Content Audit – Wie Sie Ihren Inhalten auf den Zahn fühlen

Einen Content Audit durchführen – wofür ist das denn überhaupt notwendig? Naja ganz einfach! Ihre Webseite ist sicher nicht erst seit gestern online. Da kommt nämlich mit der Zeit so einiges an Content (zum Beispiel: Textbeiträge, E-Books, Broschüren und Videos) zusammen. Mittlerweile verbergen sich etliche Beiträge in den unterschiedlichsten Formaten auf Ihrer Online-Präsenz und langsam verlieren Sie den Überblick! Welcher Beitrag ist noch aktuell? Können Sie Ihre vorhandenen Inhalte noch gebrauchen? Die Antwort lautet Ja!

In diesem Blog-Beitrag informieren wir Sie über den Content Audit und zeigen Ihnen auf, warum Sie im Inbound Marketing auf keinen Fall darauf verzichten sollten. Ein konkretes Beispiel finden Sie in unserem E-Book zum Thema Content Audit!

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Was ist ein Content Audit?

Ein Content Audit stellt den Prozess der Evaluation von bereits vorhandenen Medieninhalten eines Unternehmens dar. Dabei werden die bestehenden Inhalte sowohl hinsichtlich der Quantität als auch der Qualität überprüft.

Als Ergebnis eines Content Audits wird festgehalten, an welchen Stellen Lücken in der Content-Performance zu finden sind. Mithilfe der detaillierten Auswertungen aus der Content Überprüfung wird infolgedessen ein Plan erstellt, wie der Content optimiert werden soll.

Warum ist ein Content Audit so wichtig?

Content Audits zeigen, warum Content ein wesentlicher Bestandteil der Inbound Methode ist. Es ist wichtig, qualitativ hochwertige Inhalte zu entwickeln, damit die Nutzer einen Mehrwert durch diese erhalten. Durch einen Content Audit werden Sie zudem Hinweise erhalten, wie viel Potenzial in bereits vorhandenen Inhalten steckt.

Dafür sichten Sie das gesamte Material. Mit wenigen Optimierungsschritten können bereits bestehende Beiträge in einer Multichannel-Kampagne zur Leadgenerierung beitragen. Ein weiterer Aspekt, über den ein Content Audit Aufschluss gibt, ist die Identifizierung der richtigen Personas. Möglicherweise sprechen die vorhandenen Inhalte noch eine Reihe weiterer Nutzer an, als bisher bekannt war. Nicht zu vergessen: Ihr Content muss natürlich auch für die Suchmaschinen fit gemacht werden.

Was verbindet den Content Audit mit dem Inbound Marketing?

Für jedes Unternehmen, das nach der Inbound Methodik agiert oder dies in Zukunft möchte, ist ein Content Audit von großer Bedeutung. Bei der Inbound Methode steht der Kunde im Mittelpunkt aller Marketingmaßnahmen und es gilt, für diesen qualitativ hochwertigen Content entlang der Buyers Journey bereitzustellen. Ihre Inhalte müssen den Nutzer begeistern! Eine ausführliche Analyse hinsichtlich der Qualität und Quantität des vorhandenen Contents ist daher unumgänglich. Der Content Audit stellt den ersten Schritt dar, um die Inhalte für die Nutzer sichtbarer zu machen und somit neue Leads zu generieren.

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Der Weg zum Content Audit

Holen Sie das ganze Unternehmen an Bord, denn Content wird nicht nur ein einer Abteilung produziert und auch genutzt: Wenn Sie die Überprüfung in Ihrem eigenen Unternehmen durchführen, informieren Sie nicht nur die restlichen Mitarbeiter der Marketingabteilung über Ihr Vorgehen, sondern auch die Abteilungen Sales und Kundenservice. Ebenso gilt es, wenn Sie einen Content Audit extern durchführen sollen.

