Facebook Lead Ads

Facebook Lead Ads

Viele neue Kontakte mit wenigen Klicks gewinnen und diese zu zukünftigen Kunden machen? Das klingt doch vielversprechend! Facebook hat mit den Lead Ads eine Variante der Werbeanzeigen hervorgebracht, die es ermöglicht Kontakte zu sammeln. Die Nutzer der Plattform müssen nur wenige Schritte durchführen, um einer Ihrer neuen potenziellen Kunden zu werden. Wir haben Ihnen in diesem Blog eine Anleitung zusammengestellt, wie Sie ganz einfach eigene Lead Ads schalten können. Im Folgenden führen wir Sie Schritt für Schritt in das Thema ein.

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Was genau sind Lead Ads?

Die Werbeanzeigen beinhalten ein Formular, das nach wenigen Klicks abgesendet werden kann. Facebook hat sogar die Möglichkeit bereitgestellt, die Felder des Formulars vorab mit den für Facebook bereits bekannten Informationen ausgefüllt werden. Das heißt, wenn der Nutzer seinen Namen und die E-Mail-Adresse bereits im Profil hinterlegt hat, muss dieser ggf. nur noch auf absenden klicken. So muss der Nutzer noch weniger Eingaben tätigen und die Wahrscheinlichkeit, dass der Nutzer das Ausfüllen aus zeittechnischen Gründen abbricht, sinkt enorm.
Aus diesem Grund gilt: Keep It Short and Simple. Kein Nutzer hat viele Nerven erst etliche Felder auszufüllen, wenn er eigentlich gerade in Ruhe durch seinen privaten Feed scrollt

Wozu brauche ich Leads

Lead Ads werden von Werbetreibenden auf Facebook erstellt, um speziell neue Leads bzw. Kontakte zu generieren. Ein Lead kann dabei aus dem Namen und der E-Mail-Adresse der Nutzer bestehen, sodass diese im Nachhinein gezielt angesprochen werden oder einer E-Mail-Marketing-Liste des Unternehmens hinzugefügt werden können.

Lead Ads für mobile Devices

Auch auf dem Smartphone öffnet sich das Formular ganz normal, in einem mobil optimierten Format. Der Nutzer kann also auch von Unterwegs seine Daten ganz einfach absenden.

Wozu können Lead Ads verwendet werden?

Die Lead Ads können in Social Media dazu verwendet werden, um Daten zu sammeln. Damit die Nutzer im Gegenzug auch einen Mehrwert erhalten, können beispielhaft folgende Inhalte angeboten werden:

  • Newsletter
  • Gewinnspiele
  • E-Book oder Whitepaper

Um eine tiefere Einsicht in den Produktlebenszyklus zu erhalten, können Fragen zum Produkt gestellt werden, die der Nutzer bzw. Kunde beantwortet. Diese Antworten können wiederum für die Marktforschung und Optimierungen verwendet werden.

Vorteile der Lead Ads

Der gesamte Vorgang findet innerhalb von Facebook statt, ohne dass der Nutzer auf eine externe Webseite wechseln muss. Durch die minimale Ladezeit des Formulars und die teils vorab ausgefüllten Formularfelder kann die Absprungrate massiv gesenkt werden. Jeder kennt es: Man hat schnell doch keine Lust die Zeit zu investieren, um sämtliche obligatorische Felder auszufüllen, nur um eine Checkliste herunterzuladen.
Sie benötigen nicht unbedingt eine extra Landingpage für das Produkt, das Sie anbieten. Sie können innerhalb der Formular-Umgebung eine Karte mit zusätzlichen Informationen zum Ablauf des Downloads oder zur Gegenleistung bzw. dem Unternehmen einfügen.
Damit die Qualität der Leads gesteigert wird, können Sie eine spezifische Zielgruppe, die auf die Interessen Ihrer Kunden abgestimmt ist, ansprechen. Durch das Format der Lead Ads bespielt Facebook automatisch die Nutzer, die am wahrscheinlichsten das Formular ausfüllen werden.

