Domain

Eine Domain (deutsch = Bereich) bezeichnet einen bestimmten Teilbereich einer URL in einem Netzwerk. Sie ist in der Regel hierarchisch organisiert und besteht aus der Third-Level-Domain bzw. Subdomain (dem Dienstenamen, z.B. “www”), der Second-Level-Domain (z.B. “advidera”) und der Top-Level-Domain (z.B. dem sog. Länderkürzel wie “de” oder “com” für Company / Commercial). Der Domain-Name besteht daher aus mehreren Namensteilen, die durch Punkte voneinander getrennt sind. Die Besonderheit liegt daran, dass sowohl physische als auch virtuelle Objekte über den Domain-Namen adressiert werden können. Neben Websites kann es sich dabei um Computer in einem Netzwerk oder Dienste wie Drucker, Faxgeräte oder Mailserver handeln.

Theoretischer Hintergrund

Um die Deutlichkeit und Klarheit eines Objekts zu bestimmen, werden Domains über eine eindeutige IP-Adresse referenziert. Hierbei dürfen (bei IPv6) die Buchstaben A bis Z, die Zahlen 0 bis 9, Bindestriche (an bestimmten Stellen) und weitere Buchstaben aus dem Unicode Zeichensatz verwendet werden. Um eine Website zu erreichen würde es grundsätzlich reichen die dazugehörige IP-Adresse zu kennen. Da diese jedoch aus langen Zeichenketten besteht ist es recht schwierig sich sie zu merken. Mit einer Domain ist es für die meisten Menschen einfacher, da nur bestimmte Wörter benötigt werden. Die Websitenbetreiber wählen dabei in der Regel einen möglichst einprägsamen Namen für die Domain. Für den Nutzer ist vor allem der sichtbare Teil einer Domain wichtig. Der Domain-Name ist Bestandteil der URL, darf aber nicht mit dieser gleichgestellt werden. Aus rein technischen Gründen ist der Name zwar nicht nötig, steigert aber die Benutzerfreundlichkeit des www um ein Vielfaches.

Wichtige Aspekte aus SEO-Sicht

Die Domain ist im Rahmen der Suchmschinenoptimierung von sehr hoher Bedeutung. Da der Domain-Name Keywords enthalten kann stellt er für die Platzierung im Suchmaschinenranking ein wichtiges Kriterium dar. Nutzt der Webseitenbetreiber eine Keyword-Domain bzw. eine Exact-Match-Domain (EMD),  handelt es sich hierbei um eine exakte Übereinstimmung des Domain-Namens mit einer Suchanfrage. Bei dieser Verwendung gibt es mehrere Vorteile. Zum einen kann sehr einfach auf das Hauptkeyword der Domain verlinkt werden, ohne die Befürchtung haben zu müssen, dass Abstrafungen durch Google oder Bing drohen. Weiterhin sind Keyword-Domains aus SEO-Sicht vorteilhafter, da sie im Vergleich zu Domains die kein Keyword in der URL enthalten, bessere Platzierungen im Suchmaschinenrankring erhalten können. Auch wenn durch die EMD Updates der Rankingvorteil bei der Verwendung einer Keyword-Domain herabgesetzt wurde, ist es immer noch möglich schnell in den SERPs nach oben zu gelangen. Voraussetzungen hierfür ist allerdings eine hohe Qualität der Webseiteninhalte.

Wichtig bei der Vergabe des Domain-Namens ist auch die Subdomain und somit z.B. das Kürzel “www.”. Denn streng genommen sind www.advidera.com und advidera.com zwei unterschiedliche Adressen auf denen auch unterschiedliche Inhalte erreichbar sein können. Oftmals sind aus Gründer der besseren Benutzerfreundlichkeit unter beiden Versionen jedoch die gleichen Inhalte zu erreichen. Wird dies technisch nicht korrekt gelöst so kann es zu einer sogenannten Duplicate Content Problematik kommen. Daher ist es sinnvoll sich für eine Version (mit oder ohne www.) zu entscheiden und die jeweils andere Variante mit einem 301 Redirect auf die gewählte Version umzuleiten. Ebenfalls zu berücksichtigen ist schließlich die Wahl der Top-Level-Domain, da so entschieden wird, wie die Adressen erreichbar sind. Wird “.de” verwendet, handelt es sich ausschließlich um Adressen aus Deutschland. Mit Hilfe einer funktionalen Adresse, wie z.B. “.com” können auch internationale Kunden angesprochen werden.

Für die Suchmaschinenoptimierung ist außerdem das Alter, die Backlinks und das Ansehen und die Nachbarschaft einer Domain von Bedeutung. Von hoher Bedeutung sind in diesem Zusammenhang die Domain Popularity (Domainpopularität), Domain Authority, Domain Trust und Bad Neighbourhoud. Diese Aspekte sind maßgeblich für die Qualität einer Domain und können als Maßstäbe für den Erfolg einer Website herangezogen werden. Die Domain Popularity hat die Linkpopularität hierbei inzwischen als Rankingfaktor ersetzt und verdrängt. Die Begründung liegt darin, dass die Linkpopularität im Vergleich zur Domain Popularity einfacher zu manipulieren ist.

Es muss jedoch diskutiert werden, ob die Domain Popularity weiterhin als Maßstab herangezogen werden kann, oder ob sie von der sogenannten IP Popularität abgelöst wird. Das spielt vor allem für Backlinks eine Rolle,da sie abgewertet werden, wenn sie von Domains mit der selben IP-Adresse stammen und damit vom selben Hoster verwaltet werden. Bei Hostern mit vielen Kunden auf einer IP-Adresse kann eine Abwertung von Domains oder Backlinks auf IP-Ebene jedoch negative Auswirkungen auf unbeteiligte haben. Die Kennzahl ist daher aktuell noch kritisch zu betrachten.

Wesentlich für die Praxis

Für die Vergabe von .de-Domains ist in Deutschland offiziell die Denic Verwaltungs- und Betriebsgesellschaft eG verantwortlich. Bei der Suche nach einer passenden Domain, muss sich der Nutzer jedoch zuvor an einen Hoster oder Provider wenden um die nötigen Serverkapazitäten zu erhalten. Dazu muss zunächst überprüft werden ob der Wunsch-Name verfügbar ist.  Für die Registrierung des Domain-Namens entstehen außerdem mehrere Vertragsverhältnisse. Im ersten Schritt entsteht ein Vertrag mit dem Provider. Dieser ist zuständig um die .de-Domain bei der Denic zu registrieren (Providervertrag).  Ist die Anmeldung der Domain durch den Provider abgeschlossen, entsteht ein weiterer Vertrag zwischen dem Domain-Inhaber und der Denic (Registrierungsvertrag). Daraufhin wird ein Eintrag in das Whois-Verzeichnis vorgenommen um die Anmeldung und Registrierung abzuschließen. Wichtig ist hierbei die Einhaltung der Marken- und Urheberrechte, da die Vertragsverhältnisse dem Marken-, Namen- und Vertragsrecht unterliegen.

Quellen

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