Nun stellen Sie zunächst einen Maßnahmenplan für die Optimierung Ihrer Webseite auf. Sie beschreiben nicht nur, was Sie vorhaben, sondern auch, wie Sie Ihr Vorhaben in die Tat umsetzen wollen. Beispielsweise haben Sie einen Themenschwerpunkt ausgewählt, zu dem bereits viele Inhalte vorhanden sind. Nun analysieren Sie die bereits vorhandenen Inhalte hinsichtlich deren Performance. Im Anschluss darüber informieren Sie alle Beteiligten darüber, warum die Ergebnisse aus dieser Analyse aufschlussreich sind.

Die Durchführung eines Content Audits

Nachfolgend zeigen wir Ihnen die einzelnen Schritte zur Durchführung eines Content Audits. Sie erfahren, was Sie alles beachten sollten und mit welchen einfachen Maßnahmen Sie Ordnung in Ihre Massen an Medien bringen.

Ein konkretes Beispiel anhand der Inhalte von www.advidera.com finden Sie in unserem E-Book zum Thema Content Audit.

Schritt 1: Recherchieren Sie nach bereits vorhandenem Content

Zunächst sollten Sie alles an bereits vorhandenem Content überprüfen. Dazu zählen sowohl Inhalte, die online als auch offline vorhanden sind. Mittels Crossmedialität lassen sich beide Varianten einfach miteinander verknüpfen.

Online Content

  • E-Mails
  • Inhalte der Webseite
  • (PDF-Dokumente, Word-Dateien, Videos oder auch Bilder (Infografiken))
  • Newsletter

Offline Content

  • Print-Artikel
  • Broschüren
  • Give-aways

Auszug Content Audit Checkliste

Die Abbildung zeigt einen Auszug aus der Content Audit Checkliste zum Themencluster “Content” unserer eigenen Webseite. Gehen Sie alle einzelnen Punkte durch und tragen Sie in die Liste ein, ob die einzelnen Punkte vollständig vorhanden sind. Wenn beispielsweise zu einzelnen Themenbereichen noch keine CTA’s (Call-to-Action-Elemente) vorhanden sind, trifft unvollständig zu. Auf jeden Fall ist darauf zu achten, inwiefern spezieller Content wiederverwertet werden kann.

Die Inhalte aus beispielsweise Videos oder Podcasts lassen sich einfach in einen Blog-Beitrag umwandeln. Dies kann auch anhand von reiner (automatischer) Transkription erfolgen. Durch das zusätzliche Format kann nun ein neuer Teil Ihrer Zielgruppe angesprochen werden. Ebenfalls lässt sich aus einem Video ohne größeren Aufwand ein Podcast erstellen.

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Schritt 2: Ordnen Sie die Inhalte ein

Nach der Durchführung von Schritt 1 haben Sie eine Übersicht über das gesamte vorhandene Angebot. Dieser muss nun kategorisiert werden. Beispielhafte Kategorien zeigt die folgende Abbildung an:

Kategorisierung Content Audit

Im Zuge der Kategorisierung müssen diverse Fragen zum Zustand des Contents beantwortet werden. Diese Fragen sollten Sie für jede Art von Content, die Sie auffinden können, beantworten.

  • Von wann ist der Beitrag?
  • In welchem Format liegt der Beitrag vor?
  • Welche Nutzer konsumieren den Inhalt?
  • Welchem Zweck dient der Beitrag?
  • Ist der Beitrag noch aktuell?
  • Sind die Inhalte korrekt?
  • Ist der Beitrag für alle Nutzer zugänglich oder gesperrt?
  • Zu welcher Phase der Buyers Journey passt der Content?

Buyers Journey

Die letzte Frage, die Sie sich bei der Kategorisierung der Inhalte stellen müssen, schafft den Übergang zur Buyers Journey. Diese stellt den Weg zur Kaufentscheidung eines potenziellen Kunden dar und gilt als ein aktiver Prozess, der sich in drei Phasen aufteilt. In folgender Abbildung sehen Sie, welche möglichen Content-Formate am besten in welcher Phase der Buyers Journey dem Nutzer bereitgestellt werden.