DSGVO

Um die Daten rechtssicher zu generieren, muss ein Double Opt-In erfolgen. Das bedeutet, der Nutzer muss seine Daten in einer weiteren automatischen E-Mail noch einmal bestätigen.
Wichtig: Das Facebook Lead Formular bietet rechtlich gesehen nur ein einfaches Opt-In, dessen übermittelte Daten nicht bestätigt sind. Diese Daten für Ihr Marketing oder Ihre Werbung zu nutzen, ist rechtlich nicht erlaubt.
Nutzen Sie also weitere CRM Tools, um automatisch eine E-Mail an den Nutzer zu senden, in der ein Bestätigungslink enthalten ist.

Lead Ads erstellen

1. Kampagnenziel auswählen

Um Eine Facebook – Kampagne zu erstellen, wird der Werbeanzeigenmanager verwendet. Als Kampagnenziel wird in diesem Fall das Ziel “Leadgewinnung” ausgewählt.

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2. Fanpage auswählen und Nutzungsbedingungen akzeptieren

Nachdem die richtige Fanpage ausgewählt wurde und die Nutzungsbedingungen der Lead Ads akzeptiert wurden, können die Einstellungen bezüglich der Zielgruppe weitergehen.

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3. Zielgruppe bestimmen

Die Zielgruppen können über Facebook sehr genau bestimmt werden. Diese können gegensätzlich zu Google auf demografischen Angaben, Interessen oder bereits gesammelten Daten des Facebook Pixels basieren. Google arbeitet mit der Annahme, dass die Nutzer das Produkt, nach dem gesucht wird, bereits kennen. Facebook bietet allerdings kein Pull Marketing an, sondern zählt als Push Marketing Kanal. Deshalb eignet sich die Plattform dazu, neue Inhalte oder einen Mehrwert zum Downloaden in diesem Rahmen für Interessenten anzubieten. Die Interessenten werden mithilfe der zuvor angelegten Zielgruppe angesprochen, die auf den Interessen oder demografischen Angaben der potenziellen Zielgruppe basieren.

4. Budget einstellen

Das Budget kann über ein Tages– oder ein Laufzeitbudget kontrolliert werden, genauso wie für andere Kampagnenziele.
Zusätzlich kann ein Maximalwert für einen Lead eingestellt werden. Facebook gibt hier einen Richtwert an. Sollte dieser bei der manuellen Eingabe des Wertes unterschritten werden, kann es passieren, dass die Anzeige nicht ausgespielt wird. Um dieser Unsicherheit zu entkommen, können Sie die automatische Budget-Einteilung wählen. So hat Facebook selbst die Kontrolle darüber, wie viel für die Ergebnisse ausgegeben werden kann.

5. Instagram Konto verknüpfen

Neben der Facebookseite kann das Instagram Konto ebenso verknüpft werden, sodass die Nutzer direkte Einsicht auf einen Account haben, wenn sie auf das Profil der gesponserten Anzeige klicken.
Die Kampagnen können nicht nur in Facebook platziert werden, sondern wie andere Werbung auch auf Instagram ausgespielt werden. Die Einstellungen werden in den Platzierungen auf Anzeigengruppenebene getroffen.

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Erstellung des Creatives

6. Creative erstellen

Für die Lead Ad kann ein Bild oder Video bzw. auch eine Carousel Anzeige als Creative genutzt werden. Dieses soll die Nutzer auf den Mehrwert aufmerksam machen, der durch das Ausfüllen des Lead Formulars für den Nutzer entsteht. Die Anzeige muss unbedingt für die mobile devices angepasst werden können. Eventuell müssen verschiedene Formate für die verschiedenen Platzierungen hochgeladen werden.

7. Anzeigentexte einfügen und Call-To-Action Button auswählen

Für die Anzeige gibt es die Möglichkeit, ebenso wie bei anderen Anzeigenformaten, einen primären Text, der über dem Bild erscheint, einen Titel und einen Call-to-Action Button einzufügen. Im Titel sollten Sie noch einmal genauer beschreiben, was der Nutzer tun soll oder was den Nutzer erwartet, sobald er auf den Call-to-Action – Button klickt. In unserem Beispiel steht auf dem Button “Registrieren”.

