Website Rankings in Suchmaschinen

Hendrik Unger, der im Programmheft, obwohl mittlerweile Gründer & Geschäftsführer der Kreativagentur 36Grad, als Mitarbeiter von netspirits angekündigt wurde, trug den Zuhörern eine schon länger diskutierte Frage vor. Die Frage wie viel Einfluss Social Signals auf Rankings haben.

  • Fest steht: Social Signals haben keinen direkten Einfluss auf das Ranking (Sichtbarkeitsindex) einer Webseite.
  • Sie können als Katalysator für positive Rankings dienen. Allerdings auch im negativen.
  • Der Einfluss geschieht indirekt und zwar über die Metriken wie Bounce Rate, Verweildauer und Ähnlichem. Diese Daten werden von Google über die Analytics und Chrome Surfdaten ausgewertet. Verhalten sich User entsprechend positiv, so hat dies indirekt eine positive Auswirkung auf das Webseiten Ranking.
  • Entsprechend sollte beim Social Media Marketing ein Bündel von Maßnahmen geplant werden um durch mehrere ineinander greifende Maßnahmen den maximalen Effekt erzielen zu können und möglichst viral zu gehen.
  • Leanings: Likes/Shares sind alleine nichts wert. Der Traffic muss auf die eigenen Webseite gelenkt werden um monetarisiert werden zu können. Dennoch sollte Social Media nicht als reine Traffic Quelle missverstanden werden. Vornehmlich dient Social Media der Kommunikation und so sollte es auch genutzt werden, da sonst das Interesse der Community schnell verloren geht.
  • Jede Kampagne sollte auf ein Ziel hin optimiert werden (z.B. Besucher auf die eigene Webseite führen oder den Kanal abonnieren).

Superpanel & Siteclinic

Ende eines interessanten Tages mit dem SEO-DAY 2015.
Ende eines interessanten Tages mit dem SEO-DAY 2015.

Bei der Siteclinic wurden in diesem Jahr recht entspannt, wenn auch humorvoll, verschiedene Webseiten von SEO-DAY Teilnehmern analysiert. Wie ich mir sagen haben lassen, wurde hier in den letzten Jahren das ein oder andere Projekt regelrecht zerrissen. Das war in diesem Jahr nicht der Fall. Das Ganze war sehr entspannt aber auch sachlich und sicher hilfreich für die Teilnehmer. Höhepunkte waren es als ein Teilnehmer den Tipp bekam sich eine Domain zu sichern die noch frei war sowie die Aussage „Ich habe mir das jetzt eine Stunde angesehen, ich habe nicht rausgefunden was ihr macht“.

Etwas schleppend verläuft hingegen die Wahl zu Siegerfoto des SEO-DAYs. Was vor allem am künstlerischen Anspruch von Dominik Wojcik liegt, wie er selbst sagt. Was ich als engagierter Hobby-Fotograf aber sehr gut nachvollziehen kann. Dennoch gewinnt ein Foto einer Banane den 2. Platz. Welch Ironie.

Das diesjährige Projekt der Liga der außergewöhnlichen SEO-Gentleman war Hundeinfo.de. Das von den SEO Experten an nur einem Tag aufgestellte Projekt wurde auf dem Superpanel zu Gunsten der Kinder-Krebs-Hilfe Köln für die Wahnsinns Summe von 7.100 Euro versteigert. Eine tolle Aktion.

Weitere SEO-DAY Recaps

Ich arbeite bei ADVIDERA als SEA/SEO Manager. Ich habe BWL (B. Sc.) und Innovations- und Informationsmanagement (M.A.) studiert und bin zudem ausgebildeter Informatiker (Multimedia). Ich begeistere mich sich seit Jahren für Online-Marketing, Web-Entwicklung sowie neue Ideen und Trends im Digital-Business. Ich bin Google AdWords & Analytics zertifiziert und betreue unsere Kunden vornehmlich in den Kanälen SEA & SEO.

Comments (13)

  1. Hi, hier wäre noch unser Recap zum SEO-DAY 2015:

    http://blog.cts-media.eu/details/der-seo-day-2015-seoday.html

    Danke und viele Grüße!

    Stefan

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