Möglicherweise ist Ihnen nach der Kategorisierung aufgefallen, dass Sie zwar die richtigen Arten der Inhalte gewählt haben, aber diese einfach an einem falschen Punkt der Buyers Journey platziert haben. Dies ist ein weiteres Indiz dafür, dass Sie nach Durchführung eines Content Audits bereits bestehende Inhalte zielgerichteter nutzen können. Ausschlaggebend dafür, in welcher Phase sich der Nutzer befindet, ist aber seine Intention. Ist er also noch auf der Suche nach einer Problemlösung, denkt er über diese nach oder steht bereits vor einer Entscheidung?

Schritt 3: Werten Sie die Performance Ihrer Inhalte aus

Sofern Sie oder das Unternehmen, für welches Sie den Content Audit durchführen, bereits Tracking-Tools für die Nachverfolgung der Online-Inhalte nutzen, kann der Punkt rasch abgearbeitet werden. Ist dem nicht so, sollten Sie Programme wie beispielsweise Google Analytics, Piwik, Matomo oder Hotjar nutzen, um einen Überblick über die Performance Ihrer Inhalte zu bekommen. Wir selbst analysieren unsere Inhalte direkt in HubSpot.

content audit performance

Diese Abbildung zeigt das Web-Analytics Dashboard von HubSpot mit Informationen über die Webseite www.advidera.com. Dies ist nur eine grobe Ansicht, denn um die Performance der einzelnen Beiträge festzuhalten, muss eine detaillierte Ansicht genutzt werden.

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Neben dem online-basierten Content muss allerdings auch die Performance der offline Inhalte analysiert werden. Das Ziel der Analyse muss es sein, dass aus solidem Content hervorragende Inhalte werden, mit deren Hilfe Sie die Umsätze Ihres Unternehmens nachhaltig steigern können.

KPI zur Bestimmung der Content-Performance

  • Aufenthaltsdauer auf den jeweiligen Contentpiece
  • Scrolltiefe im Dokument
  • Conersion-Rate: Besucher zu Lead Rate
  • Bounce-Rate

An dieser Stelle müssen Sie auf Ihren unternehmerischen Zielen individuelle KPI’s (Key Performance Indicators) definieren.

Schritt 4: Legen Sie zukünftige Schritte fest

Zum Abschluss müssen Sie sich Gedanken über die zukünftige Handhabung mit dem analysierten Content machen. Lassen sich einzelne, themenverwandte Beiträge etwa kombinieren? Über welche Kanäle werden die Inhalte den Nutzern zur Verfügung gestellt? Lässt sich die Qualität einzelner Inhalte steigern? Und die Frage aller Fragen, die sich im Zuge des Inbound-Marketings stellt: Bringt Ihr Content den Nutzern wirklich einen Mehrwert? Sobald diese Fragen beantwortet werden können, steht einer erfolgreichen Content-Distribution nichts mehr im Wege!

Neuer Call-to-Action

Erfolgsrezept zum exzellenten Content Audit

Für eine übersichtliche Darstellung aller Inhalte in Ihrem Unternehmen nutzen Sie das Content Audit Template. In diesem Dokument tragen Sie die Ergebnisse aus der Analyse zusammen und wissen nun, an welcher Stelle Optimierungsbedarf besteht und wie die weiteren Arbeitsschritte sind. Aus jedem Beitrag lässt sich mit einigen Tipps und Tricks das Maximum herausholen. Zögern Sie nicht und beginnen Sie noch heute damit, Ihre Inhalte genauestens unter die Lupe zu nehmen!

Auszug Content Audit Template

content audit template

Fazit

Am Ende dieses Blog-Beitrags wissen Sie jetzt genau, worauf bei einer ausführlichen Analyse Ihrer Inhalte Acht gegeben werden muss. Scheuen Sie nicht davor zurück, viel Zeit in bereits vorhandenen Content zu investieren, denn auch dieser bringt Sie zum Erfolg. Denn: Content is King! Im übertragenen Sinne gilt auch das als Ressourcen Wiederverwertung.

Sollten sich noch Fragen ergeben, kontaktieren Sie uns gerne für ein Erstgespräch und nehmen unsere Beratung in Anspruch! Lesen Sie unbedingt unser E-Book zum Content Audit, denn dort finden Sie ein Anwendungsbeispiel vor, welches den Content-Audit noch plastischer macht!

 

 

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