Shoppable Content: So steigern Sie Ihre Verkaufszahlen mit Inhalt

Shoppable ContentContent Marketing hat sich als feste Größe im Online Marketing etabliert. Statt Kunden mit aufdringlichen Werbebotschaften zu verschrecken, wird heute zunehmend auf Mehrwert sowie relevante und auf den Nutzer zugeschnittene Inhalte gesetzt.

Doch trotzdem verschenken einige Unternehmer noch immer wertvolle Potenziale im Bereich der kommerziellen Botschaften. Während zielgruppenorientierter Content zwar durch Problemlösungen den Kaufimpuls des Nutzers weckt, wird nicht selten eine direkte Handlung und damit der Kaufabschluss verpasst. Die Gefahr: Besucher werden erst verspätet oder gar nicht zu Kunden Ihrer Marke und wandern möglicherweise zu Ihrer Konkurrenz ab.

Wie das Duo aus E-Commerce und Content-Marketing den Kaufprozess Ihrer potenziellen Käufer verkürzen und so Ihre Transaktionen in die Höhe steigen lassen kann, erfahren Sie in diesem Blog-Beitrag.

Holen Sie das Beste aus Ihren Inhalten mit unserem E-Book zum Content Audit  inklusive eines kostenlosen Content Audit Templates. Hier klicken und  herunterladen!

Was ist Shoppable Content?

Bei Shoppable Content verschmelzen Content Marketing und Commerce zu einem effektiven Kaufprozess. Anders als bei klassischer Werbung oder reinem Content genügt meist schon ein einziger Fingertipp. Der potenzielle Kunde gelangt ohne Umwege direkt auf die Produktseite der Händler oder kann den Artikel ohne Umschweife über den Inhalt in den Warenkorb legen und kaufen.

Dadurch wird dem Interessenten ermöglicht, mit dem geringsten Aufwand seinen Kauf abzuschließen. Traditionelle Content- oder Werbestrategien können diesen verkürzten Kaufprozess nicht leisten.

Vor- und Nachteile von Shoppable Content

Ein unschlagbarer Vorteil: Je kürzer der Kaufprozess, desto besser fällt die Konversionsrate aus. Das bedeutet, Kaufimpulse können ohne Unterbrechung unmittelbar umgesetzt werden. Dies erhöht zum einen die Verweildauer auf der Website, zum anderen wird die Chance eines weiteren Erwerbs durch den bequemen Prozess erhöht.

Shoppable Content Unterschied

Zudem wirkt diese Art von Content im Vergleich zu Werbeanzeigen gegen die Werbeblindheit. Da es sich um Content Pieces handelt, entfallen aggressive Pop-ups oder störende Videos mit Ton, welche die Besucher verärgern können. Stattdessen wird dem Nutzer neben starkem Mehrwert eine verbesserte Customer Experience geboten, indem das lästige Suchen nach dem Produkt im Internet entfällt.

Ein weiterer Vorteil für Sie ist die Option der direkten Konversions- und Verkaufsmessung durch den Content, welche das klassische Content-Marketing nicht ermöglicht. Allerdings gehen mit der Vielzahl an Vorteilen auch einige negative Aspekte einher, die je nach Unternehmen stärker ins Gewicht fallen.

  • Hoher Aufwand für die Erstellung und Pflege: Die Verlinkungen müssen regelmäßig auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft, aktualisiert oder gelöscht werden, sobald ein Produkt ausverkauft ist.
  • Großes Maß an Kreativität: Um die Ware richtig in Szene zu setzen, sodass diese von selbst Kaufreize weckt, bedarf es eines hohen Einsatzes an zeitlichen Ressourcen für die kreative Umsetzung.
  • Technische Voraussetzungen sind erforderlich
  • Hohe Kosten: Eine Umsetzung ist zumeist nur für größere Shops lohnend

Diese technischen Voraussetzungen müssen erfüllt werden

Grundsätzlich kann jeder Betrieb mit einer Verkaufsabsicht und einer dementsprechenden Verkaufsplattform die Vorteile von Shoppable Content nutzen. Doch bevor Sie sich mit Eifer ins Gefecht stürzen, sollten Sie berücksichtigen, dass die Verknüpfung des Shopsystems mit dem Content-Management-System komplizierter sein kann, als es auf den ersten Blick scheint.

Vor allem dann, wenn Sie eine Direktverbindung zum Warenkorb bevorzugen. Scheuen Sie nicht davor, Ihren Entwickler für die Umsetzung zu kontaktieren, da es nur wenige Plugins auf dem Markt gibt, die eine komplette Verknüpfung ermöglichen. Häufig müssen stattdessen für das eigene Haus die gewünschten Optionen programmiert werden.

Das hat den Nachteil, dass der Aufwand und die Kosten steigen. Kalkulieren Sie also vorher, ob der Aufwand tatsächlich Rechnung trägt.

Vereinfachen können Sie den technischen Prozess, wenn die Artikel nicht sofort in den Warenkorb gelegt werden sollen, sondern Sie zunächst auf die Produktplatzierung mit Produktbild und Beschreibung setzen möchten. Diese Entscheidung ist außerdem empfehlenswert, wenn die folgenden Eigenschaften auf Sie zutreffen:

  • Erklärungsbedürftige Produkte
  • Hochpreisige Ware
  • Viele Auswahlmöglichkeiten (Farbe, Größe, Muster etc.) oder sogar individuelle Anfertigungen

Setzen Sie auf diese Form der technischen Umsetzung, bietet sich das bereits vorhandene Plugin Magento Products für WordPress oder das Shopware WordPress-Plugin an.