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Nachdem die Texte und Bilder bzw. Videos eingefügt wurden, kann die Erstellung des Lead Formulars folgen.

Lead Formular erstellen

8. Formular erstellen

Je nachdem, ob Sie ein bereits bestehendes Formular nutzen möchten oder nicht, kann ein gespeichertes Formular aus der Auflistung verwendet werden. Sollte an einem bestehenden Formular etwas geändert werden müssen, ist dieses zu duplizieren, damit Änderungen vorgenommen werden können. Für den anderen Fall muss ein neues Formular erstellt werden.

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Zuerst benennen Sie das Formular, damit es im Nachhinein richtig zugeordnet werden kann.

Danach sollte die richtige Sprache eingestellt werden. In unserem Fall ist es Deutsch.

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Zwischen den beiden Formulartypen können Sie testen, welche Variante individuell für Ihr Produkt bzw. Ziel besser geeignet ist. Je nach Zielgruppe können die Ergebnisse beim ersten Formulartyp minderwertiger sein, sodass durch einen zusätzlichen Prüfschritt genauer selektiert werden kann, ob die Nutzer ein wirkliches Interesse am Produkt haben.

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Falls das Formular auch organisch, das heißt unabhängig von der Anzeige, in Gruppen beispielsweise geteilt werden soll, muss das Formular auf “offen” gestellt werden. Dies bietet außerdem den Vorteil, dass kein Traffic von vornherein ausgeschlossen wird oder Ergebnisse eingeschränkt werden.

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Die kurze Übersicht ist optional und bietet dem Werbetreibenden die Möglichkeit weitere Informationen sowie eine Begrüßung zum Formular hinzuzufügen. Das Formular sollte jedoch nicht unnötig lang werden, sodass die Nutzer nach der zweiten Seite nur noch wenig Lust und Zeit haben sich die Informationen durchzulesen. Die Lead Ads sind gerade dadurch vorteilhaft, weil sie schnell ausgefüllt werden können, und somit in gewissem Maße nur ihren Zweck erfüllen sollten.

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Die Variante ohne Übersicht führt den Nutzer also schneller zum Ziel. Dem Werbetreibenden sollte immer bewusst sein, dass die Nutzer in ihrer Freizeit und in ihrem privaten Umfeld auf Facebook aktiv sind. Diese Zeit sollte nicht mit verzichtbaren Schritten verschwendet werden.

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Damit die Nutzer der ausgewählten Zielgruppe möglichst wenig tun müssen, bietet Facebook die Möglichkeit, die Formularfelder mit bereits bekannten Informationen auszufüllen. Ein Beispiel dafür kann der Name oder die E-Mail-Adresse sein, über die Facebook durch das Erstellen des Profils ohnehin schon verfügt.

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Das Formular kann aus verschiedensten Eingabefeldern bestehen. Es kommt in erster Linie darauf an, welche Daten Sie vom Nutzer in Erfahrung bringen möchten. Liegt der Nutzen in erster Linie beim Unternehmen als Werbetreibender oder beim potenziellen Kunden? Das heißt, wird ein kostenloser Download beispielsweise eines E-Books, bereitgestellt oder soll der Nutzer Fragen in einer Art Quiz zu einem Produkt beantworten?
Je nach Nutzung des Formulars können Sie dieses individuell gestalten. Textlich sind sowohl die Fragen als auch die informativen Texte bezüglich der Länge, beschränkt. Für mehr Informationen kann die bereits genannte zusätzliche Seite eingefügt werden – es sollte aber weiterhin die Devise „Keep It Short and Simple“ im Vordergrund stehen. Sollte ein besonderes Vertrauen zum Nutzer unabdingbar sein, ist die Informationsseite natürlich sinnvoll.

Zusätzlich muss ein Link zu den Datenrichtlinien des Werbetreibenden eingefügt werden.

