Artikelverzeichnis

Ein Artikelverzeichnis ist eine Website, auf der eine Sammlung von Artikeln gespeichert ist. Ähnlich wie in einem Webkatalog, werden die Artikel kategorisiert. Nutzer können dort ihre Artikel kostenpflichtig oder kostenlos über ein Webformular eintragen. Artikelverzeichnisse waren lange Zeit auch eine viel genutzte Möglichkeit für den Linkaufbau.

Entstehung

Als das Internet immer mehr von Privatpersonen genutzt wurde, war die Suche nach Sachinhalten und Content nicht sehr leicht. Dem Suchbegriff, der in der Suchmaske der gängigen Suchmaschinen eingegeben wurde, konnten nicht immer effiziente Ergebnisse in den SERPs zugeteilt werden. Das lag unter anderem daran, dass es eine Lücke in der Informationsweitergabe gab. Damit den Usern aber die gewünschten Suchergebnisse geliefert werden konnten, etablierten sich die Artikelverzeichnisse, um Fragen zu den verschiedensten Themen beantworten zu können.

Da es zu Beginn kaum Konkurrenz gab, waren die Artikelverzeichnisse in den Suchmaschinenergebnissen immer sehr weit oben platziert. Für die Suchmaschinenoptimierung wurden diese Verzeichnisse in der Hinsicht interessant, dass die Artikel mit Backlinks versehen werden konnten, um somit den Traffic der eigenen Website zu erhöhen.

Seit der Einführung des Google Penguin Updates, wurden die Artikelverzeichnisse für das Linkbuilding immer irrelevanter.

Funktion

Artikelverzeichnisse dienen dazu, dem Nutzer Informationen zu nahezu uneingeschränkten Themengebieten zu liefern. Es gibt auch zusätzliche Spezialthemen, die sich im Verzeichnis befinden, jedoch ist die Themenwahl in einem weiten Spektrum aufgestellt, sodass die Chance sehr hoch ist, dass man die nötigen Informationen finden wird.

In vielen Verzeichnissen können die User Artikel selber einstellen. Dafür müssen sie allerdings registriert sein. Die Artikel haben in vielen Verzeichnissen eine Mindestanzahl an Wörtern, die sich im Bereich von 300 Worten befinden. Viele Verzeichnisse lassen Bilder und sogar ein bis zwei externe Links zu. Die erstellten Artikel werden von einem Redaktionsteam geprüft und erst danach veröffentlicht, damit die Suchenden auf qualifizierte Artikel zugreifen können. Die Prüfung findet in den meisten Fällen statt.

Die Einträge in Artikelverzeichnisse sind in den meisten Fällen kostenlos. Die Webmaster erhalten daher kostenlosen Content und stellen dafür im Gegenzug, wie schon erwähnt, ein bis zwei Backlinks in den Artikeln zur Verfügung. Damit die Serverkosten gedeckt werden und Geld dazu verdient werden kann, schalten die Webmaster um den Inhalt herum Werbung, die im Optimalfall die Finanzierung ausmacht.

Nachteilig ist, dass jeder Artikel schreiben kann und somit die Qualität, spätestens nachdem Backlinks gesetzt werden durften, stark gesunken ist. Auch wenn Moderatoren die Artikel vor der Veröffentlichung prüfen, werden sprachliche und Inhaltliche Qualitäten nicht explizit beachtet. Bei Artikelverzeichnissen wie das von Wikipedia, ist die Qualität gehobener, da die Community sich gegenseitig korrigieren kann. Das bedeutet zwar noch nicht, dass die dort veröffentlichten Artikel wissenschaftlich anerkannt sind, doch durch die gegenseitige Korrekturmöglichkeit bleibt eine gewisse Qualität erhalten. Daher sollte man den Inhalt von Artikeln der Verzeichnisse immer kritisch betrachten.

Bedeutung für die Suchmaschinenoptimierung

Artikelverzeichnisse werden oft genutzt, um einen Backlink oder mehrere zu legen. Sinnvoll für den User ist es dann, wenn auf die ursprüngliche Quelle des Inhalts zurück verwiesen wird. Da jedoch hauptsächlich Backlinks zu weiteren Links gelegt wurden, um dies als Marketing Methode zu nutzen, wurde zwar an Quantität der Verzeichnisse gewonnen, aber der Content der Artikel verlor an Qualität.

Mit Hilfe des Penguin Updates hat Google die Backlinks der Artikelverzeichnisse entwertet und manche Verzeichnisse sogar aus dem Google Index gelöscht. Für die Suchmaschinenoptimierung hat ein Artikel in einem Artikelverzeichnis keine Relevanz mehr. Auch wurde durch den produzierten Thin Content auf den jeweiligen Portalen die eigene Sichtbarkeit durch das Panda Update stark minimiert.

Quellen

 

 

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