Umsetzung: So erstellen Sie Shoppable Content

Beiträge auf der Webseite oder in den sozialen Netzwerken werden durch eine direkte Verlinkung auf die Produktseite oder Kaufoptionen, zum Beispiel durch Call to Actions oder Hover-Effekte zu Shoppable Content. Auch Tooltips und Hotspots zählen zu den klassischen Gestaltungsmitteln. Der User wählt ein Detail im Bild aus und erhält sofort gezielte Informationen oder kann weitere kauforientierte Handlungen ausführen.

Grundlage für den Contenttyp ist die Erstellung von Commerce-orientierten Inhalten, die sich auf einfache Weise monetarisieren lassen. Das können beispielsweise erklärende und interaktive Grafiken, Videos und Bilder sein, die den Nutzen des Produkts und dessen Einsatz präsentieren. Da diese Aufgabe teilweise den Kompetenzbereich klassischer Redakteure überschreiten kann, wird sie zunehmend von E-Commcerce-Editoren übernommen.

Best Practices: So sieht Shoppable Content in der Praxis aus

Damit Sie einen Eindruck bekommen, wie Sie die “Inhalte zum Kaufen” umsetzen können, möchten wir Ihnen nun drei Beispiele vorstellen.

Bilder

Der Einrichtungskonzern IKEA setzt ebenfalls auf Shoppable Content auf seiner Startseite. Über interaktive Punkte in den visuellen Produktwelten gelangt der interessierte Besucher auf direktem Wege zur Produktseite und erhält zudem einen Eindruck von der Anwendung des Produkts. Durch diesen Vorgang kann der User leichter über Emotionen erreicht werden.

Shoppable Content IKEA

Social Media

Auch in den sozialen Netzwerken kommt „kaufbarer Content“ durch Verlinkungen der Artikel innerhalb von Bildern zum Einsatz, wie beispielsweise bei wall-art.de. Mit einem Tap gelangt der User zur digitalen Produktpage. Besonders bei bildlastigen Plattformen wie Instagram passt sich die Kombination aus Content und Commerce ideal in das visuelle Umfeld ein.

Shoppable Content Instagram

Texte

Der Outdoor-Ausrüster Globetrotter setzt bei seiner Verbindung von Content und Commerce auf die Einbindung der Artikel in seine Texte. Statt den Lesevorgang des Interessenten zu unterbrechen, wird ein fließender Übergang zum Produkt geschaffen. Mit einem Klick erhält der Besucher thematisch abgestimmte Kaufvorschläge, die in seinem Interessensfeld liegen.

Shoppable Content Globetrotter

Neben unseren Beispielen können Sie darüber hinaus auch auf Videoinhalte mit einer Auflistung der gezeigten Produkte setzen. Wichtig ist, dass Sie die Kanäle wählen, die ohnehin hohen Traffic haben. Je nach Marke und Zielgruppe können sich eher Newsletter, Pillar Pages oder Blog-Beiträge eignen. Extern bieten auch Amazon, Facebook oder weitere Online-Dienste Angebote zur beitragsgebundenen Produktplatzierung.

Achten Sie jedoch darauf, den Mehrwert unbedingt von klassischer Absatzförderung zu trennen. Andernfalls verschenken Sie das wertvolle Potenzial.

Neuer Call-to-Action

Fazit

E-Commerce und Content-Marketing werden längst nicht mehr ausschließlich getrennt betrachtet, sondern bilden eine starke Einheit, die Ihnen dabei helfen kann, schneller glücklichere Konsumenten zu generieren. Shoppable Content eignet sich für so gut wie jeden Betrieb mit einer Verkaufsabsicht und -plattform. Dennoch sollten Sie vor dem Einsatz den Aufwand im Vergleich zum Ertrag abwägen. Planen Sie ausreichend Zeit für die kreative Umsetzung ein, denn neben der technischen Voraussetzung ist sie das A & O. Je kreativer und hochwertiger der Inhalt, desto besser wirken die Kaufanreize auf die Interessenten und desto erfolgreicher verläuft Ihre Kampagne.

Sie suchen einen starken Partner, der Sie bei der Planung, Umsetzung und Optimierung Ihrer Content-Strategie unterstützt? Kontaktieren Sie Advidera als Ihre Content Marketing-Agentur aus Köln, um Ihr Unternehmen mit einzigartigen Inhalten an die Spitze Ihrer Branche zu heben.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Shoppable Content?

Shoppable Content umfasst jede Art von Content, der eine direkte Kaufmöglichkeit bietet. Ziel ist es, dem potenziellen Käufer die Möglichkeit zu bieten, Produkte unmittelbar über den Inhalt in den Warenkorb zu legen und zu kaufen. Alternativ gelangt er über einen Klick auf die Produktseite. So wird der Kaufprozess ideal verkürzt.

Welche Vorteile bietet Shoppable Content?

Shoppable Content hat den Vorteil, dass durch die Verkürzung des Kaufprozesses eine Verbesserung der Custumer Experience erfolgt, indem keine Unterbrechung der Content-Erfahrung stattfindet. Die Verweildauer auf der Webseite wird erhöht und Kaufimpulse können ohne Umschweife umgesetzt werden.

Welche Voraussetzungen sind für Shoppable Content essenziell?

Für die technische Umsetzung von Shoppable Content können eigens programmierte Programme und Plugins notwendig sein. Außerdem müssen Sie über ein Content-Management-System sowie ein Shopsystem verfügen, welche miteinander verknüpft werden können.

4.7/5 - (22 votes)

Ihr Weg zu mehr Besuchern und Umsatz

Send this to a friend