Zum Abschluss sollte den Nutzern noch ein kurzer Hinweis gegeben werden, dass Sie eine weitere E-Mail bekommen und Ihre angegebenen Daten bestätigen müssen. Der Grund dafür ist unter dem Punkt DSGVO nachzulesen.

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Hinter dem Button kann für weitere Informationen beispielsweise der Link zur Webseite des Produkts hinterlegt werden. Unter anderem kann dieser aber auch zum Download oder der Unternehmensseite führen – es kommt erneut darauf an, wozu das Lead Formular genutzt wird.

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Wenn alle Angaben gemacht wurden, kann nochmal alles auf Korrektheit geprüft werden, bevor das Formular endgültig abgeschlossen wird.

9. Tracking aktivieren

Danach kann die Bearbeitung der Kampagne fortgesetzt werden. Es fehlen lediglich die Einstellungen zum Tracking. Falls ein Facebook Pixel auf der für das Formular relevanten Seite des Unternehmens eingebaut wurde, sollte dieses hier hinzugefügt werden.

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Wo sind die Daten zu finden

Die Daten der Lead Ads findet der Werbetreibende über die Fanpage. In den Beitragsoptionen ist in der linken Spalte die Kategorie Formularbibliothek zu finden. Hier können die Daten als CSV Datei heruntergeladen werden, sodass sie beispielsweise zu einer E-Mail-Kontaktliste hinzugefügt werden können. Falls ein CRM-Tool genutzt wurde, können diese in den meisten Fällen direkt aus Facebook in die Datenbank des Tools abgegriffen werden.

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Was nach der Leadgenerierung passiert

10. Daten weiterverarbeiten

Nach der Leadgenerierung ist nicht immer klar, was mit den gesammelten Kontakten passieren soll. Bei einer Newsletter-Anmeldung ist diese Frage leicht zu beantworten. Es gibt aber auch die Möglichkeiten eines strategischen E-Mail-Marketings, das auf einen E-Book Download hin folgt, um die interessierten Nutzer am Ende für die eigenen Dienstleistungen zu gewinnen. Die Daten aus den Lead Formularen können aber auch für die Marktforschung und für Optimierungsprozesse genutzt werden. Letzteres wäre denkbar, wenn die Nutzer Fragen zu Produkten beantwortet oder Wünsche gegenüber dem Unternehmen geäußert haben.
Um ein automatisiertes E-Mail-Marketing zu nutzen, ist ein CRM Tool zu empfehlen, in das die gesammelten Daten hochgeladen werden können oder sogar direkt aus Facebook übernommen werden können. Aus Erfahrungen sind CRM Tools wie MailChimp oder HubSpot sehr gut geeignet. CRM Tools verwalten in Bezug auf Leads alle Kontakte und unterstützen Sie dabei, automatisiert zu arbeiten.
Die Leads als gebündelte Zielgruppe, können im weiteren Verlauf gezielt von Ihrer Marke überzeugt werden. Fragen Sie, ob es Probleme gibt, bei denen Sie als Unternehmen behilflich sein können oder ob Bedarf an bestimmten Produkten besteht. Kommen Sie Ihren Kunden entgegen, nachdem Sie bereits den direkten Kontakt gesucht haben.

Neuer Call-to-Action

Externe Landingpages für Downloads

Falls es bereits eine Landingpage gibt, die über ein Formular verfügt, um Whitepaper oder Ähnliches herunterzuladen, ist es für den Nutzer angenehmer, wenn eine Conversion-Kampagne mit einem Lead als Ziel anstatt einer Lead Kampagne erstellt wird. Sonst muss der Nutzer das Formular innerhalb von Facebook ausfüllen und wird dann auf die Landingpage für das Paper geleitet, wo er noch einmal ein Formular ausfüllen muss. In diesem Fall werden wahrscheinlich viele Nutzer die Aktion abbrechen.

Nun können Sie mit Ihren Facebook Lead Ads loslegen! Falls Sie Fragen haben oder es Schwierigkeiten gibt, steht Advidera Ihnen gerne zur Verfügung. Gerne können Sie auch einen unverbindlichen Beratungstermin ausmachen.

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